Heinz, das Coca Cola des Ketchups

Heinz und Coca Cola haben mehr gemeinsam als man vielleicht erst denkt, Cola und Ketchup kommen beides aus der Flasche… haha… Im Ernst: Beide Konzerne sind ihren Segmenten Leitwölfe. Coca Cola ist so ziemlich in jeder Getränkekategorie auf Platz 1 oder 2 und Heinz ist mit seinem Ketchup und seinen Saucen in über 50 Ländern auf Platz 1 oder 2.

Dann profitiert Heinz natürlich wie Coca Cola auch vom Breitmachen der Fast Food Kultur auf der ganzen Welt. Zum Burger gehört Colca und zu den Pommes gehört Ketchup. Beide Firmen sind im Gehirn der Konsumenten unheimlich stark mit täglichen Produkten verknüpft. Cola ist Coca Cola und Ketchup ist Heinz und beide Unternehmen erobern den Globus…

Zu Heinz muss man nicht soviel sagen, jeder kennt ja die bekannte KetchupHeinz Ketchup Flasche, wo investieren, dax, aktien, dow jones, günstige depotgebührenflasche und die Grillsaucen. Obwohl das Geschäft mit Ketchup und Co einem vielleicht nicht unbedingt als erstes beim Thema globale Wachstumstrends in den Kopf schießt, ist Heinz eine Firma mit fast 20 Milliarden $ Marktkapitalisierung eine Schwergewicht im Nahrungsmittelbereich.

Anmerkung: Heinz Großaktionäre sind bis heute Nachkommen des Firmengründers Henry John Heinz. Die Ehefrau des designierten US-Außenministers John Kerry Teresa Heinz ist eine davon und ihr Vermögen dürfte allein dadurch inzwischen stramm auf die Milliarden zulaufen.

Wachstum in Europa und USA stark begrenzt

Zukünftig steigende Renditen sollen bei Heinz ganz klar Märkte wie Brasilien, Venezuela und China bringen. Schaut man sich die Umsatzentwicklung der letzten Jahre an passiert in Nordamerika und Europa gar nichts. Weder werden Umsätze verloren, noch erwähnenswert ausgebaut. Die Zukäufe von Kraft konzentrieren sich ganz klar auf zum Beispiel Hersteller von Sojasoucen für den chinesischen Markt. Dies ist wahrscheinlich auch richtig, denn wo soll in den USA oder bei uns mehr Nachfrage nach Ketchup aufkommen? Heinz müsste also für mehr Umsatz praktisch in bis jetzt fremde Produktfelder expandieren.

Heinz profitiert in Zukunft stark von Wachstumsmärkten

Im Bereich der Nahrungsmittel gibt es für große Unternehmen oft nur noch einen Weg zu großen Zuwachsraten: a) sich in den Wachstumsmärkten breit zu machen oder b) durch das Schlucken anderer großer Spieler im Heimatmarkt (siehe auch Conagra kauft Ralcorp” ).

Nach den jüngsten Entwicklungen dürfte der Umsatzanteil, der aus diesen wachstumsstarken Märkten stammt bereits bei nahezu 25% liegen. Dies ist für einen Nahrungsmittelkonzern durchaus ein stolzer Wert, bei vergleichbaren US-Amerikanischen Unternehmen wie Heinz Revenue growth emerging markets, umsatzanteil china, brasilien, südamerika, aktien, börse, geld langfristig anlegen, tagesgeld, festgeldkonto, beste bank, honorarberatung, finanzberatung, goldmünzen, rohstoffe investierenGeneral Mills liegt der Anteil nur bei circa 10% und selbst das globale Powerhouse Coca Cola Company schafft es nicht ganz auf ein Viertel zu kommen ( was an der Übernahme des US-Amerikanischen Abfüllgeschäfts liegt).

Denken wir uns nun einmal die bisherigen Wachstumszahlen in China und Südamerika von um den 16% (organisches Wachstum) weiter, dann kämen wir allein schon dadurch auf ein Wachstum des Gesamtumsatzes von 4% für das Geschäftsjahr 2014Heinz emerging markets growth, wachstum auf chinesischem markt, forex, devisenhandel, lebensversicherung, altersvorsorge, riester-rente, private vorsorge, vermögensaufbau. Spinnt man das ganze weiter und bedenkt man wie viele Konsumenten noch bereit stehen… diese Story stimmt!

