2013 Super Jahr für japanische Unternehmen-die Zeit der Währungsverluste ist vorbei!

Der Yen ist gerade ein ziemlich beliebtes Thema in der Finanzberichterstattung. Der Yen fällt und wenn es nach der japanischen Regierung geht soll dieser auch noch weiter fallen. Viele Analysten gehen davon aus, dass ein weiter schwächer werdender Yen einer der großen Trends 2013 wird.

Nun stellt sich also die Frage: Kann ich als Anleger davon profitieren, dass die Japaner ihre Währung bewusst schwächer werden lassen?…

Schaut man sich nun japanische Aktien an, sollte man natürlich darauf schauen wo deren Umsätze generiert werden. Ist das Unternehmen ein japanischer Mautbetreiber ist ein schwächer werdender Yen keine gute Nachricht. Es wird Yen Scheine, wieviel ist ein yen, warum yen so stark, durch devisenkurse profitieren, von währunge profitieren, fremdwährungskontowohl kaum das Verkehrsaufkommen durch eine schwächer werdende Währung enorm wachsen und dadurch sollte ich als europäischer Anleger mich bei der Aktie erst einmal zurückhalten, denn die Yen die mir in Zukunft überwiesen werden sind in Euro weniger wert als 2012.

Auch der Aktienkurs (in Euro oder $) gibt natürlich nach, die Bewertung des Mautbetreibers sollte in Yen gleich bleiben, da sich an den Fundamentaldaten rein japanischer Firmen ja wenig geändert hat. Bleibt der Aktienkurs in Yen gleich fällt er also in den ausländischen Währungen.

Natürlich kann ein schwächer werdender Yen auch zu allgemein weiter steigenden Kursen an den japanischen Börsenplätzen führen; jedoch schaue ich lieber auf die Fundamentaldaten einzelner Werte und nicht auf die Hoffnung, dass ein Börsentrend mich ins Plus spült.

Anders sieht es natürlich bei globalen Unternehmen aus Japan aus. Die Automobilwerte Mazda und Toyota, Unterhaltungselektronikkonzerne wie Sony oder die Videospielindustrie-Aktien können natürlich von einem schwächeren Yen fundamental profitieren. Ihre Produkte werden außerhalb Japans günstiger und dadurch steigt ihre Wettbewerbsfähigkeit und in der Regel auch die Gewinne.

Diese Grundannahmen sind wohl ziemlich bekannt, sollten aber stets im Hinterkopf behalten werden.

Foreign exchange losses/gains

Ein Thema, welches nicht ganz so geläufig ist sind die Fremdwährungsgewinne und Verluste von Unternehmen.

Globale Unternehmen wie Sony weißen in ihren Finanzberichten den Punkt „Foreign exchange losses/gains“ aus. Das ganze gibt an, welche Einwirkung die Veränderung der Wechselkurse auf die Erträge des Unternehmens hatte.
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Die Entwicklung des Yens war in den letzten Jahren sehr stark und die japanische Währung gewann gegenüber dem Euro enorm an Wert. Dies war für viele globale japanische Unternehmen natürlich ein harter Schlag und viele Unternehmen und viele Unternehmen, die aktuell in Japan Verluste schreiben tun dies wegen dem starken Yen.

Da ich mich ja in letzter Zeit stärker mit der Aktie von Nintendo beschäftigt habe fiel mir dieser Gesichtspunkt bei japanischen Unternehmen extrem auf. Allein bei Nintendo ist die Hälfte des Verlustes aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2012 auf den starken Yen zurückzuführen.
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Bei Sony und anderen globalen japanischen Aktienwerten sieht es in der Regel nicht anders aus. Sollte der Yen also wirklich im gerade beginnenden Jahr 2013 stark abwerten könnte sich das Zahlenwerk vieler japanischer Unternehmen sehr stark verbessern.

Fazit

Natürlich kann man nun sagen, was bringen mir bessere Ergebnisse und Aktienkurse in Yen, wenn dieser für mich weniger Wert hat? Hier bin ich persönlich der Meinung, dass sich eine Japan-Investition in Global-Player Aktien dennoch auszahlen sollte. Aktienkurse steigen eher bei Gewinnen als bei Verlusten und allein Meldungen wie „Unternehmen X ist nach Jahren wieder in der Gewinnzone“ sollten ihre psychologische Wirkung tun und Währungsverluste durch höhere Kurse mehr als ausgleichen. Auch halten japanische Unternehmen ihre Pensionsverpflichtungen oder Kreditverbindlichkeiten in Yen, wodurch die Unternehmen durch höhere Einnahmen in Yen fundamental wesentlich besser erscheinen werden.

