Wendy’s Burger – Fast Food Kette unter innerem Wert!

Wendy’s ist eine Burgerkette aus den USA. Sie besitzt zwar ein paar international Zweige – bleibt aber zum größten Teil eine U.S.-Play. Die Aktie ist mir auf amerikanischen Website schon ein paar mal über den Weg gelaufen, wirklich plausibel konnte mir die Story aber niemand machen. Eine Burger Kette mit einem für 2015 geschätzten KGV von knapp über 21 und einer Dividende von 2,5% – hm… bisschen mehr muss da schon kommen.

Da muss doch mehr drin sein!

Natürlich gab es bei der Aktie von „The Wendy’s Corporation“ einen ersten Kontaktpunkt, der die Sache dann für mich doch interessanter machte und dies ist die Marktkapitalisierung im Vergleich zur Peer-Group…

(Stand Anfang 2014) McDonald’s (MCD) Burger King (BKW) Wendy’s (WEN)
Restaurantanzahl ~35000 13667 6657
Marktkapitalisierung 98,6 Mrd.$ 9,17 Mrd.$ 3,1 Mrd.$

 

Ok, es gibt auf der Welt also mehr als fünfmal so viele McDonald’s Niederlassungen als Wendy’s Burgers. Aber die Marktkapitalisierung ist fast 32-mal so groß. Dies gibt zu denken. Zusätzlich sollte nämlich noch bedacht werden, dass sich die Wendy’s Restaurants fast alle in den USA oder andere Ländern mit sehr hohen Durchschnittseinkommen wie Kanada befinden. Bei McDonald’s befinden sich inzwischen aber viele tausend Filialen in Ländern mit wesentlich niedrigeren Einkommen, daher dürften diese auch in der Profitabilität hinterherhinken.

Natürlich ist mir bewusst, dass das durchschnittliche McDonald’s Franchise wesentlich profitabler ist als zum Beispiel ein Burger King Franchise (in den USA wird beim durchschnittlichen McDonald’s vom Faktor 2 ausgegangen).Wendy's Burger Chain Logo, fast food emblem von wendy's old fashioned burger laden

Dennoch ist Wendy’s ein 45-Jahre altes Fast-Food-Haus mit bereits etabliertem Markennamen, der mir nach längerer Recherche im Internet nicht ramponiert vorkommt. Generell scheint der Kunde die Zutaten-Qualität und den Service sogar besser als beim Marktführer McDonald’s einzuschätzen. Dies drückt laut eigener Aussage des Managements auch auf die Gewinnmargen, aber dennoch – die Marktkapitalisierung ist um soviel geringer, dass sich hier vielleicht doch noch einiges an Wert herauskristallisiert.

 

Refranchising (Der Schatz wird gehoben)

 

McDonald’s und Burger King haben es erfolgreich vorgemacht. Ein relativ gutes Modell für konstante Geldzuflüsse bei bekannten Namen ist der Verkauf von Filialen an Franchisenehmer. Dies hat langfristig den Vorteil, dass Kostenfaktoren verschwinden. Man muss sich nicht mehr um Gebäude, Arbeitsverträge usw. kümmern und verdient auf der anderen Seite dennoch über fixe Franchisegebühren oder eine Umsatzbeteiligung. Zudem wird das Geschäft weniger volatil, was die Planbarkeit und Kreditwürdigkeit verbessert.

Aktuell ist Wendy’s dabei seine Filialen also an Franchisenehmer zu verkaufen. Es befinden sich in der Bilanz aktuell fast 1,2 Milliarden Dollar an Gebäuden und Grundstücken im Aktiva – ein Großteil davon sind die über Amerika verstreuten Restaurants. Nun könnte man simpel sagen: Bei 3Mrd. Dollar Marktkap. könnte allein durch diesen Gebäudeverkauf schon durch Aktienrückkäufe oder Dividenden eine 30% bis 40% Rendite entstehen.

Wenn die Gebäude und Grundstücke an Franchisenehmer verkauft werden, dann bleiben dennoch ein großer Teil der Gewinne erhalten. Aktien werden in der Regel nach Gewinnen bewertet und ob die Gebäude jetzt in der Bilanz stehen oder nicht wird beim Kurs keine große Rolle spielen.

Das die ganze Geschichte so ablaufen wird ist sogar recht wahrscheinlich. Im Frühjahr gab es bereits folgende Ankündigung „Beginning today, the Dublin fast-food company is offering to pay shareholders between $8.50 and $9.25 for each of their shares, spending up to $275 million for about 8 percent of its outstanding shares.

