AGCO Corp – diese Landmaschinen-Aktie wird noch ganz groß!

Ich glaube, dass in 10 Jahren mehr Menschen Cola, Sprite, Fanta und Vio Mineralwasser trinken und dies (wahrscheinlich) zu einem höheren Preis als jetzt. Natürlich wird es dabei für Coca Cola einige Probleme geben. Es werden eventuell neue Süßstoffe (Stevia?) gefunden werden müsssen, es wird politische Krisen geben und Währungsschwankungen und verregnete Sommer.

Mit Landmaschinen wird es ähnlich sein. McDonald’s, KFC und eine wachsende Mittelschicht in China und Brasilien werden mehr Fleisch benötigen und so den Bedarf an Getreide, Kartoffeln und Mais exponentiell nach oben treiben

Im Moment melden die Landmaschinenhersteller zwar sinkende Umsätze, weil durch die fallenden Getreidepreise der Investitionswille von Landwirten gesunken ist. Aber dies ist eben wie bei Coca Cola der verregnete Sommer – eine temporäre Erscheinung.

AGCO Corp. ( Allis-Gleaner Corporation), mit dem früheren Religionslehrer Martin Richenhagen (den man vor der Europawahl in einer deutschen Talkshow -in Diskussion mit Martin Schulz- sehen konnte) – ist so eine Firma mit dem langfristigen Trend hinter sich…

…Die Aktie eines Unternehmens nahe am Buchwert, welches ein Realwirtschafts-Model verfolgt und langfristig profitabel ist. Das ist meistens im Rückblick ein Schnäppchen gewesen.

Zum Buchwert gibt es ein weltweites Distributionsnetz und mit Fendt-Traktoren, Massey Ferguson und Co. zumindest starke regionale Marken.

Zum Buchwert

Der Buchwert der AGCO Corp. Aktie liegt bei 43,26$ (Stand 30. Juni 2014).
AGCO Corp. Bilanz 2014 quartal 2
Wie wir in der Bilanz (auf der rechten Seite klicken) sehen können ist diese sehr gesund. 979,2 Millionen Dollar an langfristigen Schulen bei 323 Millioen $ an Barmitteln und 1,233 Milliarden $ an cash-ähnlichen Geldanlagen.

Sollte die Unternehmensleitung also nicht gravierende Fehlentscheidungen treffen, dann ist der Buchwert pro Aktie sehr, sehr sicher und damit ein starkes Unternehmen. Historisch gesehen hat AGCO übrigens den Buchwert pro Aktie seit 2004 von 15,75$ auf die heutigen 43,26$ gesteigert.

Auch wenn ich nicht weiß, ob die nächsten Jahre für die Firma ähnlich gut verlaufen, schlafe ich besser mit einem disziplinierten „value-orientierten“ Management.

Übrigens hat AGCO auch letztes Jahr (eine noch kleine) Quartalsdividende gestartet und Ende 2013 ein 500 Millionen Dollar Aktienrückkaufprogramm (das schon läuft) genehmigt. Die nahe Zukunft ist volatil, am Horizont scheint die Sonne.

Wie entwickelt sich das Geschäft?

Umsätze schrumpfen, die Produktion wird zurückgefahren. Der Rückgang ist bei anderen Landmaschinenherstellern wie John Deere ebenfalls zu beobachten. Es handelt sich also um ein branchenweiten Nachfragerückgang, wie er in zyklischen Branchen eben normal ist. Mehr dazu zu sagen ist an dieser Stelle nicht nötig. Menschen werden in Zukunft sicherlich wieder Landmaschinen kaufen.
AGCO Gewinn pro Aktie , EBITDA pro Aktie, Umsatz pro AKtie langfristig, AGCO Corp. stock long time growth
AGCO ist in den letzten 10 Jahren stark gewachsen. Ob sich der Gewinn pro Aktie in 10 Jahren wieder verdreifacht hat, das weiß ich nicht. Es ist ein Zykliker und hat nach den hohen Soft-Commodities-( Agrarrohstoffe )-Kursen der letzten Jahre einen ordentlichen Nachfrageboom erlebt, daher von mir aus kein Prognosen.

Übrigens gab es in den 10 Jahren keine Aktienrückkäufe (die Zahl der Aktien ist sogar leicht gestiegen) und daher haben wir es offensichtlich mit einem langfristig sehr profitbalen Geschäft zu tun.

Heute haben wir mit der AGCO Aktie also folgende Eckdaten

AGCO Corporation Aktie (am 03.September 2014)

Kurs 48,32 $
Marktkapitalisierung 4,53 Milliarden US$
Eigenkapital 4,06 Milliarden $
Enterprise Value 5,48 Milliarden US$
Kurs / EBITDA pro Aktie (2013) 4,21*
Kurs / Gewinn (KGV) 8,04
KGV für 2014 ( Management-Schätzung) 9,66
Branche Landwirtschaftsmaschinen
WKN 888282
ISIN US0010841023

Fazit

AGCO und John Deere beobachte ich schon eine ganze Weile und zögere und zögere (und hab mir heute Abend eine erste Position AGCO Aktien gekauft). Es ist wie immer – man fürchtet noch bessere Einstiegskurse. Aber so nahe am Buchwert in einem Geschäft mit langfristig so guten Wachstumsaussichten und dauerhafter Profitabilität – in ein paar Jahren werden wahrscheinlich ein paar Dollar mehr oder weniger am Resultat wenig ändern.

Natürlich ist AGCO nicht John Deere und es ist bekanntlich immer ein paar Dollar mehr wert den Marktführer zu kaufen, der international über den besten Ruf, Distributionsnetz und Markennamen verfügt. Dennoch gibt es wohl für AGCO gerade in Afrika, Indien und Südamerika gewaltige Chancen mit Produkten, die eben einen niedrigeren Preis als Deere-Gerätschaften haben.

AGCOs Russland-Investments halten sich übrigens mit einer (erst zum Teil bezahlten) Investition von 100 Millionen Dollar in starken Grenzen. AGCO ist übrigens auch an einem führenden indischen Landmaschinenhersteller Kreuz-Beteiligt und damit sind hier auch Wachstumsphantasien realistisch.
FENDT Traktor in Action , AGCO Corp
Übrigens hat AGCO nicht nur einen deutschen Chef, sondern produziert seine Fendt-Traktoren auch in deutschen Werken. Fendt ist in Deutschland übrigens Marktführer bei Traktoren über 51 PS.

Persönlich halte ich die Herstellung von Landmaschinen für das bessere Geschäft als die Herstellung von Automobilen. Allein was man durch die kleinere Zielgruppe an Werbemilliarden spart – fantastisch 🙂

-Der Autor (Ulrich) besitzt Aktien der AGCO Corporation-

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