Green Mountain Coffee Aktie – Das Apple des Kaffees

Green Mountain Coffee Roasters ist eine amerikanische Aufstiegsgeschichten wie aus dem Bilderbuch. Robert Stiller erwarb 1981 ein kleines Cafe in einem beschaulichen 1700 Seelen Städtchen in Vermont und machte sich durch den selbst gerösteten Kaffee einen so guten Namen, dass bald auch Restaurants und Supermärkte aus dem Umland seinen Kaffee orderten.

Anfang der 90er wurde der Kaffee dann bereits über die Landesgrenzen nach Kanada und Asien geliefert, es wurden Großabnehmer wie McDonald’s gefunden und heute ist Green Mountain Coffee mit einer Marktkapitalisierung von fast 8 Milliarden $ wohl endgültig in der Welt des Big Business angekommen…

Einschub Mit Firmengründer Rober Stiller hätte es trotz dieser Erfolgsgeschichte finanziell letztes Jahr fast noch ein böses Finale gegeben. Stiller belieh seinen Green Mountain Aktien nämlich in großem Maße und lebt einen überaus aufwendigen Lebensstil mit Yachten und teuren Anwesen. Als die Green Mountain Aktie dann 2012 innerhalb weniger Monate um zwei Drittel einbrach wurde das Kreditrisiko den Kreditgebern zu groß und Stiller musste große Aktienpakete zu, aus heutiger Sicht, Schleuder-Kursen verkaufen um sich vor dem Ruin zu retten. Eine lehrreiche Lektion nicht seine Aktienvermögen im großen Stil zu belasten, den bei Kursentwicklungen weiß man nie.

Normalerweise könnte man davon ausgehen, dass der VerkaufGreen Mountain Coffee Roasters Logo, beste altersvorsorge, riester-rente, lebensversicherung verkaufen, goldmünzen, in gold investieren, in windparks investieren von Kaffee, in einem erwachsenen Markt wie den USA, kaum dazu taugt gigantische Wachstumszahlen zu produzieren. Green Mountain Coffee konnte mit seinen Keurig Kaffeepadmaschinen jedoch in den letzten Jahren einen nicht zu erwartenden Erfolg erzielen. Wahrscheinlich war Green Mountain dabei einer der großen Profiteure niedrigerer Einkommen und hoher Arbeitslosigkeit, durch die viele Kaffeetrinker sich teure Kaffeerestaurants wie Starbucks schlicht nicht mehr leisten konnten.Keurig kaffeemaschine mit pads, festgeldzinsen, wo konto eröffnen, börse, geld in etfs oder aktiensfonds, wo beste dividende

Green Mountain Coffee konnte inzwischen an die 15 Millionen Kaffeepadmaschinen in Amerika verkaufen und profitiert vor allem durch die hohen Margen der verkauften Pads. Dabei bietet man längst nicht mehr nur diverse Kaffeesorten an, sondern hat durch Deals mit anderen Firmen auch die in Amerika beliebten Snapple-Fruchtsäfte und weitere Sorten zum selber aufkochen im Sortiment.

Finanzielles
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Green Mountain Coffee ist im Kaffeebereich was Apple in den letzten Jahren bei der Informationstechnik war. Ein für die Branche völlig unüblich hohes Wachstum gepaart mit hohen Margen. Im Jahr 2012 wurde eine Nettogewinnmarge von 9,4 % erzielt, was ein sehr guter Wert für einen Nahrungs/Konsum Betrieb ist. Im Vergleich: Kellogg erzielt 9,3 % und dies als lang eingesessen No 1 in ihrem Segment, ohne jedoch auch nur ansatzweise ein vergleichbares Wachstum zu generieren.

Green Mountain Coffee besitzt eine Eigenkapitalrentabilität von 17,4% und verschwindend wenig Verbindlichkeiten ( 0,18* Schulden zum Eigenkapital).
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Die Gewinne sprechen bei Green Mountain eine sehr deutliche Sprache und sollte alles so bleiben wie es ist wird es auch die nächsten Jahre über eine hohes zweistelliges Wachstum geben. Dividende gibt es bei der Green Mountain Aktie bisher noch keine; die Rufe danach werden jedoch lauter.

Alles wäre so schön, wenn…

…es nicht wie bei jeder großen Wachstumsgeschichte auch die Konkurrenz gebe, die natürlich auch etwas vom Kuchen abhaben möchte. Gewinne macht Green Mountain Coffee mit den K-Cups, dies sind die Kaffee/Eistee-pads für ihre Geräte. Letztes Jahr kam es zu einer enormen Reduktion der Kurse als bekannt wurde, dass zwei Patente ablaufen und es so bald auch anderen Herstellern möglich sein wird günstiger Pads anzubieten. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis die großen Nahrungsmittelkonzerne und die Supermarkteigenmarken mit günstigeren Alternativen den Großangriff starten und so ein starker Preiskampf um die Kaffeepads aufkommt. Green Mountains Strategie dazu scheint es zu sein eine neue Generation von Kaffeemaschinen zu platzieren und durch die neuen Patente wieder einige Jahre Ruhe zu haben.

Zweitens kontert die Kaffeekonkurrenz, allen voran Starbucks, bereits mit eigenen Maschinen, die im Internet bereits erhältlich sind. Die Bewährungsprobe für das Green Mountain Management steht also noch bevor.