Die 275 Millionen Dollar sind genau der Betrag, der in den Monaten davor durch den Verkauf von Filialen an Franchisenehmer eingenommen wurde.

Allein dieser Umstand würde das KGV von 21 als teuer folglich relativieren, wenn allein durch das Refranchising im Laufe der nächsten Jahre über eine Milliarde an freiem Cash entsteht und dieser für sinnvolle Rückkäufe oder Dividenden genutzt wird.

 

Auf dem Weg zur (größeren) Profitabilität

Wendy’s konnte in den letzten beiden Jahren recht gute Daten abliefern und hat auch recht vielversprechende Pläne für die Zukunft. Einige Positivaspekt:

  • Es gibt kein rasantes Wachstum, aber die Firma ist nicht auf dem absteigenden Ast . Die Same-Store-Sales ( Umsatzwachstum bereits bestehender Niederlassungen) ist in den letzten 3 Jahren positiv gewesen.
  • Umsatzwachstum bestehender Restaurants (Nord-Amerika)

  • 2011
  • 2012
  • 2013
  • Wendy’s
  • 1,90%
  • 1,60%
  • 1,80%

Diese Zahlen sind nichts wirklich tolles. Es gab aber ein paar Erfolg mPretzelburger, Bretzelburger von Wendy's Bild von Cheesburgerit Produktinnovationen wie dem „Pretzel Burger“ und es sind bereits weitere Aktionen geplant. Man sollte daran denken, dass Wendy’s ein wenig höherpreisig als McDonald’s ist und in den letzten Jahren das ganze Geschäft sehr preissensitiv war. Wenn Wendy’s sich also die letzten Jahre besser als McDonald’s schlagen konnte, dann dürfte bei einer besseren Konjunktur für Wendy’s noch einiges drin sein.

Das Geschäft steht, jetzt muss nur noch feinjustiert werden

(in Mio.$, gerundet) 2012 2013
Umsatz (eigene Läden) 2198Mio$ 2166
Franchisgebühren 307 322
Umsatz (Gesamt) 2505 2487
Operativer Gewinn 123 135
-Zinsaufwendung 99 69
Ergebnis 7,09 45,5Mio$

 

Natürlich sollte sich der Wendy’s Interessierte noch mehr Zahlen anschauen. Dennoch zeigt die kleine Aufstellung schön was bei Wendy’s mit Feinschliff und mehr Umsatzverlagerung ins Franchisesystem möglich ist. Wendy’s ist bereits eine große Kette, es fehlt hier lediglich das Feintuning an den Zahlen, um große Gewinne zu machen. Sieht für mich nach einem ziemlich erfolgreichen Turnaround aus, wenn man sich die Zahlen der letzten Jahre anschaut.

Was unterm Strich hängen bleibt dürfte sich in den nächsten Jahren noch stark steigern. Vor allem, da es durch neues Logo und Ladenkonzept einiges an Mehrkosten im Marketing gibt und dies nach der Etablierungsphase zurückgehen (habe irgendwo noch genaue Zahlen – wird nachgereicht ).

Die durchschnittliche Analystenschätzung geht von über 18% Gewinnsteigerung pro Aktie über die nächsten 5 Jahre aus (Quelle: yahoo.com).

Fazit

Die Aktie der „The Wendy’s Company“ (WKN A1JB8H / ISIN US95058W1009 / WEN) wirkt wie ein überteuerter Wert mit seinem hohen KGV.

Allein durch die Einnahmen durch das Refranchising (siehe oben) kann man dieses aber wohl um 30 bis 40 % reduzieren.

Dann zeigt sich ein anderes Bild. Ein bereits etablierter Fast Food Player mit gutem Ruf, Umsatzwachstum, fähigem Managementteam und fast 20% mittelfristig prognostiziertem jährlichen Gewinnwachstum. Die Bilanz wirkt auf mich recht solide mit circa 600 Mio $ an Barmitteln.

Dividende gibt’s übrigens auch bereits quartalsweise. Beim aktuellen Kurs von 8,50$ liegt die Dividende bei aktuell 2,4%. Die Chance steht gut, dass Wendy’s bei den Margen bald stark zulegen wird. Selbst wenn man nicht an McDonald’s herankommen sollte wirkt eine derart große Fast Food Kette mit gutem Ruf bei 3 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung viel zu günstig.

