Kennzahlenvergleich Eisenbahnen – Teil 2

nachdem wir in Teil 1 die ersten 2 Unternehmen kurz betrachten konnten, vervollständigen wir die Kurzvorstellung heute. Leider funktionierte das Einfügen nicht immer. Das Problem bei Computern sitz in der Regel ja zu 90% zw. Tastatur und Rückenlehne, diesmal liegt leider wirklich an der Technik. Anstatt Bilder/ Grafiken habe ich die entsprechenden Links eingefügt.

In den USA existieren neben der 2009 von Warren Buffet übernommenen Burlington Northern Santa Fè (BNSF) die noch zu habenden Union Pacific, CSX, Norfolk Southern, sowie die deutlich kleinere Kansas City Southern und die Genesee & Wyoming.

Union Pacific ist die größte Gesellschaft im Vergleich. UP beschäftigt ca. 42.600 Mitarbeiter und betreibt 8.500 Lokomotiven auf 32.100 Streckenmeilen. Der Sitz ist in Omaha/ Nebraska. Die UP war eines von 2 Unternehmen, das 1862 durch Abraham Lincoln den Auftrag erhielt eine transkontinentale Linie zu bauen, die Omaha in der Mitte der USA mit Sacramento an der Westküste verbindet. Ihr Streckennetz erstreckt sich über die westliche Hälfte der USA und überschneidet sich häufig mit dem der BNSF, was die beiden zu Hauptkonkurrenten macht.

Frachtmix UP

Netz UP

CXS ist eine von 2 großen Gesellschaften, die an der Ostküste der USA ihre Netze betreiben. Das Netz über 21.000 Meilen erstreckt sich die komplette Ostküste von Kanada bis in den Süden Floridas und im Landesinneren von New Orleans bis nach Chicago. CSX beschäftigt ca. 31.200 Mitarbeiter und unterhält 4.400 Lokomotiven.

Frachtmix CSX

Map CSX:

https://www.csx.com/index.cfm/customers/maps/csx-system-map/

Die andere große Gesellschaft an der Ostküste ist die Norfolk Southern Railway. Das Unternehmen entstand als sich die beiden kleineren Unternehmen Southern Railway und Norfolk Southern Railway zur Fusion genötigt sahen, da die zunehmende Konzentration der Ostküstenlinien die CSX hervorgebracht hatte. Ihr Streckennetz ist daher nahezu identisch mit dem der CSX. NS unterhält 4.350 Lokomotiven und beschäftigt ca. 30.500 Menschen auf 20.000 Meilen.

Frachtmix NSNetz NS

Kansas City Southern betreibt ein 6.000 Meilen langes Streckennetz in der Landesmitte von Chicago im Norden über New Orleans und Texas bis nach Mexiko. KCS setz dazu 1.050 Lokomotiven und 6.700 MA ein. Die Gesellschaft ist nach der UP und CPR der dritt-älteste Bahnbetreiber unter den großen Unternehmen, KSC geht auf das Jahr 1887 zurück.

Frachtmix KSC

Map Kansas City:

http://www.kcsouthern.com/en-us/why-choose-kcs/network-map1

Gänzlich anders ist die Genesee & Wyoming bezüglich ihres Netzes. Im Gegensatz zu den anderen Unternehmen betreibt sie nicht ein nationales Streckennetz mit starker Konzentration innerhalb einer Region, sondern über das ganze Land verteilt viele, kleine Strecken. Des Weiteren unterhält sie Linien in Kanada, Großbritannien und Australien.

Umsatz Genesee&Wyoming Frachtmix Genesee&Wyoming

Map Genesee&Wyoming:

https://www.gwrr.com/operations#center[]=19.973349¢er[]=-162.275394&zoom=5

 

Im nächsten Teil werde ich nun einen Blick in die Zahlen werfen. Ich richte den Blick dabei auf folgende Zahlen:

  • Umsatz
  • Gewinn
  • Gewinn/ Aktie
  • Dividende/ Aktie
  • Payoutratio
  • Aktien im Umlauf
  • Eigenkapitalrendite
  • Gesamtkapitalrendite
  • Eigenkapitalquote
  • Umsatzrendite
  • Verzinsung der einbehaltenen Gewinne
  • Operation ratio

3 Gedanken zu “Kennzahlenvergleich Eisenbahnen – Teil 2

  1. Hi David,

    kannst du das Gearing mit dazu nehmen? Ansonsten hast du nur erfolgsbasierte Kennzahlen. Bei einem zyklischen Geschäftsmodell sollte die Verschuldung konservativ sein, aber die EK-Quote schlüsselt das nicht genau genug auf.

    Der Frachtmix ist sehr unterschiedlich. Gibt es eine bestimmte Aufteilung die du bevorzugst, oder ist das kein Kriterium?

    • War vor ein paar Jahren auch an den Eisenbahnen dran und habe da auch schöne Gewinne gefahren.

      Im Moment verfolge ich den Sektor jedoch nicht.

      Es gibt hier wohl immer noch zwei interessante Storys:

      -Ausbau des Panama-Kanals und damit mehr Fracht, die von den Ost-Küsten Häfen verladen wird.

      -Der Transport von Fracht aus Mexiko (viel Industrie (Automobil. etc.) siedelt sich ja aktuell im günstigen Mexiko an, um dann nach Kanada und die USA zu liefern. Hauptprofiteure dürfte Union Pacific und Kansas City Southern sein.

      Ein interessanter Wert dürfte aufgrund der Substanz auch die kleine Providence & Worcester Gesellschaft sein. Da hält aber ein Großaktionär noch seine Hand drüber. Der Wert dürfte aber beim Verkauf aufgrund von versteckten Werten einiges mehr wert sein.

      Gruß Ulrich

  2. Hallo Mafir,

    das nehme ich mit rein, guter Hinweis!

    Eine bestimmte Aufteilung bevorzuge ich nicht, im Sinne von min. x% hiervon und min. x% davon. Eine zu große Abhängigkeit von einem Bereich sollte vermieden werden, gerade wenn er zyklischer als die anderen ist.
    Man sollte sich beim Umsatzmix eher bewusst sein, auf welche Kundengruppen/ Branchen für das Unternehmen von welcher Bedeutung sind.

    Gruß
    Valueer

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