Staatsdiener plündern unser Land.

Gerade bin ich im wallstreet-online Forum auf einen neuen Thread mit dem Titel „Die heimlichen Reichen – Pensionen von Politikern und Staatsdienern“ gestoßen. Die Diskussion um die Vermögen der deutschen Pensionär kommt in der Internetdiskussion immer mal wieder am Rande auf und verschwindet dann wieder recht schnell.

Persönlich finde ich jedoch, dass dieses Thema wesentlich mehr Beachtung verdient hat und darum will ich den heutigen Artikel einmal diesem Thema widmen…Bekanntermaßen verfügen die Deutschen ja über ein privates Milliardenvermögen, welches zu einem großen Teil jedoch in Immobilien steckt. In einer Gesellschaft in der sich immer mehr Menschen auf der Empfängerseite des Sozialsystems befinden ist es recht populär den sogenannten reichen Bonzen ihr Geld abzunehmen um so für paradiesische Zustände zu sorgen. Wie gravierend die Ungleichgewichte hier inzwischen sind war mir selbst nicht ganz bewusst. In Peer Steinbrücks Buch „Unter Strich“ wird von sieben Bundesländern gesprochen, in denen die Zahl der Leistungsempfänger die Zahl, der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, bereits übersteigt.

Populäre Forderungen sind dabei natürlich die Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Erhöhung der Kapitalertragssteuer (mit der die SPD in den diesjährigen Bundestagswahlkampf geht) und jeder kann sich ausmalen wie sich die Politik in Zukunft überlegen wird an das Geld seiner „noch“ solventen Bürger zu kommen.

Dabei will ich sagen, dass ich nicht generell gegen höhere Besteuerungen bin und es durchaus im oberen Teil der Gesellschaft parasitäre Erscheinungen beim Umgehen gesellschaftlicher Verantwortungen gibt.

Im Endeffekt werden die Multi-Millionäre und wenigen Milliardäre den Kohl jedoch auch bei höheren Steuern nicht fett machen und so wird die Politik nach und nach auch an die kleineren Vermögen wollen.

Nun will ich kurz einmal auf die Forderung nach höheren Kapitalertragssteuern eingehen und glaube hier bei Peer Steinbrück einen gewissen Denkfehler entdeckt zu haben. In seinem Buch schaut Steinbrück einerseits mit Besorgnis auf die geringe Investitionsquote der Deutschen. Andererseits fordert er höhere Steuern auf Kapitalerträge, die ja nicht nur beim Sparbuchzins, sondern auch auf Erträge aus Dividenden oder Anleihen anfallen. Da stelle ich mir natürlich die Frage, warum sollten Bürger in Zukunft bereit sein mehr Risiko durch private Investitionen eingehen, wenn immer höheren Steuern auf Investitionsrenditen erhoben werden?!

Kommen wir aber nun zurück zu den Vermögen

Als vermögend wird auf den ersten und oberflächlichen Blick natürlich der Inhaber größerer Guthaben auf Bankkonten, Wertpapieren und Immobilien, die über den Eigenbedarf hinausgehen, betitelt.

Ein Lehrer oder Bundestagsabgeordneter würde nach dieser Betrachtungsweise nun natürlich nicht automatisch mit den Attributen vermögend, wohlhabend oder gar reich tituliert werden.

Nun mache ich mal eine kurze Vergleichsrechnung auf.

Ein Lehrer ( wahrscheinlich Gymnasiallehrer) auf Baden-Württemberg bekommt nach seiner Arbeitszeit einen Pension von 2816 Euro und zahlt von diesen 158 Euro an Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag und kommt so auflehrer verdienen zu viel, zu wenig, geld langfristig anlegen, altersvorsorge, pensions,rentenplanung, forexhandel, goldmünzen zur absicherung netto 2658 € (Quelle welt.de vom 19.08.08 ).

Nehmen wir einmal an, ich wollte durch mein Vermögen „sicher“ auf ein ähnliches Absicherungsniveau kommen. Da kann ich mir z.B. eine „sichere“ Bundesanleihe mit circa 30- jähriger Laufzeit kaufen in der Hoffnung, meine Restlebensspanne zu finanzieren.

Hier käme die Anleihe der Bundesrepublik Deutschland mit der Wertpapier-Kennnummer „113548“ in Betracht. Diese bringt aktuell eine reale Verzinsung von 2,37 %. Auf diese 2,37 % fallen auch noch aktuell 26,375 % Steuern und Soli an und ich erhalte so netto nur circa 1,744 % Rendite.

