Gutes Computespiel für Wirtschafts und Aktien-Fans – Railroads!

Wer wäre nicht selbst einmal gerne Wirtschaftsboss? Doch der Weg dahin ist weit und wer nicht aus einer Wirtschaftsdynastie kommt, für den wird dies fast unmöglich. Warum aber seine Träume aufgeben? Jeder kann doch einmal am heimischen PC Wirtschaftskapitän spielen. Da habe ich genau das Richtige für Sie. „Sid Meier’s Railroads!“ heißt ein PC-Spiel welches ich seit Wochen Abend für Abend spiele. Um es kurz zu sagen: In dem Spiel geht es darum ein Eisenbahnimperium aufzubauen und die Aktien der Konkurrenten zu übernehmen. Das Spiel ist ein Muss für jeden, der einmal eine Märklin-Eisenbahn hatte oder auch nur ein wenig mit Wirtschaft und Computerspielen anfangen kann…

In Railroads schlüpfen Sie in die Rolle eines Eisenbahntycoons. Dabei nehmen sie die Gestalt legendärer Pioniere ein. Sie sind also J.P.Morgan, Helmut von Moltke oder Cornelius Vanderbilt und haben ab jetzt eine Eisenbahngesellschaft.

Das Herzstück des Spiels ist der Multiplayer, der sich genauso spielt wie der Einzelspieler-Modus.

Zu aller erst wählen Sie eine Gebiet und eine Zeit für Ihren Start als Eisenbahnunternehmer. Zu Verfügung stehen entweder reale Karten wir Frankreich, Deutschland, USA oder auch interessante Fantasiekarten. Also entscheiden Sie sich, zum Beispiel, Ihr Glück im Deutschland,des 19. Jahrhunderts, zu machen.

Ihnen wird nun eine Stadt mit einem Bahnhof zugeteilt von der aus Sie nun operieren müssen. Nehmen wir an wir beginnen in Nürnberg. Nürnberg hat eine Nahrungsmittelfabrik und benötigt Getreide. Also suchen wir uns einen Bauernhof bauen Schiene, kaufen Züge und erstellen für diese einen Fahr- und Beladungsplan. Dabei ist es sehr wichtig am Anfang sinnvolle Projekte zu bauen und diese auch sehr wirtschaftlich zu betreiben. Das Streckennetz muss nämlich immer durchgehend verbunden sein. Also ist es natürlich zu Überlegen in welche Himmelsrichtung wir expandieren. Wo gibt es Industrie, Ballungsräume, Minen, Forstbetriebe usw. In diesen Gebieten wartet nämlich das große Geld.
Sidmeiers Railroads Screenshot 1
Es gilt also sich schnell einen Plan zurecht zu legen. Welche Städe möchte ich verbinden, welche Industrien gibt es und wie teuer ist der Streckenbau. Eine Brücke oder ein Tunnel kosten natürlich mehr als eine Schiene, auf ebener Fläche. Also denken wir nach und entscheiden uns Getreide von einer Farm nach Nürnberg zu bringen. In der Nahrungsmittelfabrik wird dann fertige Nahrung produziert, die wir dann nach Stuttgart transportieren. Die Gewinnspannen steigen mit jedem Verarbeitungsschritt. Bringt der Transport von Getreide noch relativ wenig ein, sieht es mit fertiger Nahrung schon besser aus. Dazu kommt, dass wir durch unsere Lieferungen in den einzelnen Städten die Wirtschaft ankurbeln. Die Städte wachsen dadurch und die Nachfrage und das Post- und Passagieraufkommen steigt. Haben wir also die Industrie gut gefördert stehen uns bald also neue Geschäfte zur Verfügung. Große Städte wollen nämlich irgendwann nicht nur Nahrung, sondern auch hochwertige Möbel, Medizin und Autos.

Alles wäre so schön, wenn doch nicht die blöde Konkurrenz wäre. Diese will natürlich auch immer ein Stück vom Kuchen. So beginnt immer mehr ein Kampf um strategische Städte, Industrien und Zulieferer. Jeder will das meiste Geld, um damit die Konkurrenz aufzukaufen. Es gibt von jedem Spieler Aktien. Diese können gekauft und verkauft werden und steigen je nach Erfolg und Nachfrage im Kurs. Das Ziel ist es alle Konkurrenten zu übernehmen und so die alleinige No. 1 auf der Karte zu werden. Dabei stehen so einige Entscheidungen an. Kaufe ich jetzt eigene Aktien um mich vor einer Übernahme zu schützen oder investiere ich lieber in bessere Lokomotiven, baue Bahnhöfe aus oder kaufe ein Fabrik. Es muss also abgewogen werden. Es kann einem gut passieren, dass man zwar erfolgreich wirtschaftet und viel Geld in die Expansion steckt. Am Ende hat sich der Konkurrent aber die Mehrheit am eigenen Unternehmen gesichert und profitiert durch steigende Kurse mit und übernimmt mich.

Passen Sie auf, dieses Spiel hat Suchtpotential. Es macht einen ungeheuren Spaß sich im Internet, mit anderen Menschen, zu messen. Das Spiel ist zwar schnell zu erlernen; wirklich gut zu werden dauert jedoch. Oft ärgert man sich, wenn die Konkurrenz einem Fabriken vor der Nase wegkauft oder das eigene Projekt überholt. Stellen sie sich also auf spannende Stunden, vor dem Bildschirm, ein.
Sid Meiers Railroads Screenshot 2
Das Spiel hat dabei auch etwas befriedigendes. Sehen sie zu wie ihre Züge sich durch die Wälder und Wüsten bewegen, wie ihre Fabriken produzieren und ihr Aktienkurs steigt. Das alles haben sie aufgebaut. Sie sind ein echter RailroadTycoon. Mama ist stolz auf Sie.

Das Spiel ist zwar schon 2006 erschienen, entdeckt habe ich es aber erst jetzt. Es macht unheimlich Spaß und wer sich für Aktien und Wirtschaft interessiert wird mit ihm sicher seine Freude haben. Schauen Sie es sich einmal an, es ist inzwischen auch sehr günstig zu bekommen. Die Systemanforderungen sind gering. Es läuft auf Windows 2000, XP, Vista und Windows 7 und läuft bei mir auf einem alten Single-Core Athlon 64 mit Geforce 6-Grafikkarte total flüssig. Haben sie also einen halbwegs aktuellen Laptop oder PC dann schauen sie mal rein. Ich würde mich freuen Ihnen bei einem Online-Match zu begegnen.

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