Stabile Einnahmen aus Wasserkraft – 5,1% Ausschüttung, noch recht günstig

Brookfield Renewable Energy Partners LP.

Woher bekommt man den überhaupt noch eine Rendite auf sein Geld? In den letzten Jahren hat sich hier für Kleinanleger eine weiter Chance aufgetan, die aufgrund der niedrigen Zinsen, durchaus attraktiv erscheint.

Es geht dabei um das Feld der alternativen Anlageformen. Früher gab es Gold, Aktien, die eigenen vier Wände (die drei Speichen) und eben Spareinlagen auf der Bank. Der Begriff alternative Anlagen ist eigentlich auch nichts wirklich ganz neues. Es geht dabei darum, dass man sich an einer Investition in Infrastruktur oder Immobilien beteiligt…

Das es immer mehr Fonds und andere Anlageformen zum Thema gibt – resultiert wohl zum einen daraus, dass diese Anlageform noch relativ gute Renditen (bei oft recht hoher Sicherheit) verspricht und zum anderen viele Staaten sehr klamm sind und immer mehr ihrer Infrastruktur verscherbeln und dann zurück pachten.

Wie verantwortungsbewusst/los dies von Seiten der Politik ist … anderes Thema…

Eine solche Anlageform möchte ich heute hier vorstellen. Es geht um Anteilsscheine an Brookfield Renewable Energy Partners LP. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich nicht um einen Fond und auch nicht um eine Aktie, sondern um eine angelsächsische Kommanditgesellschaft.

Man wird mit dem Kauf des Anteils also zum beschränkt haftenden Kommanditisten. Der Komplementär wäre in diesem Fall die kanadische Firma Brookfield Asset Management.

Was macht Brookfield Renewable Energy Partners ( BEP )?Wasserkraftwerk der Brookfield Renewable Energy

Brookfield Renewable betreibt Wasserkraftwerke und Windparks. Wobei der Hauptfokus mit 81% Anteil auf der Wasserkraft liegt. Dies finde ich persönlich ganz gut, da Wasserkraft die effizienteste regenerative Energiequelle ist und daher wohl am wenigsten von Subventionsänderungen beeinflusst wird. Der Hauptfokus des Geschäfts liegt derzeit auf Nordamerika und in geringerem Maße auf Europa und Brasilien.

Brookfield, der Name steht für Erfolg

Die Geschichte des Master Partners ( Komplementär ) Brookfield reicht über 100 Jahre zurück und Wasserkraft war schon immer in Brookfields Kompetenzbereich. Die Firma hat also eine lange und erfolgreiche Geschichte auf dem Gebiet und so ziemlich alles, was die Firma in den letzten Jahren angepackt hat, war sehr erfolgreich.

Dies ist natürlich die Vergangenheit und nicht die Zukunft.

Was ist zu erwarten?

Das Management peilt eine Steigerung der Ausschüttungen von 5 bis 9% pro Jahr an. Dies ist natürlich keine Garantie und hängt davon ab, wie sinnvoll das Management in seine Anlagen investiert oder zukauft. Da die aktuelle Ausschüttung (Distribution) an Anteilsschein-Besitzer aber bei aktuell 5,1% liegt, klingt das ganze natürlich sehr verlockend.

Verlockend und doch „recht“ sicher

Das schöne an Brookfield Renewable Partners (BEP) sind die recht berechenbaren Cash-Zuflüsse. Dies gründet sich darauf, dass der zukünftig erzeugte Strom -größtenteils- bereits langfristig vertraglich verkauft ist. Brookfield Renewable hat dabei Abnahmeverträge – durchschnittliche Dauer 18 Jahre ! – mit großen Industrieunternehmen, Netzbetreibern und Regierungen im Kasten.Brookfield Renewable Contract Profile, langfristige Abnahmeverträge

Dies bietet dem Anleger natürlich enorme Sicherheit und macht das Investment wohl zu einem Low-Risk-Investment. Zudem ist in den Verträgen eine Inflations-Klausel enthalten, die einen hier ebenfalls absichert.

