Darden Restaurants – Restaurantsriese mit stattlicher Dividende

McDonald’s und Yum! Brands sind bei mir ja oft Thema, da sich das Geschäft mit dem Verkauf von Lebensmitteln eben sehr gut dazu eignet regelmäßige und recht sichere Einkommensströme für sein Portfolio zu generieren.

Wenn Menschen essen gehen, gehen sie aber nicht nur in Fast Food Restaurants, sondern auch gerne mal ein bisschen feiner speisen. Auch, wenn Fast Food natürlich durch die Beschleunigung des Alltags in den letzten Jahren gute Zuwachsraten besitzt dürfte dies wohl das gemütlichere Essen beim Italiener um die Ecke nie überflüssig machen.

Eine der größten Betreiber von konventionellen Restaurants ist der amerikanische Restaurantbetreiber Darden Restaurants, der in den letzten beiden Monaten heftigste Kursabschläge hinnehmen musste und nun mit günstigen KGV und hoher Dividendenrendite lockt…

Darden Restaurants taucht hin und wieder in Artikeln zu amerikanischen Dividendenportfolios auf und ist mir vor allem ein Begriff, da das UnternDarden Restaurants Logo, Olive garden, steakhouse, finanzberatung, honorarberatungehmen in den 90ern ein Spin Off des Nahrungsmittelkonzerns General Mills war.

Darden betreibt über 2000 Restaurants in den USA, Puerto Rico und bald wohl auch auf Hawai. Dabei verfügt Darden über verschiedene Restaurantkonzepte wie Red Lobster ( Schwerpunkt: Fisch, Hummer etc.), Olive Garden ( Italienische Kost ) und LongHorn Steakhouses.

Das ganze läuft im POliver Garden italienisch amerikanisches Restaurant, devisenhandel, forexhandel, wertpapierdepotsrinzip ähnlich ab wie bei Burger King oder McDonalds. Darden stellt für seine Restaurants oder Franchisenehmer Gestaltungskonzepte und Menüs zusammen, die dann von Darden landesweit beworben werden.

Einige Amerikaner in der Internetdiskussion finden die Darden Restaurants meist zu stark auf ältere Kundschaft fokussiert und wünschen sich eine stärkere Ausrichtung auf das Publikum zwischen 20 und 40 um dadurch zukünftige Stammkunden zu generieren. Darden eröffnet alle paar Jahre neue Konzepte und ist sich sicher auch dieses Umstandes bewusst, jedoch ist Darden auch ein Unternehmen mit fast 6 Milliarden $ Marktkapitalisierung und solang der Laden ordentlich läuft wird man wohl nicht überhastet irgendetwas ändern wollen.

Die Darden Restaurants Aktie ist sicher keine solche Wachstumsgeschichte wie YUM! Brands, da dafür einfach die internationale Präsens fehlt.

Dardens wachsende Dividende von derzeit 4,35% ist natürlich eine feine Sache. Ein relativ konservatives Geschäftsfeld wie Restaurants und eine so starke Dividende, da sollte man sich kurz einmal ansehen, wie es mit der Sicherheit dieser aussieht.
Darden Restaurants Capex, Cashflows, Aktien, Dividenden, Börse, Riester-Rende, geld langfristig anlegen, altersvorsorgeDie Sicherheit der Dividende ist für mich hier gegeben. Viele sehen die Ausschüttungen als riskant hoch. Es stimmt, dass im Geschäftsjahr 2012 neue Investitonen und Dividenden nicht durch den operativen Cashflow abgedeckt waren. Dies liegt aber nicht an gravierend schwindenden Einnahmen, sondern mehr an den hohen Investitionen in neue Niederlassungen. Das Management von Darden hat bereits angekündigt die Neuinvestitionen in der kommenden Zeit ein wenig zu drosseln um dadurch die Finanzen wieder ausgewogen zu gestalten.

Es gibt hier also keinen großen Grund zur Sorge. Nachdem sich seit längerem eine langsame Erholung der US-Wirtschaft abzeichnet wurde 2012 natürlich relativ viel investiert um vom künftigen Aufschwung zu profitieren.