Heinz Company Coca Cola Company General Mills
Schulden / EK 1,73X 0,97X 1,12X
EK-Rentabilität 35,60% 26,68% 25,19%

Die Schulden sind Vergleichsweise hoch, dafür zeigt sich aber auch eine sehr gute Rentabilität, die in den letzten Jahren immer über der von Coca Cola lag.

Die Dividende

Dividendenrendite Durchsch. DivWachstum 5J Ausschüttungs-quote Aktueller Kurs
Heinz Co. (HNZ) 3,43% 6,52% 66,03% 60,64 $
Coca Cola Co. (KO) 2,75% 8,46% 53,43% 37,11 $
General Mills(GIS) 3,16% 10,44% 48,71% 41,70 $

Die zurückliegende Dividendenentwicklung lässt Heinz schlechter dastehen als die Aktie im Moment ist. Durch das starke Engagement in den Wachstumsmärkten und den bereits großen Umsatzanteil der Emerging Markets müsste die Entwicklung der Heinz Dividende eine Spitzenposition unter den großen Nahrungsmittelaktien einnehmen. Darauf kann man aber evtl. durch die bereits hohe Ausschüttungsquote noch ein Weilchen dauern.

Fazit

Die Heinz Aktie ( WKN 851291 / ISIN US4230741039 / HNZ ) ist mit einem laufenden KGV von 19,47 (Kurs 60,64$) für mich zu teuer. Die Bewertung befindet sich auf gleichem Level wie Coca Cola und bietet vielleicht sogar leicht höhere Wachstumschancen, da Coca Cola durch das amerikanische Abfüllgeschäft es schwer haben wird explosiv zu wachsen. Dennoch hat für mich Coca Cola als Aktie einen Sonderstatus, da die Firma nicht vom Thron zu schubsen ist.

Heinz hat gigantisches Potential, dies hat sich durch die enormen Steigerungen beim Geschäft in Südamerika und China gezeigt und die Aktie ist dadurch von den Wachstumsaussichten ein Spitzenreiter der ganzen Branche. Heinz sollte man im Auge behalten und bei größeren Kursabschlägen kaufen.

10 Gedanken zu “Heinz, das Coca Cola des Ketchups

  1. Heinz steht auch auf meiner Wunschliste spätestens als ichim.tiefsten Afrika zu meiner Mahlzeiten immer auch eine Flasche Heinz bekam die.vom Kellner wie eine gute Flasche Rotwein präsentiert wurde.

  2. Pingback: Kleine Presseschau vom 25. Januar 2013 | Die Börsenblogger

  3. Ja, Heinz ist eine gute Marke. Jedoch bei mir (subjektiv) nicht oft genutzt :D
    Vllt, Heinz Aktien kaufen und dann auch den Ketchup konsumieren…..
    Nein, im Ernst, denke auch, dass Heinz in den nächsten Jahren auf jeden Fall weiter expandieren wird und den Umsatz, sowie Gewinn steigern wird. Allerdings halte ich Coke doch für die schlagkräftigere Marke.

  4. Heinz shareholders to receive $72.50 per share in cash
    Transaction valued at $28 billion, largest ever in food industry

    weil ich schon General Mills habe hatte ich keine Heinz gekauft, naja das übernimmt halt Warren für mich

          • Also ich hab immer gedacht Du wärst Buffett, so gut wie du dich mit ihm auskennst;)

          • Sehr schmeichelhaft, aber so gut bin ich bei Weitem nicht. Wenigstens auch nicht so alt :D.
            Ich bin eine Extremleseratte und sauge alles an Wissen und Information (nicht nur über Börse) auf, was ich in die Finger kriege…
            Die bekannte Buffett-Biographie von Alice Schröder hab ich bestimmt zehnmal gelesen, die gesammelten Geschäftsberichte wenigstens fünfmal komplett durch.
            Die unzähligen Male wo ich Details zu einzelnen Aktien oder Unternehmen nochmal gesucht und nachgelesen habe, nicht gerechnet.
            Dabei sammeln sich dann auch Häppchen unnützen Wissens an, wie z.B. die Tatsache, dass Astrid Buffett, geborene Menks in Deutschland geboren ist, und ihre Familie nach dem Krieg nach Amerika ausgewandert ist.

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