Gute Renditen mit Müll? – Waste Management

Über die Aktie von Waste Management bin ich jetzt schon ein paar mal beim Suchen nach Dividendentiteln gestoßen. Die gute Dividende von fast 4% und ein Geschäftsfeld, welches wohl kaum irgendwelchen Trends unterworfen ist, da schaut man genauer hin. Zudem besitzt auch die Wohltätigkeits-Stiftung von Bill Gates Waste Management Anteile für 600 Millionen $.

Müll, die große Renditechance?…

Müll ist ein wichtiger Teil unseres täglichen Lebens. Wie wichtig es ist, dass sich jWaste Management, Korb mit Müll, geld investierenm, rohstoff investment, geld in gold und silver anlegen, jetzt gold kaufen? , münzhändleremand unseres Abfalls annimmt, sieht man regelmäßig in Italien. Unabgeholte Müllberge sind in Städten eine echte Katastrophe und die Belange der Müllabfuhr sind in Italien mit ausgeprägter Streikkultur daher regelmäßig Chefsache.

Sein Geld also wie Microsoft-Gründer Bill Gates in einen der größten amerikanischen Müllentsorger und Deponiebetreiber + guter Dividende zu investieren scheint auf den ersten Blick verlockend; ist es aber nicht ;) .

Waste Management hat wie seine direkten Konkurrenten auch zwei Umsatzquellen.

a) Gebührenfür die Müllabholung, den Transport und die Aufbewahrung auf den Mülldeponien

Dieses Geschäft ist ganz klar das Hauptstandbein und Waste Management erzielte damit im Geschäftsjahr 2011 88,6 % seiner Umsätze. Da die Müllabholung und die Tarife längerfristig mit Kommunen und Firmen vereinbart werden ist dieses Geschäftsfeld konjunkturunabhängig und könnte der Aktie als Defensiv-Wert eine Berechtigung im Depot geben.

b) Der Verkauf von recycelten Rohstoffen

Recycelte Waren und eine Wirtschaft, die nicht immer neue Rohstoffe verbraucht, sondern neue Produkte aus ihren alten Produkten schafft. Schöne Vision, damit jedoch das große Geld zu verdienen scheint für die Mülldeponien nicht drin zu sein.

Gerade einmal 11,4 % des Umsatzes wurden im Jahr 2011 mit dem Verkauf von recycelten Materalien erzielt. In Zeiten schwacher Rohstoffnachfrage wie 2009 waren es sogar nur 5,9%. Diese Steigerung ist aber kein Trend, sondern schlicht auf die extrem schwache Nachfrage während der Wirtschaftskrise zurückzuführen. Das Geschäftsfeld wird zwar wahrscheinlich langfristig wachsen, ist aber zu klein um dadurch der Aktie in den nächsten Jahren einen nennenswerten Auftrieb zu verschaffen.
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Also was soll man zu so einem Geschäft sagen? Langweiliger geht es wohl nicht. Gerade hat Waste Management die Übernahme von Green Star, einem Recyclingbetrieb, bekannt gegeben. Die Übernahme ist aber zu klein um den Umsatzanteil der wiederaufbereiteten Material merklich zu pushen.

Kauf wegen der Dividende?
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Der Spielraum für eine gute Dividendenentwicklung ist offensichtlich bei der Waste Management Aktie schlicht nicht vorhanden und schon jetzt werden die Aktionäre zu großzügig bedient. Der Verschuldungsgrad von 1,51 ist zwar mit diesem Geschäftsmodell für mich nicht besorgniserregenden, sollte aber auch nicht noch weiter aufgebläht werden. Das Management hat nur die Chance zu wachsen indem sie kleinere Mitbewerber übernimmt; dafür müssten dann zumindest die Aktienrückkäufe gestrichen werden. An die Dividende wird man wohl nicht herangehen, da dies der Schwerpunkt der meisten Waste Management Aktionäre sein dürfte.

Wie man es auch dreht und wendet, die Aktie hat keine Fantasie. Umsätze und Gewinne lassen sich nicht steigern und Raum für neue großzügige Aktienrückkaufs-Aktionen (oder Dividendensteigerungen) bleiben auch nicht.

Fazit

Die Aktie von Waste Management ( WKN 893579 / ISIN US94106L1098 / WM ) besitzt eine schöne Dividendenrendite von 3,9%. Dies war es aber auch schon mit dieser Aktie.

Das Unternehmen befindet sich in einer wachstumsschwachen und kapitalintensiven Branche, die einfach nichts hergibt ( Eigenkapitalrendite bei 13%). Bill Gates hat die Aktie wohl mit dem sehr langfristigen Gedanken des Recyclings gekauft, zudem bietet das langweilige Geschäft konstante Geldströme für seine Stiftung.

Zum aktuellen Kurs von 36 US$ und einem KGV von 17 ist die Aktie viel zu teuer. Wenn es die Aktie einmal super günstig gebe würde, könnte man ja als extrem defensiver Anleger vielleicht noch zugreifen, da sie unheimlich krisenfest ist. Die Aktie hatte ihren Tiefpunkt aber selbst 2009 bei noch fast 26$ und so kann man sich gedanklich eigentlich auch schon getrost von einer Waste Management Investition verabschieden. Investitionen in Müll könnten in Ländern wie China oder Brasilien eventuell mehr Sinn machen, da hier wohl noch wesentlich mehr Nachholbedarf existiert (wobei dies wohl wieder eine Branche ist, die zu allererst reguliert wird).

3 Gedanken zu “Gute Renditen mit Müll? – Waste Management

  1. Pingback: Aus anderen Blogs – KW 6 / 2013 | Kapitalmarktexperten.de

  2. Hallo,
    erneut vielen Dank für deine Analysen. Diese Branche ist gerade für den Value-Investor prinzipiell interessant, handelt es sich dabei doch eigentlich um ein Brot und Buttergeschäft, das langfristig Wachstum verspricht. Was Waste Management betrifft bin ich mit dir d’accord, momentan sehe ich in dem Papier kein umwerfendes Potenzial.

    Was man sich evtl. noch anschauen könnte ist das franz. Unternehmen Veolia, das vom Markt in letzter Zeit ziemlich abgestraft wurde, wobei das Geschäftsmodell per se (Müll, Wasser, Verkehr) weiterhin nicht völlig aus der Luft gegriffen zu sein scheint. Daneben ist dir Dividende durchaus attrakiv, wenn man die nicht ganz so triviale Rückerstattung der Steuern in Frankreich außer Acht lässt.

    Die tiefgründige Analyse überlasse ich allerdings wie immer dir ;).

    Aber für die tiefgründigen Analysen bist du zuständig ;).

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