Microsoft – günstiger Software-Titan

Microsoft war einer der ganz großen Lieblinge in der Börsenrally der 90er Jahre. Seit dem gab es aber eher Ernüchterung bei den Aktionären. Von den Höchstwerten, von damals, sind wir noch immer weit entfernt. Gerade dieser Frust hat viele davon abgehalten die Microsoft Aktie zu kaufen, obwohl sich diese inzwischen wieder auf einem sehr attraktiven Niveau befindet. Microsoft Produkte sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Windows, Skype, Xbox, Powerpoint; diese Produkte sind elementare Bestandteile des heutigen Lebens und Microsoft kann mit Ihnen ein konstantes Wachstum weltweit verbuchen…

Microsoft, die große Story der 90er
win2k
Microsoft war in den 90ern die heiße Aktie schlechthin. Die Geschichte um Bill Gates faszinierte Millionen, selbst im Mekka der Neidhammel Deutschland. Im Jahr 2000 gab es sogar einen Wetten Dass Auftritt mit Bill Gates. Ich erinnere mich noch an Gottschalks „…so sieht also der Geldbeutel des reichsten Mannes der Welt aus“. Die Geschichte um Bill Gates und der Garagenfirma, die zum Weltkonzern wurde, beflügelte den Aktienkurs ins nahezu unermessliche. Nach dem Crash der Anfang 2000er bewegt sich der Kurs im Seitwärtsgang und der Markt lässt die Aktie, noch heute, links liegen.
MS Chart
Dabei hat sich Microsoft konstant weiterentwickelt und ist heute alles andere als überbewertet, sondern könnte schon bald wieder steigende Kurse verzeichnen.
Microsoft Entwicklung
Microsoft wächst natürlich heute lange nicht mehr so schnell wie noch in den 90er Jahren, dennoch schaffen sie es ihren Umsatz und den Gewinn Jahr für Jahr zu steigern. Von Analysten wird ein Wachstum von 5 % in den kommenden 5 Jahren angenommen. Microsoft saß Mitte letzten Jahres ( 30.Juni.11 ) auf einem Geldberg von 52,8 Milliarden US$. Wie auch andere große IT-Unternehmen scheint auch Microsoft nicht genau zu wissen, was man mit dem ganzen Geld anfangen soll.
Die Übernahme von Skype im Mai 2011 für 8,5 Milliarden $ war meines Erachtens ein sehr schlauer Schachzug. Wird Skype erst vollkommen in Windows, Smartphones und die Xbox integriert könnte sich Skype zur wahren Geldmaschine entwickeln. Allgemein tat sich Microsoft in den letzten Jahren nämlich sehr schwer mit dem Erschließen neuer Einnahmequellen. Zu oft lief man dem Markt hinterher oder das Produkt war einfach nicht so schick und stabil, wie bei der Konkurrenz. Microsoft besitzt jedoch einen sehr langen Atem. So wie zum Beispiel bei dem Milliardengrab der ersten Xbox, die sich nur 24,76 Millionen mal verkaufen ließ. Beim Nachfolgeprodukt, der Xbox 360, gingen bereits 65 Millionen Stück über die Ladentheke. Microsofts Durchhaltevermögen könnte sich letzten Endes doch noch auszahlen. Die Xbox ist heute kein reines Spielegerät mehr. Ihr Funktionsumfang wird laufen um Facebook und YouTube Erweiterungen ergänzt und wird auch immer mehr zur Videothek für digitale Filme. Sollte Microsoft eine Verknüpfung ihrer PC-Systeme mit dem Fernseher und dem Smartphone so gut gelingen, wie Apple, eröffnen sich Microsoft große Chancen.

Microsoft PCs haben schließlich einen Marktanteil von weltweit 90 % und auch die Spielekonsole Xbox ist bereit in Millionen Haushalten vorhanden. Zweifelhaft ist jedoch die Zukunft des Smartphone-Betriebssystems Windows Mobile. Der Einstieg kam deutlich zu spät und mit Google und Apple besitzt man sehr Innovative Gegenspieler.Sicherlich wird noch so mancher Dollar mit neuen Projekten versenkt werden. Dies sollte von einem Einstieg, bei Microsoft, jedoch nicht abschrecken.

Die drei großen Einnahmebringer sind nämlich weiter mit großem Vorsprung, auf die Konkurrenz, in Takt. Serversoftware ( Platz 2 nach Apache ), die Office-Palette und das Betriebssystem Windows sind nach wie vor regelmäßige Verkaufsschlager. Daran konnten auch kostenlose Alternativen wie Linux nichts ändern; Microsoft ist auf diesen Märkten einfach traditionell sehr stark verankert. Eine Umstellung auf neue Produkte wäre für Unternehmen und Privatpersonen einfach zu umständlich, so wird Microsoft hier weiter fest im Sattel sitzen.

Die Aktie von Microsoft (Kurs 31,44$ ; WKN 870747 / ISIN US5949181045 ) ist mit einem KGV von 11,4 momentan günstig bewertet und bietet, für das kommende Jahr, eine Dividendenrendite von 2,93%.Der große Bestand an Cash und ein stabiles Wachstum, im einstelligen Bereich, sichern die Investition ab.

Ein Gedanke zu “Microsoft – günstiger Software-Titan

  1. Vor allen Dingen macht Microsoft den bei Weitem größten Teil seines Geschäfts mit Unternehmenskunden und nicht mit dem normalen Konsumenten. Ca. 80% des Umsatzes der Business Division (Office) kommt aus dem gewerblichen Bereich, wo überdies die Margen höher sein dürften. Server & Tools ist auch Geschäft mit Firmenkunden. Deswegen sind die Vergleiche mit Apple, das in erster Linie Spielzeug produziert, aber keine Arbeitsgeräte, auch nicht wirklich angebracht. Mit dem Surface Pro bietet MSFT jetzt auch für den Arbeitsbenutzer auch endlich ein geeignetes Tablet an, das schon aufgrund der Kompatibilität mit den im Unternehmen ohnehin vorhandenenen windowsbasierten Worksstations für solche Zwecke einen klaren Vorteil hat, nicht nur durch den leistungsfähigeren Chip. Und in Unternehmen ist die Neigung ein einmal eingeführtes System zu wechseln sehr gering. Aufwand, Risiko und Schulungskosten stehen einfach in keinem vernünftigen Verhältnis zu einer etwaigen Einsparung. Deshalb mache ich mir um Microsoft keine Sorgen.

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