K+S AG, der solide DAX-Wert zum vertretbaren Kurs

Im deutschen Aktienleitindex DAX gibt es ein Unternehmen über das eigentlich wenig geschrieben wird, obwohl mir die Geschichte dahinter unheimlich gut gefällt, der Name „Kali+Salz AG“.

Dies ist auch irgendwie klar, das Geschäft mit Salz und Düngemitteln ist medial wesentlich schwerer Aufzubereiten, als die Beziehung eines Vorstandsvorsitzenden mit einer hübschen Moderatorin oder die Vorstellung einer neuen Oberklasse-Limousine.

Dennoch sollte man gerade als langfristig überlegender Anleger K+S nicht aus dem Auge verlieren. Das Geschäft mit Streusalz und Düngemittel ist seit über 100 Jahren die erfolgreiche Geschäftsgrundlage von K+S und es ist nicht unwahrscheinlich, dass dieses Modell auch noch viele weitere Jahre funktionieren wird…

Dabei möchte ich ein kürzlich gelesenes Warren Buffet Zitat wiedergeben ( sinngemäß): „Es ist für mich ziemlich leicht vorherzusehen, dass Menschen in 10 Jahren weiterhin Coca Cola trinken und sich Heinz Ketchup auf die Pommes schütten“.

Langfristig investieren hat also einiges damit zu tun, sich zu überlegen, welche Geschäftsmodelle wohl auch langfristig eine Chance auf Erfolg habeKali Berbau Bagger, geld in rohstoffe anlegen, günstiges Tagesgeldkonto depot, finanzberatung, wirtschafskanzleich, forex-handel, devisenhandel, geld gut und sicher und renditestark anlegen, beste bank, niedrige kontogebührenn und hier wären wir jetzt wieder beim deutschen DAX-Langeweiler K+S AG.

Warum ist die K+S Aktie derart unbeliebt?

Die K+S Aktie befand sich in den schlimmsten Zeiten 2009s da, wo sie auch heute ist und dies trotz eines gewaltigen Kursanstiegs des Gesamtmarktes seit dieser Zeit.

Es gibt wohl zwei Faktoren, die der Aktie die Popularität verwehren.

  1. Deutsche sind wohl einfach technikaffin. Der gelobte Mittelstand mit seinen raffinierten technischen Produkten und der Automobilbau werden als Stärken gesehen (was sie auch sind). Rohstoffe befinden sich wohl jenseits des Krügerrands abseits des gemeinen Anleger-Horizonts.                                                                                                           Dabei ist K+S ein großer Spieler im weltweiten Rohstoffmarkt. Nicht nur befindet sich unter deutschem Boden eines der größten Kali-Vorkommen der Welt, auch ist K+S seit längerem auf dem Weg auch international neue Standorte zu errichten und wird oft sogar in einem Satz mit Branchenkönigen wie der kanadischen Potash Corporation of Saskatchewan genannt.
  1. Der Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen hat so seine Tücken. Nicht nur der deutsche Milchbauer kann ein Lied vom Auf und Ab der Preise singen; auch die Gewinnmargen der Düngemittel-Branche erleben ein laufendes Auf und Ab. Sind die Vorratslager Indiens gerade voll, ist wenig los am Düngemarkt. War der Winter warm, dann ist auch mit Streusalz nicht viel zu verdienen.

Davon sollte man sich aber in seiner langfristigen Anlageentscheidung nicht zu stark beeinflussen lassen. Wichtig ist, dass es langfristig einen Markt für K+S gibt und das Management in der Lage ist auch schwächer Perioden ohne die Aufnahmen gigantischer Kredite oder die Aktienverwässerung durchzustehen.