Plus: Der Kurs der Wendy’s Aktie liegt aktuell bei 8,50$. Wendy’s Management hat im ersten Quartal Altaktionären das Angebot gemacht Aktien zu einem Preis von 8,50 bis 9,50$ zurückzukaufen.

Wendy’s Großaktionäre und Direktoren sind Investmenthaie (Nelson Pelitz) und wissen wohl ganz genau, dass der aktuelle Kurs einiges unter dem zukünftigen Wert liegt.

8 Gedanken zu “Wendy’s Burger – Fast Food Kette unter innerem Wert!

  1. In so einem Ding sass ich sogar schon ein-zweimal drin als ich in den staaten war. ganz gemütlich, so mischung zwischen steakhouse und „wie bei muttern“. zumindest gemütlicher als bei mcdonalds. die sind alle „teuer“ diese unternehmen weil sie so „sicher“ sind. wenn die aktie billiger als mcdonalds ist ist das schon „argument“ genug für ein invest :). richtig billig wirds vermutlich nie werden. wobei vor ein paar jahren war ja mal etwas mit irgendwelchen hedgefunds bzw. grossinvestoren die den laden aufmischen wollten (ich hab ehrlich gesagt nicht mal den kurs der letzten jahre angeschaut bevor ich hier schreibe), vielleicht hatten die „richtig“ billig gekauft. ach so.. noch ne anmerkung zu den usa.

    die usa haben jetzt öl/gas umsonst bis der arzt kommt (shale, shale, shale). sind nach wie vor eines der reichsten länder der welt. die usa gibt mehr für rüstung aus als die nächst grösseren 7 staaten zusammen (ja, richtig.. china, russland, indien, deutslchand, frankreich, uk geben ZUSAMMEN nicht soviel aus wie die usa), die usa hat die besten unis, die usa wächst noch sehr, sehr stark bevölkerungstechnisch im vergleich zu deutschland. und die usa sind „echte“ kapitalisten und nicht so heimlich verkappte kommunisten/sozialisten wie bei uns …

    kurzum .. ein paar solide investments in den usa gehören in jedes depot

    wal-mart ist nach wie vor nicht teuer … usw…. schöner artikel. danke.

    dieser blöde alte spruch „never short the usa“.. stimmt leider so noch ein bisschen für die nächsten 50-100 jahre und wohl auch darüber hinaus

    • Hey, denke Wendy’s ist sogar ziemlich günstig. Wie gesagt 600 Mio Cash, dann werden die Buden an die Franchisenehmen verkauft für über ne Milliarde.

      Das ist dann schon mehr als die halbe Marktkap an freigelegtem Cash. Ist ein guter Play.

      Die USA würd ich auch nicht shorten. Dieses Gerede vom Abstieg der USA ist wohl europäisches Minderwertigkeitsgefühl.

      Die US-Bevölkerungs wächst, sie haben günstige Energie und sind militärisch und ökonomisch klar führend. Meiner Meinung nach ist es viel einfacher einen Laden(Land) am Laufen zu halten, wenn die Bevölkerung wächst. Eine schrumpfende Bevölkerung lässt viele Herausforderungen enstehen und wenn ich sehe wie Deutschland in den letzten Jahrzehnten die Einwanderung und Integration gehandled hat…

      Bin mir mit Deutschland wesentlich unsicherer. Habe hier selbst so ein paar „Weltmarktführer“ aus dem Mittelstand in der Umgebung. Aber ehrlich Ventilatoren und Co.; das werden die Chinesen und Mexikaner auch können und das mit wesentlich weniger Energiekosten.

      Bin aber auch der Meinung, dass China so nicht weiterwachsen wird. Dieses enorme Wachstum kam da aus Infrastrukturmaßnahmen und weil Leute von der Landarbeit in die Fabrikation gegangen sind. Aber so Prozesse gehen nicht ewig. Die USA sind für mich der sicherste Play in Sichtweite und ich denke, dass der Euro abwerten wird. Ein derart starker Euro gegen Yen und Dollar, das geht nicht gut für viele Euroländer. Das wird notfalls irgendwann mit politischem Willen hintenrum durchgedrückt, dass die EZB Maßnahmen ergreift.

      In Wendy’s sehe ich das große Potential hier on the cheap einen langfristig tollen stabilen Dividendenwachstumswert zu bekommen.

