Depot umschichten oder Gewinne laufen lassen?

2013 war bis jetzt ein gutes Börsenjahr. Wir befinden uns im Juli und der DAX hält sich bei knapp über 8000 Punkten und der Dow Jones kann trotz der Gefahr höherer Leitzinsen stolze 15265 Punkte verzeichnen.

Wer also seit 2009 wieder investiert hat dürft mit seinem Depot im Plus sein. Außer natürlich man hat immer wieder bei ewig fallenden Messern (Commerzbank Aktie *Augen roll) zugegriffen…Was ist Rebalancing ?

Beim Rebalancing ( Depotumschichtung ) wird das Ziel verfolgt läRebalancing, Depotvergleich, Aktien handeln, langfristige renditen, rebalancing, ausgewogene ernährungngerfristig bestimmte Anteile seines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen.

Starte ich also mit meinem Depot im Jahr 1 mit einem Anteil von 33,3% Aktien, 33,3% Anleihen, 33,3% Rohstoffe. Ind im folgenden Jahr verdoppelt sich die Rohstoffpreise, dann verkaufe ich Rohstoffe,kaufe in den anderen Sektoren zu und stelle so das alte Drittel-Verhältnis wieder her.

Hier werden natürlich oft von besonders eifrigen Strategen noch viel ausgefallenere Strategien gefahren. Bei Aktien werden dann stets bestimmte Depotanteile für Branchen wie Transport, Medien, Konsumgütern usw. reserviert.

Rebalancing und die Gefahren

Besitzt man Einzelaktien kann man mit dem Rebalancing böse an die Wand laufen. Nehmen wir die bereits oben verschmähte Commerzbank-Aktien als Beispiel. Sollte die Commerzbank (also eine der größten deutschen Banken) einen bestimmten Prozentsatz meines Depots repräsentieren, dann habe in den letzten Jahren immer mehr Gewinne anderer Werte realisiert; nur um mit Commerzbank immer neue Buchverluste zu schaffen.

Anmerkung: Ab und an lese ich in Börsenforen die Commerzbank Threads durch und muss mir da schon sehr die Frage nach dem rationalen Menschen stellen. Da haben viele schon so wahnsinnig viel Geld verloren und legen trotzdem immer wieder nach. Dort wird von Anlegern auf Teufel komm raus der Ansatz „was sinkt / muss auch steigen“ gefahren. Dabei scheint überhaupt niemand auch nur ansatzweise Zahlen über weitere Belastungen für die Commerzbank zu besitzen. Dazu kommt, dass auf mich der Eindruck entsteht, dass dem Commerzbank Management die Klein-Anleger völlig egal sind.

Das disziplinierte und regelmäßige Rebalancing macht also meines Erachtens nur Sinn, wenn man entweder hunderte Aktien im Depot hat oder auf breiter gestreute Konstruktionen wie ETFs setzt.

Persönlich bin ich stets gut damit gefahren mir grünlich überlegte Einzelwerte ins Depot zu legen und regelmäßig deren wirtschaftliche Entwicklung zu verfolgen. Den Anfängerfehler besonders gut laufende Werte zu verkaufen und mit dem Geld in „scheinbar“ günstigere Werte umzuschichten verfolge ich nur noch sehr selten. „Run with the winners“!

Aktuell große Vorsicht bei Depotumschichtungen walten lassen!

Aktuell ist für mich übrigens überhaupt nicht die Zeit sich an sture Depotstrategien zu halten. Durch die Geldschwemme rund um den Globus sind Anlageklassen wie Rohstoffe und Anleihen unheimlich aufgebläht wurden. Jetzt also zum Beispiele die jüngsten Gewinne solider Aktienwerte zu verkaufen, nur um stur wieder in Anleihen zu investieren, ist wahrscheinlich ein kapitaler Fehler.

Rebalancing anyone?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.