Diese Aktien legte ich Mama ins Depot.

Da Mama natürlich für jeden eine ganz besondere Figur ist und man dieser natürlich für Jahre der aufopfernden Hingabe auch mal etwas zurückgeben möchte, manage ich seit knapp 3 Jahren das Depot meiner Mutter.

Obwohl ich via Onlinebanking täglich daran Veränderungen vornehmen könnte tue ich dieses sehr selten.

Sehr wichtig für mich ist, dass das Depot auch ohne, dass ich irgend etwas verändere, läuft. Zudem sollten sich die Schwankungen in Grenzen halten, da meine Mutter ( die sich inzwischen ganz knapp vor dem Pensionseintritt befindet) durchaus in der Lage ist ihren Depotwert via Internet zu bestimmen….
Also kommen in dieses Depot nur sehr konservative Werte und irgendwie lande ich immer wieder bei den Nahrungsmittelwerten. Die Performance haut einen vielleicht nicht um; jedoch sollte man bedenken, dass ich viel Wert auf einen Schutz vor heftigen Kursabrütschen lege und gerade Anfang 2010 noch viele Dinge wesentlich schlechter aussahen als heute. Zudem habe ich auch ein paar Positionen mit Gewinn zwischendurch verkauft, weil sie mir doch irgendwie nicht mehr gefielen.
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Coke vs Pepsi – in diesem Kampf gewinnen stets beide

Die „älteste Position ist die Coca Cola Aktie im Depot meiner Mutter. Coca Cola wurde von mir 2010 gekauft als ich mir wirklich sehr unsicher war wie es mit der Wirtschaft weitergeht. Damals war gerade die Griechenlandkrise am Aufkommen und daher entschied ich mich für die Coca Cola Aktie als Grundstein des Depots. Damals bot Coca Cola mit einem KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 3% für mich eine sehr sichere Option mit der das Depot auf jeden Fall über die Jahre nette Renditen abwerfen sollte.

Dazu kam dann wenig später und dann noch einmal nachgekauft die Aktie von PepsiCo. Pepsi gefiel mir aufgrund der Größe, dem wie bei Coca Cola sehr stabilen Geschäftsfeld und den vielen Wachstumschancen rund um den Globus, die besonders auch auf den großen Geschäftsbereich mit Chips & Co entstehen. Auch diese Aktie sah ich mit 3 % Dividende damals als sichere Bank.

ConAgra Foods Aktie

Die beiden anderen Werte ConAgra und Kellogg kaufte ich erst im Juli letzten Jahres. Bei Conagra sah ich eine ziemlich langweilige Aktie, die mir doch ein wenig arg niedrig bewertet im Vergleich zu seiner Peer Group vorkam und schlug zu. Bei ConAgra hatte ich den Eindruck, dass der Markt nicht realisierte, dass das Vorjahresergebnis damals aufgrund von einmaligen Pensionsumstellungskosten wesentlich schlechter aussah als es tatsächlich war.

Dass natürlich auch noch die Ralcorp-Übernahme hinzu kam war natürlich ein sehr netter Bonus. Conagra teilte heute übrigens mit, dass es durch Ralcorp im nächsten Jahr zu einem größeren Gewinnsprung kommen soll

„The food company, whose brands include Banquet and Chef Boyardee, said Tuesday that it now foresees adjusted earnings of about $2.15 per share for fiscal 2013. That’s up from its previous guidance for earnings of at least $2.06 per share.

ConAgra said it expects Ralcorp to add about 25 cents per share to its fiscal 2014 adjusted earnings. ConAgra, based in Omaha, Neb., is expected give its full 2014 financial forecast in June.“ ( cnbc.com )

Dies macht natürlich Mut für die Aktie, die so ein laufendes KGV von 15,56 und ein zukünftiges KGV von circa 12,5 besitzt. Dazu kommen in den nächsten Jahren auch noch Kosteneinsparungen durch die Zusammenlegung der Conagra- und Ralcorp-Fertigung.

