Buffett kauft Heinz – Berkshire setzt auf Wachstumsmärkte

Es gibt auch für mich hier hin und wieder mal ein kleines Erfolgserlebnis und ich hoffe, dass meine Aktienvorstellungen doch dem einen oder anderen ein wenig weiterhelfen.

So freue ich mich heute natürlich ganz besonders, dass das große Vorbild für alle langfristigen Anleger Warren Buffett ein Unternehmen aufkauft, dessen Aktie ich hier erst am 25. Januar vorgestellt habe ( “ Heinz, das Coca Cola des Ketchups „ ).

H.J. Heinz, der bekannte Ketchup Hersteller wird von Berkshire Hathaway und 3G Capital in einem fast 24 Milliarden $ schweren Deal übernommen.

Zwar ist das ganze noch nicht ganz über der Bühne, es wurde aber sicherlich vor Bekanntgabe des Deals bereits ausreichend bei den Altaktionären und den Behörden vorgefühlt…

Ein bisschen überrascht bin ich über diesen Deal zu diesem Zeitpunkt dennoch ein wenig. Gerade jetzt wo die amerikanische Wirtschaft so richtig ins laufen kommt und die amerikanische Energiebranche vor einem gewaltigen Boom steht Warren Buffett kauft Heinz, Finanzberatung, Börse, Aktien, geld anlegen, tagesgeld, honorarberatung, devisenhandeldachte ich eher an Zukäufen im Bereicht Transport oder Energie. Buffett entschied sich aber anscheinend lieber für einen Zukauf im eher langweiligen Bereich der Nahrungsmittelproduzenten.

Heinz, die Coca Cola Ersatz-Droge fürs Portfolio?

Der Zukauf von Heinz Ketchup ins Portfolio von Berkshire Hathaway macht dennoch einigen Sinn. Buffett ist ein Freund der Nahrungsmittelbranche und hält ja schon seit Ende der 80er an seinen Coca Cola Aktien fest. Wie ich bereits in meinem früheren Artikel erwähnte habe ist auch Heinz in seinen Produktfeldern stets mit dem Nummer 1 oder 2 Produkt vertreten und so setzt Warren schlicht in einer weiteren ganz sicheren Nahrungsmittelkategorie aufs weltweite Wachstum und kann sich ganz sicher sein, dass er mit Heinz davon einen großen Brocken abbekommt.

Heinz könnte für Buffett auch eine Rolle übernehmen, die Coca Cola aktuell nicht erfüllen kann. Natürlich ist Buffett sehr bemüht darum Berkshire Hathaway auch zukünftig auf Wachstumskurs zu halten; Coca Cola jedoch befindet sich in einer schwierigen Situation um vergleichbare Unternehmen deutlich outperformen zu können. Da Coca Cola erst vor kurzem seine Abfüllunternehmen in den USA geschluckt hat ist man aktuell wieder sehr stark an die Entwicklung des amerikanischen Markts gebunden und dieser hat im Bereich der Getränke natürlich lange nicht das gleiche Wachstumspotential wie ein chinesischer oder brasilianischer Markt.

Hier könnte Heinz ins Spiel kommen welches in Emerging Markets bereits 25 % seines Gesamtumsatzes generiert und hier weiter fleißig weitere interessante Unternehmen übernimmt.

Für starke Unternehmen darf man auch mal tiefer in die Tasche greifen

Ein weiterer wichtiger Investmentgrundsatz offenbart sich mit der Heinz Übernahme: Ein gutes Geschäftsmodell darf auch einmal ein bisschen mehr kosten. Zum Übernahmepreis von 72,50 $ pro Heinz Aktie ist diese nämlich wirklich kein Schnäppchen, das ins Auge sticht. Jedoch war auch Coca Cola in den 80ern mit einem damaligen KGV von fast 16 nicht im Ausverkauf und bestätigt, dass man sich beim Aktienkauf nicht nur mit Zahlen beschäftigen sollte. Wichtig sind für den langfristigen Erfolg sind vor allem auch die Geschäftsrisiken und das langfristige absehbare Potential.

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