Um also eine Lehrerpension ausgeschüttet zu bekommen müsste ich zum Renteneintritt ein Vermögen von über 1,8 Millionen Euro besitzen. Diese Vermögen müsste ich mir als Selbstständiger mühevoll über Jahrzehnte aus den Rippen schneiden. Konsumverzicht ist da wohl schon eher eine Untertreibung. Die monatliche Summe von 2658 Euro zu erreichen dürfte dennoch kaum einem gelingen. Von Inflationsausgleich und Co will ich jetzt gar nicht anfangen, dann sieht das Bild für den Nicht-Beamten noch viel bescheidener aus.

Der Lehrer jedoch hat an Vorsorge keinen Gedanken verschwenden müssen und keinen einzigen Euro zur Altersabsicherung seiner Mitbürger abdrücken müssen. Hinzu kommen etliche Vergünstigungen wie die Beihilfe zur privaten Krankenversicherung und die Arbeitsplatzgarantie.

Selbst ein einfacher Millionär kann es getrost vergessen mit seinen Zinsen auf ein Pensionslevel s.o. zu kommen. Er muss zwangsläufig sein Vermögen langsam verbrauchen, die der Lehrer unbekümmert an seine Erben weitergeben kann.

In der Folge rechnen viele (darunter auch wieder Steinbrück in Unterm Strich ) mit einer aktuellen Staatsverschuldung (unter Berücksichtigung von Pensionsverpflichtung und anderen Zukunftsversprechen), die eher auf 300 % als auf die offiziell ausgegeben 85,8 % (Stand 2011) zugeht. Übrigens beläuft sich der Zuschuss auf dem Bundesetat zur regulären Rente auch bereits auf über 80 Milliarden Euro ( wieder Steinbrück – Unterm Strich -)

Der Begriff „Beamten-Oligarchie“ scheint zwar ein wenig polemisch, aber nicht ganz aus der Luft gegriffen zu sein.

Zukunft

Das sich an diesen gigantischen Missverhältnissen und falschen Leistungsanreizen in Zukunft irgendetwas ändert ist für Lehrer, Landtags-Bundestagsabgeordnete und andere Profiteure des Systems nicht zu befürchten. Eher fordern ehemalige Entscheidungsträger wie Bundesfinanzminister Eichel mit schamloser Dreistigkeit ihr selbstgegebenes Recht auf die Öffnung der Geldschleusen immer weiter ein ( wir erinnern uns an : „Er will rund 6350 Euro mehr im Monat: Ex-Finanzminister Hans Eichel kämpft vor dem Bundesverwaltungsgericht um eine höhere Pension“(spiegel.de)).

Nach dem Lesen von Steinbrücks Buch möchte ich noch erwähnen, dass er wohl für einen deutschen Spitzenpolitiker ein wohl überdurchschnittliches Verständnis der globalen Verhältnisse hat und sich vieler Probleme durchaus bewusst ist.

Dass im Bundestagswahlkampf diese Fehlkonstrukte aber wenigstens einmal ehrlich benannt werden darf man nicht erwarten. Wie nämlich real entschieden wird gibt Steinbrück überraschend ehrlich auf Seite 275 seines Buches zu.

„Die Bundesvereinigung der Arbeitsgeberverbände schätzt die Gesamtkosten der Eingriffe in die Rentenformel seit 2005 auf 10,7 Milliarden Euro … . Die Frage, warum ich dieser Rentengarantie im Kabinett zugestimmt habe, muss ich mir als berechtigt gefallen lassen.“

14 Gedanken zu “Staatsdiener plündern unser Land.

  1. Das ist D anzusprechen ist ein Sakrileg. Deswegen ist ja auch diese Diskussion um die Vermögenssteuer so pervers, weil die Vorsorge von Unternehmern als Vermögen gilt, die Pensionsansprüche dafür, 40 Jahre zwangsweise als „Kunden“ zugeführte kleine Kinder terrorisiert und ihnen jede Freude am Lernen verdorben zu haben oder als hauptberuflich Benachteiligte als Sonderbeauftragte für homosexuelle Papageiinnen mit Migrationshintergrund die Mitbürger mit Schwachsinnsvorschriften zugeschissen zu haben, weil die ausgeprägte Dummheit irgendein Ventil braucht, allerdings nicht. Im Grunde die moderne Form des Kastenwesens…

    • Dass sich da etwas ändert ist wahrlich nicht zu erwarten. Unnötig sind auch die ganzen Bundesländer. Da könnte man etliche zusammenlegen. Aber wer schafft sich schon selbst ab?