Kellogg Company

Zum gleichen Zeitpunkt wie Conagra kaufte ich damals auch die Kellogg Aktie. Das Unternehmen war über Jahre eher die lahme Ente der Nahrungsmittelbranche gewesen, dennoch war das Unternehmens sehr solide und anbrennen konnte hier auch nicht wirklich etwas + fast 4% Dividende.

Was mich von der Kellogg Aktie begeisterte war der Kauft von Pringles (die ja erst an Diamond Foods gehen sollten). Pringles war meines Erachtens genau das was Kellogg brauchte. Kellogg war ein Unternehmen, welches in den wachstumsstarken Märkten der Welt einfach nicht genug vertreten war um mit den Wachstumsraten der Konkurrenz mitzuhalten.

Hierbei ging ich schlicht davon aus, dass Pringles für Kellogg mehr wert ist als dies die Zahlen erst vermuten ließen. Pringles war bereits in vielen aufstrebenden Märkten etabliert und brachte demzufolge auch das Vertriebsnetz und den Namen mit um weitere Produkte nachzuschieben. Wie es scheint hat Kellogg in den letzten Quartalen auch ordentlich fahrt aufgenommen und die Überlegung scheint aufzugehen.

 was Mama versteht macht ihr auch Freude

Das vielleicht Wichtiges am Depot ist, dass selbst meine Mutter (Beruf Lehrerin) versteht, was sie da im Depot hat. Vor der Finanzkrise hat sie mit Beratung ihres Bankmenschens viel Geld in Commerzbank Aktien gesteckt und betet mir bis heute vor wie viele schöne und teure Filialen die Commerzbank doch habe. Die Commerzbank Aktien habe ich bei 5,60 € dann verkauft (auch wenn es damals ein wenig weh tat ) und im Rückblick doch eine gute Entscheidung war.

Die Sache mit Produkten an denen man täglich im Supermarktregal vorbei läuft gefällt ihr aber inzwischen echt gut. Ihr Interesse an der ganzen Aktiengeschichte ist bei ihr auf jeden Fall gestiegen seit sie versteht, was die Posten in ihrem Portfolio eigentlich machen 😉 .

7 Gedanken zu “Diese Aktien legte ich Mama ins Depot.

  1. Pingback: Aus anderen Blogs – KW 08/2013 | Kapitalmarktexperten.de

  2. Unternehmen von Aktien die man beim täglichen Einkauf im Supermarkt sehen kann – keine schlechte Idee, eventuelle bringe ich so auch meine Mutter wieder zu Aktien, die leider sehr schlechte Erfahrungen damit machen musste.

  3. @ Martin:

    Woher willst du denn wissen, dass da viel Cash ist? Stehen ja keine Stückzahlen bei den Aktien dabei. Nur Prozente. Außerdem:wie redest du eigentlich über Ulrichs Mutter?

    @ Ulrich:

    Sehr schön. Wäre mir ein wenig zu einseitig auf den Nahrungsmittelbereich ausgerichtet, aber ok. Für eine Lehrerin ist es ja ohnehin eher untypisch Aktionärin zu sein 🙂 Wenn ich da an meine Schulzeit zurückdenke: da wurden Aktien immer als böses Teufelszeug angesehen. Im Nachhinein glaube ich, dass das alles Sozis waren.

    Ich habe für meinen Vater auch ein Depot angelegt. Konnte auch schon ein paar schöne Gewinne für ihn rausholen. So habe ich ihm zum Beispiel Münchner Rück gekauft. Die sind 10 % im Plus und zahlen eine saftige Dividende.

    • @ Stefan
      Dazu muss man wissen, dass wir uns persönlich kennen und locker reden.
      Chill mal, mein alter deine alte und so, sage ich immer, ist halt so 😉
      Das ist nicht abwertend gemeint und das weiß der Ulrich auch 😉

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