Finanziell äußerst solide

Aufgrund der Branchenüblichen schwankenden Umsätze und Gewinne stellt sich daher für mich bei Kali und Salz bei der Aktienbeobachtung grundlegend eine ganz andere Frage: „Ist Kali und Salz in der Lage, trotz des zyklischen Geschäfts, das Eigenkapital und den Buchwert zu mehren und die Schulden niedrig zu halten“?
Kali und Salz AG Buchwert Eigenkapital je Aktie 2008, 2009 , 2010, 2011, 2012, 2013, langfristige schulden, nettoverschuldung, ek/schulden verhältnis k+s aktie ag
Man muss nicht Statistik im Studium belegt haben um zu erkennen, dass beK+S Aktie Buchwert entwicklung, geld sicher anlegen, 2008,2009,2012, 2011i diesem Unternehmen der Abstand zwischen dem Eigenkapital und der Verschuldung am wachsen ist und dadurch ein stetiger Mehrwert für die Aktionäre entsteht. Diese positive Entwicklung wird sich über kurz oder lang auch irgendwann in der Aktienentwicklung abbilden

Die Dividende

Dieses Thema ist in Zeiten von Niedrigst-Zinsen und Inflationsängsten in aller Munde. Bei Kali + Salz scheint diese aber niemanden zu interessieren. Dabei schüttet Kali in der Regel eine Dividende von über einem Euro aus und liegt damit zum Aktuellen Kurs bei einer Dividendenrendite von weit über 3 %.
K+S Aktie, Burtto-Cashflow, ergibnis pro aktie, dividendenhöhe entwicklung 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Das Herz des Aktionärs freut sich aber natürlich nicht nur über eine schöne Dividende, sondern auch darüber, dass diese Dividende wirklich erwirtschaftet wird und das Unternehmen nicht bei der Expansion behindert oder gar der Substanz entnommen wird.

Die K+S Dividende ist, außer in extrem schlechten Jahren, durchaus ein sehr schönes Zubrot. Zu aktuellen Kursen kann man sich also eine durchaus gute Grundrendite ins Depot holen ohne Angst zu haben. Die Unternehmensleitung fährt bei den Ausschüttungen ein durchaus seriöses Model (Ausschüttungsquote unter 50 %!).

Die Aktie wird aktuell gerne runter geschrieben

Viele Analysten schreiben derzeit die K+S Aktie herunter. Natürlich gibt es bei einen Wert mit zyklischem Geschäftsmodel immer das Risiko nach unten. Gerade im Hinblick auf die europäische Schuldenkrise, verstehe ich aber nicht, warum die gleichen Analysten für den Gesamtmarkt dann so positiv sind und hier alle Gefahren ausklammern?!.

Die Produktionsstätte in Kanada

Kali und Salz ist aktuell dabei eine neue Produktionsstätte in der kanadischen Provinz Saskatchewan zu errichten. Dieses kanadische Gebiet gilt nicht umsonst als Mekka der Düngemittelproduktion und sollte es K+S ermöglichen in Zukunft die Wachstumsmärkte Südamerikas und Chinas besser erschließen zu können. Kali und Salz arbeitet schon jetzt an der eigenen Kapazitätsgrenze und so ist dieses neue Werk langfristig sehr positiv für das Unternehmen.

Ob die Baukosten dafür jetzt ein paar Hundert Millionen Dollar höher sind und ob die Anlage ein wenig später in Betrieb geht ändert an diesem positiven Faktor nichts.

Das Kostenrisiko und die Unwegsamkeiten beim Aufbau einer Kali-Mine will ich nicht von der Hand weißen. Bedacht werden sollte aber auch, dass Banken, Großanleger und Analysten gerne Panik verbreiten um sich langfristig erfolgreiche Werte günstig unter den Nagel zu reißen.

Einer meiner DAX-Lieblinge

Da ich persönlich wenig von Automobilwerten und Banken halte ist für mich K+S einer der interessanten Werte im DAX und befindet sich seit langer Zeit auf meiner Watchlist.

Das Unternehmen befindet sich in einer sehr soliden finanziellen Situation und ist rein vom Zahlenwerk sogar noch ein wenig besser als der populärere Konkurrent aus Kanada.