Drittens lieben es Amerikaner auswärts zu essen und ihren Kaffee zu trinken. Hohe Arbeitslosigkeit und schlechte Lohnentwicklungen spielten Green Mountain also in die Hände. Sollte die Arbeitslosigkeit in den USA also weiter fallen und auch die Löhne wieder anziehen wird der Amerikaner seine Liebe zur eigenen Kaffeemaschine eventuell bald wieder vergessen und lieber n der schicken Starbucks-Filiale oder dem McCafe nebenan sitzen.

Fazit

Green Mountain Coffee ist eine sehr schöne Geschichte und es gibt gute Gründe für die Aktie als auch gewaltige Gründe gegen sie (zumindest zu diesen Kursen).

Die Aktie von Green Mountain Coffee Roasters ( WKN 887856 / ISIN US3931221069 / GMCR) notiert schließlich mit einem Kurs von 52,87$ bei einem KGV von fast 23. Ein heftiger Preiskampf um die Pads würde die Gewinne schnell schmelzen lassen und die Parallelen zu Apple sind kaum zu übersehen. Auch bei Apple ist die alles entscheidende Frage, ob sich die hohen Gewinnmargen auch in Zukunft halten lassen oder ob die Kunden die astronomisch hohen Preise irgendwann leid sind.

Man sollte sich also nicht vom Namen Coffee täuschen lassen. Green Mountain Coffee ist keine konservative Aktie aus dem Nahrungsmittelbereich, sondern ein spekulatives Investment.

10 Gedanken zu “Green Mountain Coffee Aktie – Das Apple des Kaffees

  1. ich denke mal du hast sicherlich recht, dass einige Leute sich teuren Kaffee aufgrund von schlechten Jobs oder auch aufgrund von Arbeitslosigkeit nicht mehr leisten können. Allerdings sehe ich bei diesen Kaffee Pad Maschinen wie zum Beispiel auch Krups Nespresso und Senseo etcetera den Vorteil vor allem aus Sicht des Verbrauchers darin, dass man zuhause schnell und mit wenig Aufwand und relativ geringen Kosten im Gegensatz zum Cafe um die ecke einen ebenfalls sehr guten Kaffee trinken kann. die Maschinen kommen sicherlich nicht an einen Sieb Maschine heran jedoch sind sie auch viel günstiger und haben nicht unbedingt mit einem geringeren Einkommen der Leute zu tun, sondern sind einfach günstige und praktische Maschinen.

    • wundert mich eh, dass in den USA Philips und Nestle bei diesen Kaffeepads keine Bedrohung darstellen. Hier in Deutschland haben die sich ja heftig bekämpft vor ein paar Jahren.

  2. Als Mc Donald´s Grossaktionär würde ich es natürlich gutheissen wenn alle wieder zu den Mc Cafés kämen 😉

    Mir ist in der Branche zu viel Konkurrenz. Wo ist da die Moat? Der Gigant Nestlé mischt da ja auch mit. Gegen die würde ich nie wetten.

    @ joaquin:

    sag Bescheid wenn wir für dich sammeln sollen 😉

    • Stimmt bist ja damals in McD rein. War ja schon ganz solide die Performance (müsste so bei 90 $ gewesen sein oder? ). Und die Divi ist ja auch schön, vllt kann McD ja noch bisschen von der Yum Schwäche im China Geschäft profitieren.

      • In Dollar kann ich dir´s nicht mehr sagen. Aber in EUR:

        Mein Kaufkurs war 65,65 €. Jetzt stehen sie bei 75,70. Macht schöne 15% Plus. Und das in der kurzen Zeit. Ne schöne Quartalsdividende gibt es auch. Du bist doch auch drin bei McDonald´s, oder?

        Hab schon wieder überlegt zu verkaufen und alles in Microsoft reinzubuttern. Mach es wohl aber eher nicht…

        Gruss

        • Nach über vier Jahren bin ich nun auch zum ersten Mal wieder mit Allianz beim Einstandskurs (111€). Nach dem die die Dividende nicht angehoben haben hätte ich eigentlich nicht mit einem weiteren Kursanstieg gerechnet. So kann man sich täuschen.

          @ kumo-trading:
          Vergiss Optionsscheine. Da verdient nur der Emittent dran. Die sind so konstruiert, dass es für den Käufer sehr sehr schwer ist damit Geld zu verdienen. Und die Zeit spielt gegen dich.

          • @ Stefan: Auf der einen Seite könnte ich Dir entgegnen : Nicht umsonst gibt es die Dinger nur in Deutschland, auf der anderen Seite könnte ich Dir entgegnen, dass man damit sehr wohl Geld verdienen kann.Nur ist der Handel mit diesen Scheinchen sehr komplex, weshalb viele ihr Geld damit verlieren, da sie meist nur den imens hohen Hebel sehen und für die „Omega“ und „Theta“ wirre griechische Buchstaben darstellen.

  3. Sehr gute Fundamentalanalyse.
    In verschiedenen Foren rufen sie bereits wieder Kurse ums ATH aus und wenn man die Aktie tatsächlich als spekulatives Invest ansieht, gibt es interessante Optionsscheine dafür.

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