Eurorettung die Xte und der ValueBlog hat Geburtstag

Da ich gerade nicht so viele freie Zeit hatte und mich gestern auch noch die Grippe ereilt hat, möchte ich mal ein wenig über die europäische Lage reden und die Gedanken, die ich mir als Deutscher/Europäer und Anleger mache.

Persönlich unterscheide ich inzwischen die EU-Krisenländer in zwei Kategorien. Es gibt Krisenländer für die ich sehr wenig Hoffnung habe. Zu dieser Kategorie gehören Griechenland und jetzt auch Zypern… Weiterlesen

Griechenlandrettung-wieder keine Antworten & Conagra kauft Ralcorp

Gestern Nacht ging wieder einmal ein Ringen um Griechenlands Zukunft zu Ende. Was am Ende raus kam war klar: Griechenland bekommt mehr Zeit. Gedeckt scheinen aber nur die Kosten für das nächstes Jahre, nicht aber für 2014. Der Rettungsfonds ETFS senkt zu dem die Zinsen für seine Griechenlandkredite und auch Deutschland verringert seine Zinsforderungen an Griechenland. Damit kommen die Zinsen, die Deutschland für seine Griechenlandkredite verlangt langsam den eigenen Refinanzierungssätzen recht nahe. An steigende Zinsen auch für deutsche Anleihen sollte man im Moment also besser nicht nachdenken.

Zudem soll Griechenland für 20 Milliarden Euro eigene Anleihen zurückkaufen, die inzwischen weit unter dem Ausgabenkurs liegen. Der Sinn besteht darin, dass man praktisch damit 100 Euro Schulden schon jetzt für 50 Euro zurückkaufen kann. Der Schritt macht zwar Sinn, aber woher soll Griechenland den jetzt Milliarden für Anleihen-Rückkäufe nehmen??? ,wo doch noch nicht einmal klar ist woher das Geld für 2014 bestritten werden soll… Weiterlesen

Spanien ist gerettet – kein starker Kaufgrund für Aktien!

In den letzten Tagen haben sich die Wolken über der Börse wieder kräftig aufgeklart. Die Ankündigung der EZB von vor einigen Wochen, nun unlimitiert Euro-Staatsanleihen zu kaufen scheinen gefruchtet zu haben und die Refinanzierungssituation hat sich so für die Krisenländer erst einmal verbessert. Auch die Aussicht, dass Spanien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpft scheint zu beruhigen.

Der DAX notiert mit über 7400 Punkten an einem Stand wie Anfang 2008 nicht mehr. Dennoch sehr ich für mich hier keinen Grund in der breite in Deutsche oder europäische Aktien zu investieren. Zuerst sind die Vorzeichen für viele Unternehmen eher schlecht als gut. Fakt ist, dass die Arbeitslosigkeit in Ländern wie Spanien nach den jüngsten Zahlen sogar noch schneller steigt als erwartet und hier inzwischen über 50% der unter 25-Jährigen ohne Beschäftigung sind und damit mit stark reduzierten Zukunftsaussichten dastehen. Auch in China scheint die Wirtschaft in immer schwerere Fahrwasser zu kommen, was sich durch den Konflikt mit den starken Handelspartnern USA und Japan noch weiter zuspitzen kann. Wie also viele deutsche Unternehmen diese kommende schwächere Nachfrage aus China kompensieren wollen ist mir schleierhaft.

Vielen deutschen Dax-Werten würde ich also erst einmal lieber fern bleiben… Weiterlesen

Bad News fast überall – für die Börse nichts neues

Der Tag heute (oder besser gestern) begann schlecht für die Märkte. Schon am Vormittag flatterte ein Bericht des IFW ins Haus, der die Befürchtungen vieler Anleger deutlich widerspiegelt. Das Weltwirtschaftswachstum wird sich wahrscheinlich verlangsamen, Deutschlands Wirtschaft wird sich nicht völlig vom europäischen Umfeld abkoppeln können und Griechenland schafft es nicht seine Schuldenreduktionspläne umzusetzen.

Ok, dies war jetzt eigentlich alles nichts neues. Spätestens als VW vor einigen Tagen die Produktion des Passats einstellte war klar, dass der Höhepunkt des deutschen Aufschwungs XXL erst einmal überschritten ist. Dies alles ist aber nichts wirklich neues, nur hat man es jetzt vom den Volkswirten des IWF schwarz auf weiß… Weiterlesen

Der Euro muss sinken und die armen Rentner von morgen

 

Wer in meinen Blog ab und an mal rein liest wird bemerkt haben, dass ich in letzter Zeit ( ValueBlog.de gibt’s ja erst seit diesem Jahr) eigentlich nur amerikanische und kanadische Werte gekauft habe. Dies liegt zum einen sicher daran, dass amerikanische Unternehmen wesentlich bedachter drauf sind auch ihre Kleinaktionäre am Gewinn teilhaben zu lassen als viele hiesige Unternehmen. Ein weiterer langfristiger Grund, neben demographischen Problemen, ist ein anderer und sehr entscheidender: der Euro muss einfach sinken… Weiterlesen

Vorsicht bei Bundesanleihen und USA-Bonds!

„Hauptsache mein Geld ist sicher angelegt“ denkt man sich im ersten Moment, wenn man im Fernsehen und Radio von immer neuen Rettungsmanövern für Banken und klamme Staaten hört.

Eine Anlageform, die vielen Anlegern dabei natürlich in den Sinn kommt sind die guten alten Staatsanleihen. Die Bundesanleihe, die ist solide, da kann ich nicht verlieren. In Ordnung, wer die letzten Jahre auf Anleihen der Bundesrepublik oder der größten Volkswirtschaft der Welt, den USA, gesetzt hat, hat wirklich gar keine schlechte Rendite einheimsen können.

Wer sich die Kursverläufe der starken Staaten anschaut, wird sich jedoch verwundert die Augen reiben. Hier wurden in letzter Zeit sogar Anleihen mit negativen Renditen am Markt platziert und gekauft. Inzwischen geistert deshalb der begriff von der Anlagenblase oder englisch dem Bond Bubble durch den Raum. So sollte man also auch bei der guten alten Bundesanleihe inzwischen sehr vorsichtig sein. Auch hier könnte es nun sehr schnell zu großen Kursverlusten kommen… Weiterlesen

Von wegen Crash und das Geld haben die Anderen

Einer der großen Mythen an die unerfahrene Anleger glauben ist das bekannte „Das Geld haben jetzt eben die anderen“. Kommt es zu einem Börsencrash, Rohstoffcrash oder Immobiliencrash glauben viele, dass nun, da die eigene Anlage im Wert gesunken ist, im gleichem Maße andere reicher geworden sind.

Diese Annahme stimmt so aber nicht. Nicht nur kann bei einem Absturz von Kursen oder Immobilienpreisen der Einzelne in Probleme kommen; es kann auch Gesamtwirtschaftlich zu schlimmen Folgen kommen… Weiterlesen