Einziger Wermutstropfen ist jedoch, dass sich das deutsche Kalivorkommen leider nicht wie in anderen Ländern erschließen lässt. Dies ist zum Teil der starken Besiedlungsdichte in der BRD, als auch dem politischen Entscheidungsträger und Wähler zu verdanken.

Gerade hier sehe ich ein großes Potential für K+S. Sollte das kanadische Kaliprojekt erst einmal ins Rollen kommen, kann Kali und Salz als Weltkonzern auftreten und wird für viele internationale Anleger wesentlich interessanter.

Fazit

Die K+S Aktie (WKN KSAG88) handelt derzeit zum Kurs von 32,43 € und weist so ein bereinigtes KGV von knapp unter 10 auf. Die Dividendenrendite liegt unter Annahme einer zukünftigen Dividende von 1,4 € bei 4,3 %.

Die Aktie kann man sich aus meiner Sicht zum aktuellen Kurs ins Depot legen. Dabei möchte ich aber ganz klar sagen, dass ich das Potential von K+S vor allem in der Zeit von 2016 (geplante Fertigstellung des Kanada-Projekts) und darüber hinaus sehe.

Wie sich die Aktie bis dahin entwickelt kann ich sehr schwer abschätzen. Der Gesamtmarkt scheint auf die K+S Aktie wenig Einfluss zu haben und ein warmer Winter und eine dadurch reduzierte Salznachfrage kann hier schnell mal den Kurs ein wenig purzeln lassen. Extreme Kursabschläge sehe ich aber auch dann bei der Kali und Salz Aktie nicht.

22 Gedanken zu “K+S AG, der solide DAX-Wert zum vertretbaren Kurs

  1. K+S befindet sich auch in meinem Depot. Zugegeben: Die Kursentwicklung ist zwar nicht so berauschen (gekauft habe ich bei durchschnittlich 40 €), aber ich denke gewiss nicht ans verkaufen, sondern ans Zukaufen. Es gibt weltweit nur zwei Unternehmen in dieser Branche und K+S ist eines davon. Das Geschäftsmodell ist höchst zukunfts- und krisensicher und bei zunehmender Weltbevölkerung wird der Bedarf nach Düngemitteln auch noch wachsen.

    Gerade neulich habe ich von K+S über 200 € an Dividenden erhalten. Und im nächsten Jahr gibt’s noch mehr, denn Nachkäufe sind schon seit längerem geplant. :-)

  2. Das ist eine interessante Aktie. Die gesamte Rohstoff Branche ist ja wegen Weltwirtschaftsflaute auf Sinkflug.
    Hier kann man Zeuge werden:
    Stoxx 600 Basic Resources
    http://www.stoxx.com/indices/index_information.html?symbol=SXPP

    Laut Morningstar hat die Branche (aber eher Metall-, als Düngerrohstoffe) folgende Kennzahlen:
    KGV 6,88
    Kurs/Buch 1,37
    Kurs/Umsatz 0,92
    Kurs-Cashflow 6,5
    Dividendenrendite 3,14

    Wenn ich mal so direkt fragen darf…
    Was hälst du von Frotum OYJ (Nordeuropäischer Versorger, 50% Wasserkraft, 50 Kernkraft (Politik!?) ? Schau dir doch bitte mal die Fundamentaldaten an:

    http://www.ariva.de/fortum_oyj-aktie/bilanz-guv

    Bin gespannt auf Meinungen!

    Viele Grüße

    • Frotum schein mir soweit recht solide zu sein; die Schulden und Co scheinen mir ok für diese Branche. Der Umsatz ist ziemlich gewachsen; leider scheint aber wenig dabei raus zu kommen.

      Die Skandinavier sind ja allgemein nicht gerate zurückhaltenst in Berzug auf Staatseingriffe. Hast dich mal erkundigt, wie da oben die Stimmung gegenüber Atomanlagen und Co ist? Bin aus Energieversorgern erst einmal raus.

