Die letzte Börsenwoche – Hoffentlich wird alles wieder normal

In letzter Zeit ist in der Welt des Geldes und der Börse natürlich wieder einiges passiert. Darum möchte ich mal ein paar Gedanken (nicht zu lange) zu den fallenden Kurse der letzten Tage und die Angst vor weniger billigem Geld (aus den USA) loswerden…

Die Angst vorm teuren Geld geht um

Erst hatte man Angst vor billigem Geld und jetzt hat man Angst vor dem teuren Geld. Die Finanzmärkte und vor allem die Berichterstattung darum sind doch oft ein wenig verrückt. Erst verbreitet man die Panik, dass durch das billige Geld neue Blasen entstehen und die Hyperinflation droht. Jetzt, wo sich die US-Wirtschaft anscheinend weiter erholt und auch bei der US-Notenbank laut über ein Abkehr der Billig-Geld-Politik nachgedacht wird -folgt wieder- die neue Angst.

Persönlich werte ich es als gutes Zeichen, wenn die US-Notenbank über ein Straffung der Geldpolitik nachdenkt. US-Notenbankchef Ben Bernankes größte Sorge ist bekanntermaßen die Abkühlung der Wirtschaft und die Massenarbeitslosigkeit, wenn die FED also früher ihre Geldpolitik zurück auf „NORMAL“ stellt, ist dies für mich positiv. Dies ist nämlich ein Zeichen dafür, dass die wirtschaftliche Lage (zumindest in den USA) stabil ist.

Was diese Umstellung der Geldpolitik in der Zukunft für kurzfristige folgen auf die Aktienkurse haben weiß ich natürlich auch nicht. Für Unternehmen sind stabile wirtschaftliche Verhältnisse aber vermutlich besser, als die dauernde Zitterpartie der letzten Jahre.

Langfristig bin ich also zumindest für meine US-Werte eher positiver gewurden.

Sektor-Rotation und der Mai

Die Börsen gingen die letzten Tage, nach wochenlangem Steigen, wieder einmal zurück. Panik bekomme ich deswegen aber nicht. Erstens ging in der vergangenen Woche der Mai zu neige und schon die Börsenweisheit „Sell in May and Go away“ sagt aus, dass schwächere Kurse in den Sommermonaten recht normal sind. Wegen schwächeren Kursen im Juni sollte also keiner verkaufen.

Weiterhin konnte ich in meinem Depot beobachten, wie die eher konjunkturunabhängigen Positionen stärker zurückgingen, als meine konjunktursensiblen Werte. Während sich Coca Cola und Hasbro (Spielzeug) Aktien stark verbilligten, blieb die US-Eisenbahn-Aktie Union Pacific stabil.

Dies steht wohl in Zusammenhang mit meinem oberen Beitrag zum Thema Geldpolitik. Sieht die FED die wirtschaftliche Lage stabil und die wissen es (zumindest hinter verschlossenen Türen) wohl am besten – wirken Konsumentenwerte wesentlich uninteressanter.

Diese Entwicklung sollte man weiter beobachten und eine Laufänderung der Notenbank könnte ein positives Signal an viele Anleger sein wieder in konkunktur-abhängigere Werte zu investieren. Aktien wie Caterpillar oder aus dem Transportwesen und die Reaktion des Kurses bei eventuellen Ankündigungen der US-Notenbank sind zu beobachten.

Fazit

Für mich sind die Kursrückgänge ein eher gutes Zeichen. Kurse zieht es in gesunden Zeiten nicht wie mit der Schnur gen Norden. Sollte der Sommer also leicht fallende Kurse bringen, sollte man nicht in Panik verfallen, sondern sich freuen, dass alles einfach wieder ein wenig „normal“ ist.

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