Dr. Pepper – Gewinnt immer mehr die Herzen der Aktionäre

Seit dem Erfolg von Forrest Gump ist die Dr. Pepper Cola wohl auch vielen Deutschen ein Begriff. Sie ist auch hierzulande in manchen Supermarktketten und vielen Tankstellen zu haben. Leider nur aus der Plastikflasche, persönlich bin ich der Meinung das Dr. Pepper kalt aus der Dose getrunken werden muss. Erst aus der Dose kommt der tolle Geschmack zur Geltung…Dr Pepper ist nach Coca Cola und Pepsi die ewige Nummer 3 und der Underdog im Cola Geschäft. Obwohl Dr. Pepper im Süden der USA, vorallem Texas, mehr Einheiten als Coca Cola verkaufen kann ist die Firmengeschichte ein ständiges auf und ab gewesen. Schließlich wurde es vom britischen Süßigkeitenriesen Cadbury im Jahr 2008 wieder eigenständig an die Börse gebracht. Anfangs sah das Vorhaben aus Dr. Pepper wieder ein eigenständiges Unternehmen zu machen gar nicht gut aus. Dr. Pepper bekam beim Weg in die Selbstständigkeit einen riesigen Berg Schulden mit auf den Weg und die Lizensen des Produktportfolios gelten nur für Amerika, nicht aber für die wichtigen Märkte Europa und Asien.

Was ist das heutige Geschäftsfeld der Dr. Pepper Snapple Group [DPS]
DPS Produkte
DPS vermarktet verschiedene Getränke in den USA, Kanada, Mexiko und der Karibik. Dabei werden die Getränke entweder in eigenen Anlagen abgefüllt oder das Konzentrat an selbständige Abfüller verkauft. Das Konzentrat wird wie bei der Konkurrenz auch an Restaurantketten

wie Burger Kind geliefert. Aber nicht nur Dr. Pepper wird von der DPS vertrieben. Auch die bekannte Marken wie Schweppes oder 7 Up gehören zum Portfolio. Zudem ist DPS auch ein ganz dicker Fisch im Fruchtsaft Geschäft mit der Marke Snapple. Man muss also nicht befürchten dass mehr Gesundheitsbewusstsein die Firma schädigen würde.

Wachstumschancen

Dr. Pepper schafft es seit Gründung auch den Norden und die Küsten der USA zu erobern. Ein wichtiger Meilenstein war ein 2009 geschlossener Deal mit McDonalds, die Restaurantkette hat Dr. Pepper inzwischen Landesweit im Sortiment.

Ein weiterer großer Wachstumshemmer waren schon immer die geringe Kapazität von eigenen Abfüllanlagen außerhalb der Südstaaten. Dieses Problem wurde in zwei riesigen Abfülldeals mit Konkurrent Coca Cola und Pepsi nun gelöst, was die Schulden sofort auf erträgliches Niveau senkte. Coca Cola und Pepsi versuchten zwar mit geschmacksähnlichen Produkten lange Dr. Pepper auszustechen; gelungen ist dies aber nie. So hat die Konkurrenz aufgegeben und füllt jetzt selbst Dr. Pepper in Lizenz ab.
Als Marktführer für Getränke mit Fruchtgeschmack, mit mehr oder weniger echten Früchten, hat DPS gute Chancen auf dem US-Markt. Der Bedarf an Cola, Fanta und den übrigen Softdrinks ist schon lange gedeckt. Der Markt für Säfte und Getränke mit Geschmack wächst dagegen fleißig weiter. Starke Marken wie das Ingwergetränk Canada Dry wachsen seit Jahren zweistellig. Großes Wachstum in einem Markt wie den USA zu erwarten ist aber wohl übertrieben, da die Konkurrenz auch über starke Marken und hohe Werbebudgets verfügt.

Finanzielle Situation von DPS

Schuldenentwicklung DPS

Die Situation der Schulden ist unter Kontrolle und man ist in der Lage diese zu senken. Zwar wird der Schuldenabbau nicht mehr so schnell voran gehen wie am Anfang, doch bin ich durch den positiven Cashflow und das Zyklusunabhängige Geschäftsfeld zuversichtlich, dass die Schulden kein großes Problem mehr werden.

Jahresüberschuss

Wie sich zeigt ist das Unternehmen nach der Gründung 2008 sofort auf die Beine gekommen. Leider haben sich die gesteigerten Rohstoffkosten auch hier bemerkbar gemacht, einen Nachteil den die Konkurrenz auch hat.

Zukunftsaussichten für Aktionäre

Zuerst wirken diese gar nicht so berauschend. Im Vergleich zu Pepsi und Cola ist man von Wachstumsmärkten wie Asien ausgeschlossen, da die Lizenz für Dr. Pepper und Schweppes dort anderen Unternehmen gehört. Wie bewegen uns also in einem gesättigten Getränkemarkt mit einer starken Konkurrenz.

Dafür ist auch das Risiko nach unten begrenzt. Die Marken in den USA sind alle seit Jahrzehnten oder gar schon seit dem 19. Jahrhundert eingeführt, wer also eine gute Marke besitzt sitzt auch fest im Sattel.

Aktienrückkauf 2010 und 2011

Die Gewinnaussicht für den Aktionär liegt bei DPS nicht im starken Wachstum sondern in der Verwendung des erwirtschafteten Geldes. So wird dieses zum Rückkauf von Aktien im großen Stil genutzt, was den Gewinn pro Aktie enorm steigert.

Gewinn pro Aktie

Der starke Cashflow soll auch weiterhin zum Rückkauf von Aktien eingesetzt werden. Was schon in der Vergangenheit zu einer kontiniurlichen Steigerung des Gewinns pro Aktie geführt hat.

Das Management hat ganz klar das Ziel ausgegeben das erwirtschaftete Geld in Aktienrückkäufe und Dividenden zu stecken. So sieht man, dass bei gleich bleibenden Gewinnen der Gewinn für den einzelnen Aktionär immer größer wird.

Dividendenentwicklung DPS

DPS, ein Wert für das langfristige Dividende Depot

Dr. Pepper Snapple Group [ ISIN US26138E1091 ] ist ein tolles Unternehmen geworden. Das Management war sofort in der Lage die Schulden deutlich zu senken, neue Absatzwege zu erschließen und Abfüllverträge mit der Konkurrenz zu schließen.

DPS bewegt sich mit starken Marken in einem Markt, in dem sich die Getränkekonzerne miteinander abgefunden haben. Vielleicht wird der Gewinn in Zukunft nie starkes Wachstum verzeichnen; dafür wird die Dividende weiter wachsen. Das Konzept ist ganz einfach: gleicher Gewinn auf immer weniger Aktionäre macht einen höheren Gewinn pro Aktie. Ein einfaches und geniales Konzept, welches in dieser Branche gut funktioniert und funktionieren wird.

Die Aktie ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,15 fair bewertet, viel tiefer fällt es bei solchen Firmen in der Regel nie. Die Dividendenrendite für das kommende Jahr liegt bei ca. 3,6 %. Kaufen und liegen lassen und sich in ein paar Jahr über saftige Dividenden freuen. Tip: Kaufen sie sich bei ebay einmal eine richtige Dr.Pepper aus der Dose.

2 Gedanken zu “Dr. Pepper – Gewinnt immer mehr die Herzen der Aktionäre

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  2. Pingback: Aktien Rückkäufe – I’m loving It… | Der Value Blog

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