      Das ist mir zu riskant, dass einem die Politik alles umwirft. Wenn Energiepreise steigen, dann haut einem die Politik plötzlich die Preisbremse rein und die KOsten bleiben hänge ( Brasilien und auch in wesentlich entwickelteren Ländern).

      Bei 50 % Atomstrom ist die Politik der entscheidende Faktor. Wenn ich überlege was „Brückentechnologie“-Merkel mit EON, RWE und Co gemacht hat. Energiewende und Umwelt schreiben sich heute viele Politiker auf die Fahne.

      Dabei werden oft durch übereilte Aktionen unheimlich viele Firmen an den Rand des Ruins gebracht und ganze Regionen arbeitslos. Obama und die Kohle, Merkel und Atom…

      Solarenergie das Gleiche. Erst mit unheimlich viel Subventionen die Betriebe aufgebaut und jetzt geht einer nach dem anderen über die Klinge. Beschäftige mit aber nicht mit finischer Energiepolitik und weiß nicht wie stark die zu plötzlichen Kurswechseln neigen.

  3. Im Rohstoffsektor stellt sich halt immer die Grundfrage nach der Entwicklung der entsprechenden Rohstoffpreise. Ich weiß jetzt ad hoc nicht wie beispielsweise ein Invest in Exxon 1982 im Jahr 2000 ausgesehen hätte, selbst wenn das KxV seinerzeit vergleichsweise niedrig gewesen wäre. Und das obwohl die Nachfrage nach Öl im fraglichen Zeitraum sicherlich ungebrochen war. Man müsste sich erst einmal in die grundlegenden Begebenheiten des globalen Kali und Salzmarktes über die letzten zwei, drei oder vier Jahrzehnte einarbeiten um ein Gespür für langfristige Entwicklungen zu kriegen.

    • Rohstoffpreise sind sicher so eine Sache. Aber K+S operiert schon lange in diesem Bereich und ich gehe davon aus, dass man in der Lage ist langfristig erfolgreich das Auftausalz und Kali auch zu verkaufen.

      K+S scheint eher konservativ veranlagt zu sein, so gibt es selbst in schwachen Kali-Jahren keine gigantischen Überkapazitäten. Was mir an Werten wie K+S eben gefällt ist, dass man sich keine Gedanken darüber machen, dass irgend ein Konkurrent mit einem hippen Gerät daher kommt oder einen technisch überholt und die Firma komplett ihre Existenzgrundlage verliert.

      Sollte die Mine in Kanada also wirklich 2016 an den Start gehen, dann könnte K+S schnell in einer anderen Liga spielen. Gerade Südamerika gilt im Agrarbereich nach wie vor als Wachstumslokomotive. Auch die Agrarverarbeiter haben hier bereits gute Erfahrungen gemacht.

      • Das stelle ich ja alles gar nicht in Frage. Sondern eher wie hoch die Margen in den nächsten sagen wir mal 10 jahren auf dem Kali + Salz Markt sein werden…

  4. @ValueAdmin: Danke für den interssanten Blog! Ich habe dein Posting zu K+S zum Anlass genommen, mir auch den Mitbewerber Potash ein bisschen genauer anzusehen. Darin gibt es auch zu K+S Interessantes zu entdecken.

    Potash hat bei Kali rund 20 % Weltmarktanteil (+ zusätzlich einige Beteiligungen an kleineren Mitbewerbern) vs. 8 % von K+S. Potash ist mit einem KGV von rund 14 nicht exorbitant teurer als K+S, dürfte aber als günstiger Produzent etwas besser gegen zwischenzeitlich fallende Preise gerüstet sein. Skeptisch zu K+S und dem seinem Kanada-Projekt stimmen mich einige Äußerungen von Potash bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen (Quelle: Conference Call Transcript 1Q2013):

