Eurorettung die Xte und der ValueBlog hat Geburtstag

Da ich gerade nicht so viele freie Zeit hatte und mich gestern auch noch die Grippe ereilt hat, möchte ich mal ein wenig über die europäische Lage reden und die Gedanken, die ich mir als Deutscher/Europäer und Anleger mache.

Persönlich unterscheide ich inzwischen die EU-Krisenländer in zwei Kategorien. Es gibt Krisenländer für die ich sehr wenig Hoffnung habe. Zu dieser Kategorie gehören Griechenland und jetzt auch Zypern…

Kategorie 1, abgeschriebene Länder

Beide Länder haben ihre Einkommensgrundlage verloren. Griechenlands Geschäftsmodell war über Jahre die immer neue Aufnahme von Schulden, die als Euromitglied auch zu bekommen waren, da Euromitglied = AAA galt. Grichenland blähte seinen öffentlichen Sektor ordentlich auf und im Amigosystem lies es sich für einige sehr gut leben und die Parteien versprachen neue Wohltaten und wurden dafür auch immer wieder bestätigt. Irgendwann ist ein solches Spiel aber eben einmal vorbei und die Kreditgeber wollten sehen und die Eurokrise begann.

Die Griechen haben nichts, was Geld/Beschäftigung/Einnahmen bringen können. Dass das (fast) einzig nennenswerte griechische Unternehmen ein Anbieter von Glücksspielen ist spricht Bänder.

Für mich ist völlig schleierhaft wie Griechenland auf die Beine kommen soll? Der Tourismus ist durch den Euro zu teuer im Vergleich zur benachbarten Türkei und sonst fällt anscheinend auch niemandem etwas ein. Manchmal wird etwas vom Aufbau von Solarparks und Stromleitungen in Europas Norden gefaselt.

Leitungsbau durch Europa? Selbst in Deutschland mit seinen tausend Vorschriften sind doch Pläne regenerativ erzeugten Strom aus dem Norden in den Süden zu befördern nach wie vor Tagträumereien.

Im Fernsehen meinte vor einiger Zeit, die Griechen hätten das mentale Problem, dass sie ein Händlervolk und kein Arbeitervolk sein. Daran könnte etwas dran sein… aber die einst reichen Reeder fahren schon lange unter fremder Flagge.

Was soll also nach dem sparen kommen? In Griechenland kann man nicht an ein paar Stellschrauben drehen und es läuft wieder. In Griechenland gibt es NICHTS zu reparieren.

Zypern ist nun das Gleiche in klein. Zypern ohne seine Banken, wohin soll da denn die Reise gehen? Zypern ist als kleiner Inselstaat schon flächenmäßig zu klein um ein Gewerbeparadies zu werden. Zudem ist die Teilung der Insel nach wie vor nicht gelöst, was zusätzlich Investoren abschrecken dürfte. In einer Dokumentation sah ich im zyprischen Norden in einer Einkaufspassage Schützengräben ausgehoben.

Die Aufnahme dieser Staaten hat wohl unterm Strich keinem wirklich genutzt ( außer vielleicht ein paar reichen Russen und deutschen Konzernen).

Zwar betont die Politik immer wieder, dass diese Staaten nicht too big to fall sind, irgendwann entstehen aus vielen kleinen Problemen aber auch große Probleme.

Die zweite Kategorie sind Länder wie Italien oder Portugal

Diese Länder haben sicherlich ihre Probleme. Beide haben aber sicherlich ein Potential, welches man aktivieren kann. Gerade Italiens Norden ist nach wie vor ein starker Industriestandort und Italiener haben auch das Zeug dazu sich einem internationalen Wettbewerb zu stellen. Ferrero, Ferrari, Campari, Armani und viele andere Namen haben Potential und sollte die italienische Politik aus ihrer eigenen Egomanie ausbrechen gibt es Hoffnung.

Portugal nehme ich jetzt auch in die Italien Kategorie. Gerade die Sprache macht Portugal für mich zum Rebound-Kandidaten. Portugiesische Unternehmen haben sich in Brasilien bereits starke Marktstellungen erkämpft und mit ein bisschen Schmackes könnte Portugal zum stabilen Bindeglied zwischen Südamerika und Europa werden.

Europa ist aber sicherlich im weltweiten Vergleich der lahme Hund. Bestenfalls wurschtelt man sich irgendwie durch die nächsten Jahre, aber auch dies ist für mich nicht garantiert. Gerade Frankreich ist für mich ein weiterer Unsicherheitsfaktor. Im Land des guten Essens scheint die Politik immer noch zu glauben, dass Protektionismus und ein gewisser „Größenwahn“ der richtige Weg sind.

 

ValueBlog.de erster Geburtstag

Am 15. März 2012 habe ich hier den ersten Artikel veröffentlicht und bin seither doch recht regelmäßig bei der Stange geblieben und hoffe, dass nicht nur ich, sondern auch einige Leser ein wenig was dabei gelernt haben.ValueBlog Geburtsag, bestern finanzblog, geld in anleihen oder aktien anlegen, forexhandel, devisenhandel, riesterrente, geld anlegen oder sparen, goldmünzern, rohstoff etf, cfd-handel, finanzberatung

Vielen Dank also an alle Leser und die vielen Kommentare, die einem solchen Webprojekt ja erst das Leben einhauchen.

Jens, Schoggy (fahr mit deinem Kleinem doch mal wieder zu MCD 😉 ) , Musti , Alex, Andreas B, dem Kobold, Jens, Thomas ( viel Glück mit der Bachelorabeit und ich schreibe zurück, sobald ich mehr Zeit frei hab) und an die vielen anderen: VIELEN DANK!

Danke auch an den Provinzler, der vieles wirklich besser weiß und für dessen Meinung ich stets dankbar bin.

Bedanken möchte ich mich auch bei den anderen Wirtschafts/Börsen Bloggern wie Holger, Lars, Nills, der Makrointelligenz, Stefan und denen, die ich jetzt im Fieberwahn vergessen habe.

Danke auch an die Börsenblogger und die Kapitalmarktexperten, die meinen Blog immer wieder in ihre Empfehlungsliste aufnehmen.

Ein kleines Sorry für all die Webseiten auf denen sich Spam von mir findet und dir mir doch keinen Anwalt deswegen auf den Hals geschickt haben (wusst ich es doch 😉 ):) .

Da mein Bloggeburtstag und mein tatsächlicher Geburtstag ziemlich nahe aufeinanderfallen wünsche ich allen, die den Valueblog lesen, weiterhin Vitalität und gute Renditen.

 

Lieber Gruß und vielen DANK

Euer Ulrich aka ValueAdmin

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