      Sehr interessant deine Berechnung zur Lehrerpension. Da kann sich deine Mama ja freuen 🙂 Sei ihr gegönnt.

      Dass ca. 1,8 Mio € nötig sind um auf ein vergleichbares Rentenniveau zu kommen hätte ich jetzt nicht unbedingt gedacht. Wahnsinn.

      Ist es denn heute aber nicht so, dass immer weniger Lehrer verbeamtet werden?

      • Ob Lehrer verbeamtet werden hängt in erster Linie vom Bundesland ab. Bayern verbeamtet nach wie vor alles, was nicht vor Abschluss des Lehramtstudiums schreiend das Weite sucht, während Berlin kaum noch verbeamtet. Da gibts auch immer wieder Streit deswegen, weil Bayern mit dem Argument auch Bestabsolventen aus andren Bundesländern abwirbt.
        Beliebt ist das Lehramt allerdings weniger wegen der Pension, sondern wegen der Jobsicherheit und speziell bei den Frauen wegen der tollen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wo sonst hat man schon 14 Wochen Urlaub und kann problemlos freikriegen, wenn die Kinder Windpocken haben? (Oder mal 14 Tage blaumachen, um den Sohnemann auf die Mittlere Reife vorzubereiten, ohne dass wer nachfragt)
        Und um die Beförderung qua Alterskohorte zu verhindern oder gar rauszufliegen muss man wohl schon ein paar Leute erschießen.
        Wobei mich die Lehrer gar nicht mal am meisten stören, auch wenn ich froh war, als die Zeit in der Unterrichtsvollzugsanstalt endlich abgesessen war. Was mir viel mehr auf den Wecker geht, sind die zahllosen Berufsdiskriminierten, die der gemeine Bürger in etwa so dringend braucht wie Hämorrhoiden.

  2. Endlich mal jemand der das Unwesen der Beamtenpensionen kurz und prägnant auf den Punkt bringt. Zwar werden in der Tat immer weniger Lehrer verbeamtet, zahlreiche werden heute selbst mit Top-Noten nach dem Referendariat nicht mehr übernommen. Am grundsätzlichen Problem wird das allerdings kaum etwas ändern, denn eine große Zahl von Lehrern wird erst in den kommenden Jahren in Rente gehen und für exorbitante Kosten sorgen.
    Insofern können wird es für Anleger in Deutschland immer schwieriger werden, denn die Abgeltungssteuer wird wohl auch bei einer großen Koalition – gegenwärtig die wahrscheinlichste Konstellation – steigen. Dies lässt sich bei den lächerlichen Aktionärszahlen und der ausgeprägten wirtschaftlichen Ahnungslosigkeit der Menschen in Deutschland auch relativ einfach umsetzen. Maskiert als „soziale Gerechtigkeit“ sind also weitere Einschnitte nicht nur wahrscheinlich, sondern sicher. Einzig bei der Vermögenssteuer bin ich mir noch bei einer Prognose unsicher. Möglicherweise handelt es sich um eine fiskalpolitische Nebelkerze, da die damit verbundenen juristischen Schwierigkeiten nach wie vor ungelöst sind und eine rechtskonforme Erhebung derselben zu kaum überschaubaren Kosten führen würde.

  3. Dass Pensionsansprüche bei der Vemögensfrage immer unter den Tisch fallen gelassen werden, ist mir auch schon häufig aufgefallen. Oft gibt es dann ein, zwei Kommentare von Lesern, die auf diesen Punkt aufmerksam machen, wenn der Redakteur mal wieder seinen Weltschmerz über die „auseinandergehende Schere“ zwischen arm und reich kundgetan hat und eine Vermögenssteuer gefordert hat.

    Und es wimmelt nur so von diesen Beamten und Quasibeamten. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine enorme meinungsbildende Macht und die wird genutzt, um die Gehirne der Menschen zu verseuchen. Das ZDF produziert eine Hitler-Dokumentation nach der anderen, rührselige Flüchtlingsschmonzetten und dumpfe Unterhaltung mit Carmen Nebel. Da muss man doch verblöden. Das Magazin WISO trägt genauso zur Volksverdummung bei; ich schaue es seit acht Jahren nicht mehr, weil es immer nur darum geht, möglichst viele Fördergelder abzugreifen, anstatt die Möglichkeit zu nutzen, echte finanzielle Bildung zu vermitteln, beispielsweise indem man erklärt, was der Barwert einer Investition ist.