Gewinn und Dividendenwachstum

Wir haben bei der Darden Restaurants Aktie seit 2008 ein jährliches Gewinnwachstum pro Aktie von 9,02%, dafür aber auch schon einen relativ hohen Verschuldungsgrad (der aber noch nicht besorgniserregend ist) von 1,574 ( Vergleich McDonald’s 0,96 ) und eine Eigenkapitalrendite von 25%.
Darden Restaurants earnings per share, gewinn pro aktie, dividendgrowth, dividendenentwicklung, finanzberatung, bankenvergleich, tagesgeldkontoDie Zukunft für Darden sieht jedoch dennoch gut aus, da die letzten Jahre durch die hohe US-Arbeitslosigkeit sicher nicht gerade zuträglich waren und durch den sich im Gange befindenden Aufschwung sich die Wachstumszahlen wieder verbessern sollten und sich dadurch alles einrenken sollte. Es kann mit einen Gewinnwachstum pro Aktie von 8 bis 10% über die nächsten Jahre gerechnet werden.

Eigentlich ein Dividenden-Aristokrat

Darden Restaurants hat seit dem Start der Eigenständigkeit 1995 bis auf einmal nie die Dividende gekürzt. 2007 kam es jedoch einmalig dazu, da Einmalkosten durch die Schließung verschiedener wenig rentabler Standorte verdaut werden mussten.

Fazit

Die Darden Restaurant Aktie (WKN 895738 / ISIN US2371941053 / DRI ) hat nicht die Wachstumsaussichten eines Yum! Brands Papiers noch ist sie die Renditeschleuder wie McDonald’s. Dennoch ist Darden Restaurants solide, zeigte keinen Einbruch während der Wirtschaftskrise (außer beim Kurs) und ist momentan mit einen KGV von 13 und einer Dividende von über 4% auch zu einem vertretbaren Preis zu haben, da wir uns gerade mit einem Kurs von 45,99$ sehr nahe am 52 Wochen Tief befinden.

Die aktuell niedrigen Kurse sind auf schwache Umsätze im letzten Quartal zurückzuführen. Die Ursache schiebe ich jetzt mal auf die Rabattschlacht der Konkurrenz und ich persönlich habe gelernt, dass man durch solchen Ereignissen nicht gleich aus den Latschen kippen sollte. Im Restaurant-Geschäft mit eher niedrigen Margen ist aber eben der Kundenstrom extrem wichtig und so reagieren viele Anleger absolut allergisch auf solche Meldungen. Seit Dezember zeigen sich aber bereits vermehrte Insiderkäufe.

6 Gedanken zu “Darden Restaurants – Restaurantsriese mit stattlicher Dividende

  1. Also ich kenne die Begriffe “speisen gehen” und “scheißen gehen”, aber “speißen gehen” ist mir neu. Nix für ungut, aber das sieht wirklich furchtbar aus…
    Ansonsten wollt ich aber mal ein dickes Lob loswerden, was du dir hier mit dem Blog für eine Mühe machst und regelmäßig ziemlich gute Artikel einstellst.

  2. Pingback: Kleine Presseschau vom 30. Januar 2013 | Die Börsenblogger

    • Ja, habe ConAgra schon mehrmals zum Thema gehabt uns staune selbst, wie dieser Wert seitdem steigt und steigt.

      Die Ralcorp-Übernahme macht das Unternehmen größer. Einen Nachteil gibt es jedoch, Conagra wird zukünftig sehr viel mehr Nahrungsmittel für die Eigenmarken der Supermärkte herstellen. Diese Eigenmarken besitzen im Vergleich zu Markenprodukten nur sehr kleine Gewinnmargen und die Supermärkte diktieren stark die Preise. Verändern sich die Rohstoffkosten, ist es meist der Produzent und nicht der Supermarkt, der diese dann tragen muss. Dennoch dürfte allein das Absatzplus die Aktie von Conagra in den kommenden Jahren weiter antreiben.

      Habe damals nach meinem ersten Artikel 4 % Dividende aus der Müslischüssel noch zu Kursen um die 25$ größer zugeschlagen. Damals hatte ich die Ralcorp-Übernahme in naher Zukunft noch gar nicht im Kopf.

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