Deutschlands Tor zur Welt – Hamburger Hafen AG

Deutschland ist ja bekanntlich eine starke Exportnation und diese produzierten Waren müssen natürlich auch ihren Weg zum Konsumenten finden. In Zeiten der Globalisierung werden Waren in riesigen Containerschiffen um den Globus geschickt, damit wir täglich Apfelsinen aus Neuseeland oder Stereoanlagen aus Japan kaufen können.

Der Transport per Schiff ist für große Warensendungen die günstigste Version und so liegt es eigentlich nahe sich die Aktie des Hamburger Hafens einmal genauer anzusehen. Schließlich ist Hamburg nach Rotterdam der zweitgrößte Containerhafen Europas…

Erst einmal haben die großen Häfen Europas allesamt über dHamburger Hafen, riester-rente, bester festgeldzins, wirtschaftsrechtie letzten 20 Jahre einen Aufschwung beim Containerumschlag erlebt und man folgt mit der Hamburger Hafen AG Aktie damit einem Trend, der sich wohl nicht mehr umdrehen wird, aber eventuell abschwächt.

Natürlich benötigt ein Hafen laufend Investitionen, da die Containerschiffe immer größer werden und dadurch auch stetig steigende Investitionen in die Lade und Belade Kapazitäten gesteckt werden müssen. Mit einer Eigenkapital-Quote von 35,6 % (2011) ist den Hamburger Hafen für meinen Geschmack immer noch ein wenig hoch verschuldet, es ist aber ein sehr positiver Trend in dieser Hinsicht zu beobachten.
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Die Eigenkapitalrentabilität fällt mit dem höheren Eigenkapitalanteil natürlich, eine Rentabilität von 20 % bei nur einem Drittel Eigenkapital gefällt mir jedoch nicht wirklich.

Risiken

  • Deutschland verliert an Exportvolumen und damit folgen dann auch geringere Steigerungen im Containergeschäft. Dazu ein Zitat aus Peer Steinbrück – Unterm Strich „Allein die Nachfrage aus den USA ließ die deutsche Exportwirtschaft frohlocken; in den Leistungsbilanzen unserer vier wichtigsten Handelspartner, Frankreich, den USA, die Niederlande und Großbritannien, spiegeln sich 43 % des deutschen Exportüberschusses wider. Vieles deutet darauf hin, dass diese Länder den Turbo ihrer Auslandsnachfrage herunterfahren müssen…“.Diese vorhersage scheint zuzutreffen und vor allem in den USA ist eine Reindustrialisierung vorherzusehen. Ob das Containerwachstum also in derartiger Stärke weitergeht ist zweifelhaft.
  • Der Hamburger Hafen steht in dauerhafter Konkurrenz zum Hafen Rotterdam und befindet sich doch ziemlich weit im Landesinneren. Die Diskussion um den Elbausbau bekam auch ich beim letzten Hamburger Wahlkampf kurz aus der Berichterstattung mit und gerade in Deutschland bin ich skeptisch, wenn in die Zukunftskapazitäten in Zusammenhang mit solchen Groß-Projekten steht. Stuttgart 21 hat gezeigt wie plötzlich die Wutbürger auf die Barrikaden gehen und die grüne Schickeria Sand ins Getriebe streut. Die Verantwortlichen in Hamburg werden hoffentlich auch in Zukunft nicht so blöd sein, die Entwicklung ihres Hafens zu behindern, dennoch ist die Politik in ihrem kurzfristigen Denken hier sicherlich ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Fazit

Die Aktie des Hamburger Hafens AG ist mir auf den ersten Blick zu teuer. Ein KGV von 17 für das vergangene Jahr und ein geschätztes KGV von 15 für 2014 sind mir eindeutig zu teuer. Die Dividende liegt übrigens bei über 3 % und wer die Aktie schon hat kann hier mal ein wenig aussitzen, da der Containerhandel sicherlich Zukunft hat. Dazu kommen nach wie vor Risikofaktoren für die Weltwirtschaftsentwicklung und eine nicht berauschende Eigenkapitalrentabilität, wenn man die Schulden bedenkt.

Langfristig ist ein weiterer negativer Faktor die hohe Abhängigkeit von politischen Stimmungslagen, was den Ausbau und Erweiterungen angeht. Dazu ist auch noch die Stadt Hamburg mit 68 % großer Mehrheitsaktionär, was den Kurs nach unten absichert und auch die Schulden nie zum Risiko machen werden. Dennoch sollte man Politik und Business nicht zu stark vermischen und generell habe ich schon oft negatives für den Aktionär beobachtet, wenn die Politik zu viel Einfluss aufs Geschäft hat.

5 Gedanken zu “Deutschlands Tor zur Welt – Hamburger Hafen AG

  1. Hast du dir auch mal Eurokai als Alternative zur HHLA angesehen? Mir gefällt auf den ersten Blick die im Vergleich zur HHLA größere Diversifikation, aber der hohe Italienanteil und der problembehaftete Jadeweserport könnten ein Nachteil sein.

  2. Pingback: Kleine Presseschau vom 11. März 2013 | Die Börsenblogger

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