  4. Kann man die Rente weitervererben?
    evtl. als Wittwenrente?!…
    Ich denke dass es daher fairer ist auch bei der Beamtenrente einen Verbrauch mit einzurechnen…
    was natürlich nix an an der Sache ändert

    • Die Pension geht natürlich nicht an die Erben weiter, aber der Beamte hat ja genauso die Möglichkeit sich über sein Leben ein Vermögen anzusparen und muss dieses nicht in dem Maß von Selbstständigen oder Angestelten für seinen Lebensabend verbrauchen und kann so auch mehr an die nächste Generation weitergeben.

      • Stimmt natürlich alles, den Beamten wird so Zusätzlich zu Ihrem Gehalt, ein Asset im Wert von ca. 1 bis 1,6 Mio € „geschenkt“ siehe unten …

        Ich würde eine DCF-Model vorschlagen mit fogenden Parametern
        Earnings= Mohnatslohn 2816*12=33.792€
        Growth 3% (ich gehe mal aus die Herren Beamten lassen sich ihr Geld nicht von der Inflation zerfressen?)
        Discount ? ? ? vielleicht -2% oder sogar 0%, den Aktuellen Zinssatz? Durchschnittszinssatz=
        Years Terminal Growth = 40 Jahre, oder statistische Lebesnerwartung

        Bei 2% Discount
        1.661.437€

        Bei 4% Discount
        1.115.710€
        (Ich hatte etwas Zeit 😉

        • Gute Rechung. Denke wie man es dreht und wendet, es ist schon eine ziemliche Besserstellung und vor allem eine, die die Staatshaushalte noch extrem belasten wird. Gerade jetzt wo die Baby-Boomer schön in Pension gehen…

          Denk ich an Deutschland in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht;)

  5. Die Umrechnung der Pension in ein analog anzusparendes Vermögen hat allerdings einen Denkfehler:
    Wenn man nur die Kapitalzinsen nimmt, um eine analoge Pension zu simulieren, dann braucht man natürlich ein riesiges Vermögen – die genannten 1,8 Mio Euro. Eine Pension endet aber mit dem Tod des Pensionärs, da bleibt kein Vermögensstock zum Vererben übrig (die Witwenpension ist nichts anderes als die Witwenrente in der gesetzlichen Rentenversicherung).
    Also muss man durch Abzinsung den Barwert aller künftigen Pensionszahlung (=bis zum Tod) ermitteln und hat dann das Kapital, dass durch weitere Verzinsung bei zeitgleich schrittweisem Abbau für die Pension reicht bzw. beim Tod dann aber aufgebraucht ist. Auch wenn man die Lohn-/Preissteigerungen mit einkalkuliert, ergibt sich ein Betrag weit unter den genannten 1,8 Mio. Euro.
    Der Beamte zahlt während des Berufslebens keine Beiträge? – Alter Hut, sein Brutto im Vergleich zu Angestellten der gleichen Stufe ist halt entsprechend niedriger. Manche öffentlichen Träger bevorzugen daher bei neuen Stellen Beamten, denn das ist – im Moment – billiger. Dass die Kosten nur in die Zukunft verlagert werden, ist ein egoistisches Verhalten der entscheidenden Politiker, die es sich einfacher machen, indem sie ihren Nachfolgern einen Teil der Finanzierung aufbürden. Der Beamte selbst hat davon nichts, weder einen Vorteil, noch einen Nachteil. Für die Rolle des Watschenmanns ist er also die falsche Adresse.

    Werden die Pensionen vergessen beim Thema „Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander“?
    So wie es „kaufmännisches Angestellte“ gibt in einer Bandbreite von der Aldi-Verkäuferin bis zum Vorstandsvorsitzenden von Daimler-Benz, so gibt es auch in den Beamtenlaufbahnen Kleinverdiener, Mittelbau und Bel-Etage. Folglich gibt es nicht nur Klein-Renten, sondern auch Klein-Pensionen. Wer die auseinander triftende Entwicklung zwischen oben und unten beobachten will, sollte sich daher nicht mit Beamten-Bashing aufhalten – er verliert dabei den Blick fürs Wesentliche.