    „It is hard to deny that potash stocks took a back seat over the past year, with some investors maintaining a bearish outlook for this key nutrient. Recent months have been a reminder about the realities of the potash business. Over the past few years, we have seen people projecting a multitude of greenfield projects coming down the potash supply pipeline and some consultants have suggested there could be more than 10 million tonnes of capacity from these new mines by 2017.
    The facts are important here. To date, only three projects have been approved and all are in very early phases of development. The greenfield mine in Argentina is now reported to be shelved due to unfavorable economics. The solution mine project in Saskatchewan recently raised Capex estimates by about 25 percent and extended its timelines. And, a project in Russia has had many reports of significant and ongoing challenges in shaft sinking and development. Time will tell whether any of these projects make it to the finish line with an acceptable return.
    We have said many times that people are overestimating future capacity because the reality is that building potash capacity – whether greenfield or brownfield – is difficult work. More importantly, the economics on greenfields just aren’t there. We don’t have a crystal ball, but we know that every passing day suggests it is prudent to dig a little deeper to get a true picture of the landscape in the years ahead.“

    Potash reduziert in den nächsten Jahren die Investitionen und kann den üppigen Free Cash Flow beispielsweise für Aktienrückkäufe nutzen. Gleichzeitig dürften rund 40 % der bis 2016 weltweit zusätzlich geschaffenen Kali-Produktionskapazität von Potash stammen. Interessant auch: Potash rühmt sich, dass seine eigenen derzeitigen Expansionsprojekte pro produzierter Tonne Potash weniger als die halben Investitionskosten wie jene von K+S nach sich ziehen („based on 2MMT conventional Greenfield mine constructed in Saskatchewan“, wobei es sich nur um das Projekt von K+S handeln kann).

    Quelle: http://potashcorp.s3.amazonaws.com/PotashCorp_Industry_Overview.pdf

    Mein Fazit: Wenn schon eine Düngeraktie, dann Potash. Ähnlich wie BHP Billiton bei den metallischen Rohstoffen verdient Potash als bestes Unternehmen seiner Zunft einen Bewertungsaufschlag. Dieser Aufschlag erscheint mir derzeit nicht zu hoch.

    • Potash ist der Primus, dies steht für mich auch ausser Frage. Es gibt bei K+S sicherlich einige Fragezeichen wegen des Ausbaus der Kapazitäten.

      In wie weit es natürlich wirklich stimmt, das Potast mit 50 % Investitonenkosten die gleiche Kalimenge erschließen kann wie K+S kann man glauben oder nicht. Potash ist aber unheimlich erfolgreich und ich möchte daher nicht abstreiten, dass Potash günstiger produzieren kann.

      Wird sich bei K+S wohl vieles zeigen. Für micht scheint K und S aber für den Rohstoffsektor dennoch ein relatives Low-Risk Investment zu sein. Der Kurs ist heute da, wo er in den schlimmsten Tagen 2009s war und irgendwann werden die Düngemittelhersteller auch mal wiedr nach oben drehen, wann steht in dne Sternen (da hat Provinzler recht).