9 Gedanken zu “2013 Super Jahr für japanische Unternehmen-die Zeit der Währungsverluste ist vorbei!

  1. Hallo,

    nix für Ungut, aber die gesamte Seite ist eigentlich auf Valueinvest und die Vorstellung absolut grundsolider Unternehmen/Geschäftsmodelle ausgerichtet. Dieser Artikel passt meiner Meinung nicht wirklich ins Konzept, denn es handelt sich im Groben und Ganzen um eine reine Währungsspekulation, deren Ausgang nichts weiter als Kaffeesatzleserei darstellt. Der Nikkei ist seit über 20 Jahren kein guter Anlagemarkt gewesen, warum sollte dies ausgerechnet die nächsten paar Jahre der Fall sein (kann natürlich sein, aber wie gesagt rein spekulativ). Die vorgestellten Unternehmen sind dazu praktisch alle konjunkturanfällig (Toyota) bzw. extreme Technikunternehmen (Sony/Nintendo). Wie gesagt ich möchte den Artikel nicht extrem kritisieren aber es ist eben eine Wette auf Währungen und damit nix für Anfänger oder Valueanleger geeignet.

  2. Pingback: Kleine Presseschau vom 9. Januar 2013 | Die Börsenblogger

  3. Wie wäre es denn mal mit nem Artikel zu Wells Frago ist immerhin Buffetts zweitgrößte Position glaube ich mit 20%…. seiner Meinung nach absoluter Value Titel und eine der besten Firmen der Welt… er sagte wenn er nur eine Aktie besitzen dürfte wolle er Wells Fargo haben….. Gruss Andi

  4. Also meines Erachtens passt dieser Artikel gut ins Konzept. Denn auch beim Value-Investing geht es darum Chancen zu suchen und wahrzunehmen, wenngleich die Schafherde gewöhnlicher Investoren gerade völlig andere Ansichten hat. Was Japan betrifft: Es gibt auch hier sehr solide Firmen, die vom Markt stiefmütterlich behandelt werden – noch. Der schwache Yen könnte durchaus als Katalysator für eine positive Entwicklung auf längere Sicht dienen.

  5. @ make : Du hast wohl recht, ich verpasse die Zielgruppe gerade wohl ein wenig und werde wohl mal wieder mehr in alter Machart nachschieben müssen.

    @Andreas: Über Wells Fargo habe ich schon einiges gelesen und das Unternehmen gefällt mir gut. Die Bank ist der größte MIttelstandsfinanzierer in den USA und wenn der Aufschwung in den USA erst ordentlich ins Rollen… sollte die Politik in den USA nicht noch alles gründlich vermasseln sieht es gut aus für die Lieblings-Bank von John Wayne 😉

    Danke für den Vorschlag; Wells Fargo wäre wohl langsam echt mal dran.

    @Aktienkobold: Japan hat durchaus innovative Unternehmen und ich bin selbst ein großer Fan von japanischer Qualität zu kleinen Preisen. Jedoch sind sehr viele bei Japan vorsichtig, wenn man sich die Entwicklung in den letzten circa 25 Jahren ansieht. Könnte aber eine gute Turnaround-Story sein.

    Lieber Gruß
    Ulrich und Euch eine geruhsame Nacht

  6. Ich denke schon, dass dieser Artikel den Ansatz des value ergänzt. Für Interessierte die in japanische Firmen investieren möchten, ist die Währungsunsicherheit ein Aspekt, welches hier gut erläutert wird.
    Letzendlich geht es als value Anhänger ja darum, auf Werte zu setzten, die im Moment falsch eingeschätzt werden. Gerade jetzt nachdem Japan seit 20 Jahren in einer Baisse steckt, ist es aus antizyklischer Sicht sehr interessant.
    Bezüglich Spekulation denke ich, dass jede Handlung an der Börse etwas mit spekulieren zu tun hat. Bei japanischen Firmen ist ein „Spekulations-Risiko“ die Währung.

  7. Buffett hat mal gesagt, dass wenn er nur eine Aktie kaufen dürfte in die er sein komplettes Geld stecken dürfte, dann wäre das Coca Cola. Als zweites Unternehmen hatte er Procter&Gamble genannt.

    In einem früheren Aktionärsbrief hatte er mal erklärt, dass für Wells Fargo ein gewisses Risiko in Kalifornien von Erdbeben ausgehen könnte…
    Alles würde er also wohl nicht reinstecken wollen.

    @ Ulrich:
    Finde den Artikel sehr gut. Du beleuchtest auch mal Hintergründe an die man selbst gar nicht so denkt. Investiere zwar nicht in Japan, lerne bei solchen Artikeln aber immer was dazu. Also lass dich nicht beirren. Deine Themenauswahl ist hervorragend. Auf anderen Blogs wiederholt sich alles nur…

    An einem Artikel zu Wells Fargo wäre ich übrigens auch sehr interessiert. Habe nämlich ein paar Aktien von Wells. Insbesondere würde mich interessieren bis zu welchem Kurs Buffett sie kaufen würde, wo er den intrinsic value sieht…
    Munger schwärmt übrigens genau so von Wells Fargo…

    Gruss Stefan

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