      Cola, Burger und diese täglichen Sachen, die sind halt wenig spannend. Aber wenn man sich mal die Historien ansieht. Wenn man als Aktionär konsequent in McD und so investiert hat über Jahre… $$$

  2. „Aktien werden in der Regel nach Gewinnen bewertet und ob die Gebäude jetzt in der Bilanz stehen oder nicht wird beim Kurs keine große Rolle spielen.“

    Sicher und ob die 900 mio Schulden dann mit Goodwill anstatt Immobilen gedeckt sind, interessiert die Gläubiger sicher nicht. Ich höre die schon Jubeln 😀

    Desweiteren steckt ein Viertel von „Properties“ in „Office, restaurant and transportation equipment “

    „Wenn die Gebäude und Grundstücke an Franchisenehmer verkauft werden, dann bleiben dennoch ein großer Teil der Gewinne erhalten. “

    Scheinbar musst du dich erstmal mal mit dem Franchise-Modell beschäftigen. Gewöhnlicherweise kauft kein Franchisenehmer eine Immobilie.

    Deiner Meinung nach macht Wendys dann nichts mehr anderes als den Einkauf und die Organisation. Dafür erhalten sie aber dann fast den gleichen Gewinn. Der Franchsise-Nehmer bindet Kapital in der Immobilie, hat alle Kosten (+Risiken), betreibt das ganze operative Geschäft und am Schluss hat er einen Bruchteil des Wendys Gewinns? Wäre schon eine ziemlich ungleiche Verteilung …

    MCD mietet (und baut) bspw. Standorte. Stellt das Inventar und verpachtet es dann als fertiges Restaurant an die Franchise-Nehmer. Die geben eben einen Teil des Umsatzes ab. Da Umsatz halbwegs planbar ist, entspricht das MCD-Modell eher dem eines Immo-Unternehmen anstatt eines FastFood-Unternehmens.

    Deine Wendy wird ihre Immos an Immo-Investoren verkaufen. Dafür werden in Zukunft Mieten fällig. Im Gegenzug spart man sich beim Gewinn die Abschreibungen und bei der CF-Rechnung die CapEx. Mit dem Cash wird man Schulden tilgen. Damit spart man sich Zinsen. Immerhin haben sie Anleihen mit bis zu 7% ausgegeben. Die gemietete Immobilie wird man dann mit dem Inventar an einen Franchise-Nehmer verpachten.

    • Wendy’s verkauft die Restaurants (die Gebäude) an Partnerships, die diese dann besitzen und auch die Restaurants betreiben.

      http://online.wsj.com/article/BT-CO-20131227-706705.html#
      http://www.dallasnews.com/business/restaurants-hotels/20140224-wendys-sells-its-company-owned-d-fw-stores-to-san-antonio-franchisee.ece

      Der Vorgang lief jetzt schon sehr oft so. Bei McDonald’s werden oft Immos behalten, da die Firma sich durch die guten Lagen einen langfristigen Vorteil verschaffen will und alle guten Blaetter auf der Hand behaelt. Bei Wendy’s ist es aber nicht so und bei vielen anderen auch nicht – nur weil McD es so faehrt, muessen es andere nicht auch so machen.

      Zusaetzlich bin ich relativ sicher, dass es bei einem derart großen Fast Food Betreiber die Glauebiger nicht interessiert, ob die Gebaeude in der Bilanz sind. Es faellt genug an ziemlich verlaeslichen Cashflows an – dies schafft eine ausreichende Bonität.

      Kuck mal Coca Cola oder Pepsi vor einigen Jahren an (bevor wieder Abfueller ins System zurueck geholt wurden). Alles Goodwill und dennoch AAA Bonds.

  3. Goodwill von CocaCola und Goodwill von Wendys sind zwei verschiedene paar Schuhe. Desweiteren hat CocaCola nicht einfach irgendwelche Immos verkauft und den Cash dann ausgeschüttet. Spätestens bei der Refinanzierung gäbe es Probleme, wenn Wendys das tun würde. ==> Zinsen steigen.

    Auch wäre eine Ausschüttung von 30% keine 30% Rendite 😉 … Es ändern sich ja die Zahlen. EBITDA sinkt und die NetDebt bleiben. Damit müsste der Kurs runter um ein gleiches EV/EBITDA-Multiple zu haben. Bei schlechterer Bilanz durch den Immo-Verkauf, wäre sogar ein geringeres Multiple zu erwarten.

    Auch geht ja aus der einen Mitteilung hervor, dass man in „growth“ investieren will. Das klingt nicht nach Ausschüttung.