Zum Vertragsprofil auf das Bild (rechts) klicken.

Vertrauenserweckende Finanzierung

Brookfield Renewable Energy Partners ist kein Reit. Dies merkt man schon daran, dass die Bilanz nicht mit Verbindlichkeiten aufgebläht ist. Dies bietet natürlich Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist aber ganz klar, dass BEP eben auch wesentlich weniger Risiko besitzt durch ein paar schlechte Quartale zusammenzubrechen.

Wir haben bei BEP langfristige Verbindlichkeiten von 6,8 Milliarden US$ und Steuerverbindlichkeiten von 2,3 Milliarden US$. Die Gesamtbilanz umfasst dabei 18,6 Milliarden US$ und beinhalten mit 17,4 Milliarden US$ eben die Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen. Da dies Vermögenswerte sind, die durch die oben angesprochen Versorgerverträge sehr robust sind, ist das Risiko also von der Finanzierungsseite als gering einzustufen.

Das Eigenkapital der Unit-Holder von 2,762 Milliarden $ wirkt ein wenig sehr niedrig. Dies ist aber wohl auch darauf zurückzuführen, dass der General Partner ( ähnlich dem deutschen Komplimentär ) ebenfalls Limited Units besitzt und diese als extra Eigenkapital-Position aufführt.

Die Bewertung

Eine Anlage wie BIP darf man natürlich nicht bewerten wie eine normale Aktie. Das angezeigte KGV verzerrt hier völlig, da regelmäßige Abschreibungen auf die Anlagen natürlich den ausgewiesenen Gewinn erheblich schmälern.

Bewerten würde ich ein solches Unternehmen am Free Cash Flow ( wieviel Geld ist am Ende wirklich für Ausschüttungen zur Verfügung).

Wir haben also eine Distribution/Ausschüttung von 5,1% pro Jahr (Kurs 30US$). Dies sind circa 65% des wohl langfristig zu erwartenden Free Cash Flows der bestehenden Anlagen. Also käme ich auf eine Kurs/Free Cash Flow Verhältnis von circa 13.

Dies halte ich im aktuellen Marktumfeld, vor allem in Hinsicht auf das erprobte Management und die Sicherheit des Geschäftsmodels, für günstig.

Fazit

Natürlich ist kein Investment 100% sicher. Aber bei der Investition in Wasserkraft, mit gutem Management und sehr sicherer Ertragslage sollte wenig schief gehen.

Natürlich haben wir es bei Brookfield Renewable Energy Partners [ WKN: A1JQFZ / ISIN: BMG162581083] mit einem aktiven Management zu tun, welches auch mal Anlagen verkauft oder zukauft. In der Vergangenheit war das Timing immer sehr passend und es konnten dadurch gute Ergebnisse erzielt werden. Es ist aber natürlich möglich, dass auch diese Branche einmal in einen Kaufrausch verfällt und überteuert kauft und so Werte vernichtet.

Erwähnt wird, dass gerade Papiere mit hohen Ausschüttungen mit dem Zinsniveau fallen oder steigen.

Zur steuerlichen Belastung der Ausschüttungen

Habe mir selber ein paar Anteilsscheine ins Depot gelegt und werde zur Steuerlast Auskunft geben, wenn es zur meiner ersten Ausschüttung (Ende Dezember) kommt. Das Unternehmen ist nämlich in Kanada und den USA gelistet (kann auch an deutschen Börsen erworben werden) und sitzt rechtlich auf den Cayman Islands. Daher lasse ich mich jetzt selbst mal von dem angerechneten Steuersatz überraschen und werde danach über mein weiteres Vorgehen nachdenken.

Falls jemand Erfahrung mit der Besteuerung hat, dann bitte Bescheid sagen.

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