    Wenn man sich unbedingt an bestimmten Berufsgruppen festbeißen will, dann müsste man vielleicht mal untersuchen, wieviel Prozent der Lehrer, Polizisten etc. ihr „Vermögen“ in die Schweiz, Liechtenstein & Co. tragen. Und zum Vergleich: Wieviel Prozent der Firmen-Inhaber, Selbstständigen, Freiberufler. Und als dritte Gruppe: die Manager, Consultants und andere mit imposant klingenden englischen Berufsbezeichnungen. Letztere sind die Gruppe, die bei guter Wirtschaftslage bezahlt werden wollen als seien sie die Firmeninhaber. Bei schlechter Lage betrachten sie sich dagegen als sozial schutzbedürftige Arbeitnehmer, deren Abfindung in den Augen eines „normalen“ Beamten wie Arbeitnehmers dann aber einem Gehalt von mehreren Jahrzehnten entspricht.

    • Die Witwenrente gehört auch beim Angestellten mit dazu, wenigstens soweit sie die Armutssicherung im Alter überschreitet. Die Deppen sind bei der Vermögensbesteuerung die Selbstständigen, denn deren Vorsorge wird komplett als Vermögen betrachtet. Die Höhe spielt dabei im Einzelnen keine Rolle.
      Und die Vermögensverteilung ist halt weit egalitärer, wenn man korrekterweise diese versicherungsmathematischen Werte mit in die Betrachtung einbezieht, weil diese Ansprüche nunmal für weite Teile der Bevölkerung der mit Abstand größte Vermögensposten sind. Aber die dann entstehenden Ergebnisse rechtfertigen halt keine politische Agenda. Dass ich überdies der Überzeugung bin, dass hier auch mit der Hälfte oder einem Drittel der heutigen Staatsdienerschaft nicht die Zivilisation zusammenbrechen würde, ist wieder eine völlig andre Angelegenheit. Wir haben bei fast gleicher Bevölkerung heute 10 mal soviele Staatsbeschäftigte wie das deutsche Kaiserreich inklusive Militär sowie aller Aktenträger,Schreiber und Laufburschen hatte (durch moderne Informationstechnik alles überflüssig) und schon damals als Bürokratiemonster verschrien war. Da ist die zwangsweise an die Unternehmen ausgelagerte Bürokratie (Steuer- und Abgabenerhebung) noch gar nicht mal berücksichtigt.

    • Hier findet kein Beamten-Bashing, sondern vor allem ein Linken-Bashing, die immer vorschnell Vermögen besteuern möchtern. Und man basht die richtigen Leute!

      Ein Freiberufler, der sich mit Aktiensparen seine Altersvorsorge aufbauen muss, der geriert ins Visier der linken Politkriminellen. Der soll dann Vermögenssteuer zahlen. Beamte, die das nicht tun müssen und auch kein Aktiensparen betreiben, würden geschont, weil man nur oberflächlich hinblickt. Und das regt mich auf. Und das gleiche gilt bei den gesetzlichen Renten. Und was die Vermögenssituation der Beamten angeht: Diese profitieren ihr Berufsleben lang von geringeren Zinsen, weil die Banken den Beamtenstatus als hohe Sicherheit einstufen.

      Nun haben wir nachweislich Probleme in Deutschland und in Europa und ich höre von Linken nur Vermögenssteuer, Reichensteuer und Aktionärsbashing. Das ist einfach nicht fair. Man muss – gerade auch wegen der demographischen Entwicklung – die Renten und Pensionen einbeziehen und eventuell kürzen. Man kann nicht immer nur Vermögenssteuer fordern, Aktionäre für vogelfrei erklären, Pensionäre und Rentner aber nicht belasten wollen, weil das angeblich unsozial wäre.

      Im Übrigen bin ich Angestellter und würde in ein paar Jahrzehnte eine staatliche Rente erhalten. Ich habe absolut nichts gegen die Rente mit 67 und finde den demographhischen Faktor wichtig. Ich verschließe mich nicht der Realität. Die Linken aber verschließen sich einerseits der Realität und verweisen immer auf die angeblich reichen Aktionäre, die man mit einer Vermögenssteuer zu Leibe rücken will, um die Probleme angeblich zu lösen.

  6. Wenn man sich vom etwas hart gewählten Titel nicht ablenken lässt, hat man nach 5 Minuten investierter Zeit jedenfalls ein Asset erworben. Ob man dieses mit 1,8 Mio. bewerten kann ist eher fraglich, aber trotzdem ein feiner Artikel.

    Ohne das jetzt genauer recherchiert zu haben (leider), bin ich mir sicher, dass die Situation in Österreich um keinen Deut besser ist 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.