Bundesregierung will Hochfrequenz-Handel kontrollieren – ob es das bringt…

Die Bundesregierung hat am heutigen Tag einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Finanzmärkte enger an die Leine neben soll. Dabei geht es aktuell um den sogenannten Hochfrequenzhandel, der in Deutschland immerhin bereits 40 % der Handelsaktivität an der Börse ausmacht.

Der Hochgeschwindigkeitshandel ist eines dieser heißen Themen, spätestens seit dem Blitz Crash (engl. Flash Crash ) im Mai 2010. Am inzwischen berühmten 6. Mai, an dem der Dow Jones innerhalb von Minuten plötzlich 1000 Punkte ( – 9 % ) an Wert verlor. Das nicht mehr Menschen entscheiden ob ein Wertpapier gekauft oder verkauft wird, sondern ein Computer dies entscheidet macht schon ein wenig Bedenken. Steuern die Computer also inzwischen die Finanz- und damit die reale Welt und wie gefährlich ist dies für den Kleinanleger?… Weiterlesen

Der Euro muss sinken und die armen Rentner von morgen

 

Wer in meinen Blog ab und an mal rein liest wird bemerkt haben, dass ich in letzter Zeit ( ValueBlog.de gibt’s ja erst seit diesem Jahr) eigentlich nur amerikanische und kanadische Werte gekauft habe. Dies liegt zum einen sicher daran, dass amerikanische Unternehmen wesentlich bedachter drauf sind auch ihre Kleinaktionäre am Gewinn teilhaben zu lassen als viele hiesige Unternehmen. Ein weiterer langfristiger Grund, neben demographischen Problemen, ist ein anderer und sehr entscheidender: der Euro muss einfach sinken… Weiterlesen

Vom Exportüberschuss, Leiharbeit und Zuschussrente

Gerade entdecke ich im Internet eine interessante, wenn auch nicht neue Meldung, der Export brummt. Laut Financial Times Deutschland soll der Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands in diesem Jahr auf 210 Milliarden US$ gewachsen sein. Die Meldung vom deutschen Exportwunder wird aber nicht, wie in früheren Zeiten, auf breiter Front gefeiert, sondern wurde in den vergangenen Stunden eher weniger diskutiert.

Zum einen hat sich in der Eurokrise gezeigt, wie katastrophal, in einer zusammenwachsenden Welt mit starker wirtschaftlicher Abhängigkeiten, wirtschaftliche Ungleichgewichte auf die Dauer sind. Laut neuerer EU-Planung ( dem Frühwarnsystem ) soll Deutschland jetzt eventuell wieder einen bösen Brief aus Brüssel bekommen. Früher gab es ja aufgrund des Nichteinhaltens der Verschuldungs-Klausel im Maastricht-Vertrags öfter einen bösen Brief. Die festgelegten Schuldenregeln aus den 90ern wirken heute aber irgendwie stark angestaubt und sind nicht einmal eine Randmeldung in der Zeitung wert… Weiterlesen

Obama zerstört den amerikanischen Traum.

Generell halte ich wenig davon zu sagen: ich bin wirtschaftsnah, deswegen wähle ich immer diese und jene Partei. Dieses Denkschema funktioniert schon lange nicht mehr. Wer hätte den zum Beispiel gedacht, dass es ausgerechnet die alte Tante SPD ist, die sich unter Gerhard Schröder an Einschnitte in das kostspielige Sozialsystem wagt. Auch eine Linkspartei verhält sich in Verantwortung oft ganz anders als man es aus irgend welchen Wahlkampfreden erwarten könnte. So verwundert es ungemein, wenn man über die wenig bekannte Tatsache liest, dass ausgerechnet das wirtschaftlich schwache Mecklenburg-Vorpommern seit 2007 seinen Haushalt nicht nur ausgeglichen hat, sondern seit vier Jahren auch Überschüsse erwirtschaftet und Schulden tilgt. Besonders überraschen wird für Menschen, die in politischen Klischees denken sein, dass ausgerechnet in den Jahren vor 2007 eine Rot-Rote ( SPD / Linke) Landesregierung den Nord-Osten Deutschlands geführt hat. Also die Vorarbeit für diese Zahlen nicht etwas von Parteien vollzogen wurde, die sich wirtschaftliche Nachhaltigkeit stets groß auf die Flagge schreiben. Das Mecklenburg Vorpommern natürlich einen gewissen Vorteil hat, da sie 250 Millionen Euro für Investitionen aus dem Solidarpakt bekommen ist natürlich ein Faktor auf diesem Weg. Dennoch ist es ja auch der Sinn der Sache, dass durch den Solidarpakt die Finanzen in Ordnung kommen. Weiterlesen