  5. Pingback: Kleine Presseschau vom 3. Juni 2013 | Die Börsenblogger

  6. „Ich weiß jetzt ad hoc nicht wie beispielsweise ein Invest in Exxon 1982 im Jahr 2000 ausgesehen hätte“.
    Nach 30Sekunden Recherche bei finance.yahoo.com sieht man das Exxon im besagten Zeitraum kursmäßig gut ein Tenbagger war, und zusätzlich Dividenden ausgeschüttet hat. Interessant ist hier auch der Langfristvergleich(z.b. 1980 bis heute) mit den anderen Majors BP und Royal Dutch, die während Exxon mehrere 1000% totale Rendite für seine Aktionäre geliefert hat, für ihre Aktionäre nur einen Bruchteil der Exxonrendite geliefert haben. Übrigens war 1980 auch Exxon der größte der drei.
    Ich finde im gesamten Zeitraum war Exxon sehr einfach als die Firma identifzierbar die am meisten shareholdervalue-orientiert war. Die bessere Firma(für den Aktionär).
    Wenn man in den Kalibereich investiert dann meine ich sollte man ebenfalls in die beste, oder die besseren Firmen investieren(falls sie nicht gerade die zigfachen Gewinnmultiples wie die schlechteren Firmen kosten). K+S gehört von den Kostenstrukturen zu den eindeutig schlechteren Firmen. Potash ist eindeutig die bessere Firma kostet aber nur geringfügig mehr. Uralkali kostet derzeit sogar nur etwa das gleiche Gewinnmultiple wie K+S hat aber deutlich bessere Kostenstrukturen.
    Außerdem ist K+S ja keine reine Kalifirma (ich weiß manchen wird eine Diversivikation der Geschäftsfelder sogar gefallen). Auch hier die Paralle zu den Ölmajors: Exxon strikte Fokussierung auf Öl. BP und RD haben z.B. Milliarden in Photovoltaikprojekten verbrannt. Wobei hier der Vergleich mit K+S hinkt, da K+S das Salzgeschäft schon seit vielen Jahrzehnten profitabel betreibt.

    Gruß Thomas

    • Angesichts der Tatsache, dass sich der DIJA im selben Zeitraum ver-15-facht hat, vor allem aufgrund gravierend gesunkener Zinsen, ist dass dann relativ gesehen auch schon nicht mehr ganz so beeindruckend.
      Und Exxon ist der Ölwert mit der günstigen Förderkostenstruktur.
      Man wird gerade mit Exxon die nächsten Jahrzehnte sicher gutes Geld verdienen können, aber das kann zwischendrin je nach Ölpreis ordentlich Nerven kosten. Wären Ölpreise noch auf dem 2003er Niveau würde mir eine Entscheidung jedenfalls leichter fallen…
      An yahoo hab ich nicht gedacht, weil ich diesen Dienst normalerweise nicht nutze…

  7. Ich finde K+S ist eine durchaus interessante Firma/Aktie. Das Geschäftsmodell ist spannend und es gibt nur sehr wenige GLOBALE Wettbewerber. Lokale Wettbewerber gibt es einige, das sollte man nicht vergessen und denken wenn die in Amerika an den Start gehen, dann geht der Umsatz und Gewinn durch die Decke. Das hatten auch schon andere Unternehmen (aus anderen Branchen gedacht), siehe ThyssenKrupp und deren Stahlwerke in Amerika.

    Negativ stimmt mich bei K+S die fundamentalen Zahlen für 2012 und auch für Q1-2013. Warum?
    In 2012 war der Umsatz trotz mehr Mitarbeiter rückläufig, die EBIT-Margen ebenfalls, auch die Zinsaufwendungen haben sich um 35% erhöht, der CashFlow sankt um ca. 25%!
    Ein ähnlicher Trend in Q1-2013: Umsatz um 18% erhöht (gut), aber Ergebnis und Margen um 10-15% redutziert! (hoppla)
    ChasFlow weiter rückläufig, Zinsaufwendungen steigen Fremdkapital ebenfalls um 10%. Irgendwo hakt es intern! Umsatz stimmt, aber das was am Ende übrig bleibt eher nicht.
    Wenn der Trend der fundamentalen Zahlen nachhaltig dreht, dann ist K+S durchaus eine interessante Position in jedem Depot.

  8. Pingback: Aus anderen Blogs – KW 24 24/2013 | Kapitalmarktexperten.de

  9. Also ich halte jetzt generell erst mal das Pulver trocken. Habe so das Gefühl, dass es jetzt erst mal wieder abwärts geht.
    Schon bitter anzusehen wie schnell die schönen Kursgewinne wieder zusammen schmelzen…

  10. Oh, was ist denn heute los? Das sieht ja gar nicht gut aus….aber ich denk, dass man bei solchen Kursen einsteigen muss.Und dann Tee trinken.

