Der Kampf gegen das Übergewicht – Lebensmittelaktionäre ganz gelassen

In Amerika läuft seit einigen Jahren ein Prozess ab in dem Teile der Politik versuchen die Bevölkerung gesünder zu machen und in Folge natürlich auch Gesundheitskosten zu sparen. Nachdem das Rauchen in Restaurants bereits verboten ist und die Zahl der Raucher nachweislich abnimmt ist das nächste Betätigungsfeld die verbreitete Fettleibigkeit.

Einer der tatkräftigsten Politiker in diesem Feld ist der Bürgermeister von New York Michael Bloomberg. Nachdem dieser den Kampf gegen den Tabak bereits recht erfolgreich geführt hat schielt er jetzt verbissen auf die Soda Industrie und damit natürlich auf die großen Cola-Produzenten wie Coca Cola, Pepsi oder die Dr.Pepper Group…

Sieht man die Sache jetzt kurz als neutraler Beobachter und nicht als Aktionär eines Unternehmens, welches Lebensmittel oder Getränke verkauft, scheint dies auch einzuleuchten. Jeder zehnte Amerikaner leidet nach Studien an Diabetes und in Großstädten wie New York scheint diese Situation sogar noch weitaus schlimmer zu sein.

Nach Angaben der New York Times sind in New York über die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig oder bereits fettleibig. Wie man das ganze natürlichFette Kinder in McDonalds, Forex-Handel, Devisenhandel, rohstoffinvestment, wirtschaftsrecht, bestes tagesgeld, festgeldzinsen, jetzt in aktien investieren, an der Börse geld verdienen, lebensversicherungen, altersvorsorge definiert ist eine andere Frage. Je nach Körperbau kann der sogenannte Body-Mass-Index bereits ein Übergewicht anzeigen, obwohl die entsprechende Person eher schlank erscheint. Dennoch lässt sich die Fettleibigkeit als Zivilisationskrankheit wohl kaum von der Hand weißen und fette Menschen besitzen sogar ein größeres Krankheitsrisiko als langjährige Kettenraucher.

Der aktuelle Fall in New York

Im Herbst letzten Jahres stimmte das Rat von New York in 8 zu 0 Stimmen für ein Verbot der Verkaufs von Soda-Getränken in Behältnissen mit einer Füllmenge über 450 Milliliter in Restaurants oder Kinos.

Um es Vorweg zu sagen, das Board ist nicht mit dem Gemeinderat im deutschen Sinne gleichzusetzen. Alle Stimmberechtigten wurden von Bloomberg selbst in diese Position gebracht. Eigentlich hat das Board 11 Mitglieder, die aber entweder nicht zur Abstimmung kamen oder bereits entfernt wurden.

Es gibt natürlich einige Gruppen, die von solchen Verboten überhaupt nicht begeistert sind. Hier sind natürlich die Soft Drink Produzenten, aber auch die Betreiber kleinerer Geschäfte zu nennen, für die kleiner Verkaufsvolumen eben auch kleinere Gewinne darstellen. Gerade in Restaurants wird ein Großteil der Gewinne eben über den Verkauf von Getränken generiert.

Die Wendung kam diese Woche wenige Stunden vor in Kraft treten des Verbots der Riesen-Becher als ein New Yorker Gericht das Verbot als „willkürlich“ außer Kraft setzte.

In der Erklärung des Gerichts wurde bemängelt, dass das Verbot nur bestimmte Geschäftszweige treffen würde. So wäre zwar die traditionelle Cola in großen Bechern verboten wurden; stark mit Zucker angereicherte Säfte hätte aber weiter verkauft werden dürfen.

Der Kampf wird weitergehen

Der Kampf gegen kalorienreiche Nahrung und Getränke wird sicherlich bald eine Fortsetzung finden. Nicht nur Michael Bloomberg, sondern auch viele andere Politiker befinden sich auf diesem Feldzug. Der Kampf dürfte aber noch weitaus schwerer werden als das zähe Ringen mit der amerikanischen Tabakindustrie. Unzählig viele Unternehmen verdienen ihr Geld ja mit dem Verkauf von Lebensmitteln mit recht vielen Kalorien. Von McDonald’s bis zur Pizzeria um die Ecke erstreckt sich die Bandbreite an potentiellen Opfern der Politik und damit ist mit massiver und Milliardenschwerer Gegenwehr zu rechnen.

Aktien von Soft Drink-Produzenten, Fast Food Restaurants und Co. verkaufen?

Auf diese Idee könnte man vielleicht im ersten Moment kommen. Tatsächlich besteht aus meiner Sicht jedoch überhaupt keine nachhaltige Gefahr. Es wird vielleicht in immer mehr amerikanischen Städten eine sogenannte Soda Tax geben oder wie in New York ein Verbot für große Colabecher oder Hamburger mit über 1000 Kalorien. Dieser Prozess wird sich aber über Jahre hinziehen. Konsumentenverbände und Industriegrößen werden mit riesigen Werbekampagnen und Gegenklagen das ganze in die Länge ziehen und bis die Verbote dann wirklich in Kraft treten wird es längst etablierte Produkte geben, die gar nicht mehr unter die Regelung fallen (siehe Coca Cola Zero, Pepsi MAX, Dr Pepper 10).

Zudem sind Getränke und Nahrung eine Notwendigkeit, während Tabak ein reines Genussmittel oder böse gesagt eine Droge ist. Meine Einschätzung scheinen auch zahlreiche andere Marktteilnehmer zu teilen, denn es ging nach der Gerichtsentscheidung in New York mit den Aktien der entsprechenden Branchen weder nach oben, noch nach unten.

Die ganze Sache ist natürlich auch ein wenig ein Glaubenskrieg. Persönlich bin ich kein Fan von Verboten! Wer stark übergewichtig ist, dem muss doch klar sein, dass es keinen Sinn macht sich mit kalorienreicher Cola und fettigen Hamburger vollzuessen.

Es gibt zwar durchaus starke Tendenzen in unserer Gesellschaft den Bürger „vor sich selbst zu schützen“. Jedoch macht die Erziehung zu mehr Unmündigkeit das Problem immer schlimmer, da der Bürger dann auch immer weniger bereit ist selbst Verantwortung für sich zu übernehmen.

4 Gedanken zu “Der Kampf gegen das Übergewicht – Lebensmittelaktionäre ganz gelassen

  1. Gerade in den USA ist Fastfood das billigste Essen, das man finden kann. Schon in Deutschland kostet Salat relativ gesehen viel im Vergleich zu anderen (ungesünderen) Mahlzeiten. Die Vermutung, die Menschen essen nur so ungesund, weil sie es nicht besser wissen, ist also nur teilweise richtig. Viele haben mangels Einkommen schlicht keine andere Alternative.

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