    Für mich ist die Story von etwas sehr weit weg hergeholt. Und zeigt leider das Problem, dass es gut & günstig an der Börse derzeit nicht mehr gibt. Was ein großes Problem für euch Blogger ist …

    Aber falls du dich mal mit einem Betreiber von KFC-, Burgerking- etc.-Filialen auseinandersetzen willst:

    http://en.polstock.pl/quotions/wse_stocks/amrest/en/max/Close/current/0,0,0,0/10,10,10,10/0/0,10,0,25,1i

    http://de.wikipedia.org/wiki/AmRest

    Preislich aber m.E. nicht wirklich interessant.

    • Du hast recht mit der Überlegung, dass ohne die Assets theoretisch der Wert sinken sollte und das ganze ist natürlich nur meine individuelle Einschätzung.

      Aber… ich sehe die Bewertungsansätze anders. Die Käufer der Immos sind ja durch die Weiterverwendung des Konzepts an Wendy’s gebunden. Für den Gläubiger verringert sich die Kreditwürdikeit von Wendy’s zwar, da die Grundstücke nicht mehr pfändbar wären – aber er kriegt dafür auch ein Unternehmen mit besserer Kostenstruktur, (wahrscheinlich) besseren Margen und folglich auch dem besseren Geschäftsmodell.

      Wenn das Management nicht erwarten würde, dass Wendy durch die Umstruktierung nicht wertvoller wird – dann würden sie ja nicht den Alt-Aktionären mindestens den aktuellen Kurs bieten. Die Hauptaktionäre haben den Laden in der Hand und die werden kaum das Geld zum Fenster rauswerfen – das ist für mich ein heißer Indiz, dass die Strategie vielversprechend ist.

      Klar das sind Überlegungen. Aber wie oben schon mit der Marktkapitalisierungsüberlegung. Wenn Wendy’s seine Rentabilität nur ein wenig in Richtung Yum/MCd bewegt, dann sehe ich hier sehr großes Potential.

      Und Nelson Peritz, der hinter all dem steckt hat bereits solche Coups gelandet. Klar ist die Vergangenheit keine Garantie und Yum und McD sind sicher gute Firmen. Aber Potential ist hier mittelfristig wesentlich mehr vergraben… so ein großer Fast Food Chain, der nicht im Abwärtsstrudel steckt, für 3 Mrd. $.

  4. „so ein großer Fast Food Chain, der nicht im Abwärtsstrudel steckt, für 3 Mrd. $.“

    Ich weiß nicht wie weit du dich eingelesen hast:

    http://investing.money.msn.com/investments/financial-statements?symbol=WEN

    Ich nutze die 10-Jahres-Übersicht gerne um die Entwicklung der Taxrate dargestellt zu bekommen. Das scheint bei Wendys schwierig, da (scheinbar) jede Menge Verlustjahre in den letzten 10 Jahren.

    Wendys ist bei weitem keine MCD oder YUM!

    Für mich scheint es eher so, dass man Cash braucht um zu wachsen, da man im bestehenden Markt erhebliche Probleme hat.

    Mit dem Rückkaufangebot hat man den Kurs erhöht. Auch eine solche Spanne zu nennen bzw. ein Kurs anzubieten, ist doch sehr ungewönhlich.

    • Also ich hab grad nicht die Zeit ums nomal genau nachzulesen. Glaube es war so, dass die Firma bis vor wenigen Jahren „Triarc“ hieß. Triarc war eine Sammlung von Getränkeunternehmen und Restauransbeteiligungen, Peritz (der hinter Triarc) steckt ist glaub ein ziemlicher Insider im Bereich der Nahrunsmittelindustrie.

      Triarc hat dann 2008 rum Wendy’s übernommen und sich umbenannt. Teile von Triarc sind dann an Cadbury gegangen und daraus ist das teilweise die Dr. Pepper Snapple Gruppe entstanden. Also ein ziemlicher Mover und wenn ich mir Wendy s Entwicklung seit 2008 (die relevante Zeit) ansehe und bedenke, dass dies wohl eine der schlechtesten Wirtschaftsphasen des Jahrhunderts war, dann laeufts sehr vielversprechend.

      Gebe aber zu, dass ich voreingenommen bin. War schon bei Dr.Pepper seit ziemlich am Anfang dabei (bin zwischenzeitlich mal raus) und dann wieder rein. Die Firma hat auch sehr gut die Moving Parts zusammengeführt und die ganze Sache einen 3ten großen Getränkekonzern selbstständig zu machen war glaub auch Peritz Idee damals.

      Wir werden sehen… ich kann auch nur von der Vergangeheit auf die Zukunft schließen und manchmal lieg ich auch falsch dabei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.