      • Wie man sich irren kann (ich auch)…
        „Extreme Kursabschläge sehe ich aber auch dann bei der Kali und Salz Aktie nicht.“

        Was denkt ihr? Ist die Aussage von Uralkali die neuen Wettbewerber durch Masse und Preisdruck aus dem Rennen zu schicken eine nachhaltige Bedrohung für das Geschäftsmodell von K+S?
        Wie sieht es mit dem Legacy Projekt aus?

        • Also, die Meldung scheint viele kalt erwischt zu haben und es stellt sich da natürlich die Frage, ob hier der Markt nicht „über“reagiert.

          Potash hat ja erst vor kurzen Zeit die Dividende angehoben und größere Aktienrückkäufe angekündigt. Die haben also selbst nicht damit gerechnet, dass so etwas passiert.

          K+S gab ja auch gleich eine Pressemitteilung zum Thema heraus: http://www.k-plus-s.com/de/news/presseinformationen/2013/news-130730.html .

          Vielleicht wird die Sache auch zu heiß gekocht. Langfristig ist das ganze Geschäft natürlich zyklisch, da Preise ja immer einiges schwanken. Bankrott werden Potash, Mosaic und K+S daran nicht gehen, diese sind ja schon ewig im Geschäft und das Auf und Ab gehört ja schlicht dazu.

          Was aber genau die ganze Sache für die Gewinne der Branche bedeutet = keine Ahnung. Da geistern jetzt wahrscheinlich auch einige Horrorzahlen umher, die so gar nicht kommen.

          Dennoch würde ich hier erstmal warten oder nur eine Einstiegsposition bilden. Könnte gut sein, dass das ein länger fallendes Messer wird.

  11. Über K&S diskutiere ich gerade bei wallstreet-online in 2 Threads (mein Nick dort ist Baikani). Durch die Uralkali Geschichte und die ganzen neuen Millionen an Tonnen auf der Angebotsseite, durch Legacy One befürchte ich, daß K&S nicht die 18 Euro je Aktie wert ist zur Zeit.

    Ich gehe davon aus, daß der Kalipreis der letzten 5 Jahre einfach eine Rohstoffblase war die jetzt langsam platzt an allen Ecken. Langfristig gehe ich wieder von Kalipreise von 250 Dollar bis 350 Dollar aus. Und diesen Kalipreis mache ich zur Berechnungsgrundlage um zu sehen ob sich ein Invest lohnt in K&S. Sowie es bis jetzt aussieht eher nicht. Mit Stand Heute wäre die Uralkali die billigere Aktie, K&S müsste nach meinen Berechnungen noch eine ganze Ecke fallen um attraktiver von der Bewertung zu sein als Uralkali und andere Konsorten. Auf jeden Fall spannend. Die nächsten 2 Quartale werden es machen.

    Ich kann mir vorstellen, daß Legacy auf Hold geht und vielleicht sogar eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden muss.

    Grüße.
    Robert

    • Danke übrigens für die dort sehr ruhig und sachlich vorgetragenen Ansichten. Das ist dort leider keine Selbstverständlichkeit. Ich lese deine Gedanke dort sehr gerne. Dafür danke, auch wenn wir inhaltlich in diesem Fall nicht gänzlich gleicher Ansicht sind.

  12. Wie sieht es denn eigentlich mit der Regulierung aus? K+S erwirtschaftet ja mehr als die Hälfte des Kaliumsatzes in Europa, das vermutlich in der Hinsicht der am stärksten regulierte Markt weltweit sein dürfte. Weiß jemand inwieweit Anbieter wie Uralkali in der Lage sind etwaige Regulierungsanforderungen hinsichtlich der Qualität des Düngers für diesen Markt gerecht zu werden? Bei wallstreet-online wurde ja spekuliert, dass nach China Dinger minderer Qualität geliefert würde.

  13. Pingback: Kali und Salz AG, meine Beobachtungen zur Diskussion | Der Value Blog

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