PepsiCo – nach wie vor gutes Investment für 2013 and beyond

So; das Jahr ist fast vorbei und an dieser Stelle schon einmal allen meinen Lesern ein frohes neues Jahr, einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2013. Feiert schön, da heute die Börse in Frankfurt und Tokyo geschlossen ist bleibt ja mal Zeit dazu 😉 .

Da ich am Wochenende mal meine Depotpositionen durchgesehen habe und die Pepsi-Aktie nicht zu den besten Performern dieses Jahr gehört hat, habe ich mich einmal den letzten Quartalsbericht angesehen. Nun will ich versuchen ein Bisschen zu Erklären, was bei Pepsi gerade los ist und warum die Aktie zu aktuellen Kurse ein langfristig sehr erfolgversprechendes Investment ist und bleibt…

negative foreign exchange translation of 5 percentage points“

PepsiCo gab in seinem jüngsten Quartalsbericht bekannt, dass das Ergebnis durch den Währungsumtausch um 5 % negativ beeinflusst wurde.

Erklärung: Ein großer Konzern wie Pepsi generiert seine Umsätze weltweit. Erfrischungsgetränke und Kartoffelchips werden nicht nur von Amerikanern, sondern auch von Brasilianern, Australiern und Chinesen getrunken und verspeist. Da Pepsi jedoch ein US-amerikanisches Unternehmen ist werden Finanzpublikationen in US-Dollars ausgegeben.

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Wird der Dollar nun gegenüber anderen Währungen wie dem Real, dem Yuan oder dem australischen Dollar stärker werden Umsätze und Gewinne, die im Ausland erzielt werden, in US-Dollar gemessen kleiner. Der gegenteilige Effekt entsteht, wenn der Dollar gegenüber anderen Währungen abwertet und dadurch der Auslandsumsatz in US-Dollar steigt.

Im Falle von Pepsi wurde also der Umsatz nur durch einen stärkeren Dollar im letzten Quartal um fast 900 Millionen $ geschmälert. Es ist daher generell ratsam sich bei multinationalen Unternehmen immer nicht nur Zahlen in Euro, Dollar oder Yen anzusehen, sondern auch auf das Verkaufsvolumen (also die Stückzahl) zu achten.

Emerging and developing market net revenue declined 13 percent, primarily due to beverage refranchisings in China and Mexico. On an organic basis, emerging and developing market net revenue grew 11 percent.“

frei übersetzt: Der Umsatz in China und Mexiko sank durch Refranchising um 13%. Es wurde jedoch ein organisches Wachstum von 11 % in China und Mexiko erreicht.

Erklärung: Dies kommt einem vielleicht erst einmal spanisch vor. Zwar wird ein Umsatzrückgang um 13 % gemeldet, auf der anderen Seite wächst der Umsatz um 11%?

Was istRefranchising? Viele Firmen vergeben Teile ihres Geschäfts an sogenannte Franchisenehmer. Sehr bekannt ist hier das Beispiel McDonalds, viele Restaurants sind nicht im Besitz der McDonald’s Company, sondern werden von anderen kleineren Unternehmen geführt.

Der Franchisenehmer profitiert von der Produktentwicklung, der Bekanntheit und vielen weiteren Vorteilen wie dem großen Marketingsbudget des Franchisegebers. Prominentes Beispiel ist der frühere deutsche Boxer Henry Maske, der inzwischen 10 McDonald’s Filialen als Franchisenehmer betreibt.

Auch bei Pepsi gibt es solche Strukturen. So befinden sich viele der Abfüllanlagen nicht im Besitz der Pepsi Corporation, sondern werden auch von sogenannten Franchisenehmern betrieben. Dies ist auch der Grund, warum man bei der Eingabe von „Coca Cola“ oder „Pepsi“ bei großen Börsenplattformen oft zahlreiche Aktien aufgelistet bekommt.

Es gibt dann eine Coca Cola Company, eine Coca Cola Enterprises, eine Coca Cola Hellenic und viele andere. Der Mutterkonzern ist die in Atlanta ansässige Coca Cola Company. Die anderen aufgeführten Unternehmen sind Franchisenehmer, die rund um den Globus Getränke des Coca Cola Konzerns produzieren und vertreiben.

Im Falle von Pepsi hat man sich im letzten Quartal also dazu entschlossen Produktionskapazitäten nicht mehr selbst zu betreiben, sondern sie an Franchisenehmer zu geben.

Dadurch sinkt erst einmal der Umsatz, da nun die eigentliche Herstellung des Endprodukts ja nicht mehr Teil des Umsatzes der Muttergesellschaft ist.

Diese Methode wird oft angewandt um Geschäftsteile mit hohem Risiko oder niedrigen Gewinnmargen auszulagern und das Geld lieber in Bereiche mit höheren Gewinnmargen zu investieren.

In gesättigten Märkten wie Europa oder den USA gibt es jedoch die Entwicklung zu beobachten, dass die Mutterkonzerne ihre Franchisenehmer wieder zunehmend ins Mutterunternehmen integrieren. So wurden in den letzten Jahren von Pepsi und Coca Cola große Franchisenehmer aus dem Abfüllbereich wieder ins Unternehmen integriert (Coca Cola Enterprises, PepsiAmericas und Pepsi Bottling Group).

Das organische Wachstum wuchs jedoch in China und Mexiko um 11%. Orangisches Wachstum ist in diesem Fall das Wachstum, das entstanden ist, wenn man Zukäufe oder Veränderungen in der Firmenstruktur herausrechnet. Pepsis Umsatz ist also durch die Auslangerung von Geschäftsbereichen entstanden, gerade die Kartoffelchips des Unternehmens können nach wie vor starkes Wachstum verzeichnen.

 

Einschätzung zur PepsiCo Aktie (WKN 851995 / ISIN US7134481081 / PEP)

Pepsi Cola ist im Moment keine sehr günstige Aktie. Im bald ablaufenden Geschäftsjahr 2012 erwartet die Geschäftsleitung einen Gewinn pro Aktie von circa 4,18$. Dies ergibt beim aktuellen Kurs von 68,02$ ein KGV von 16,27.

Vergleicht man das Unternehmen jedoch mit seiner Peer Group und seinem Erzrivalen Coca Cola ist das Unternehmen ein vertretbarer Kauf im Bereich der großen Getränke und Nahrungsmittelproduzenten. Pepsi verfügt über zahlreiche weltbekannte Marken wie Gatorade, Frito Lay und Quaker. Zudem ist Pepsi bereits seit Jahrzehnten in China aktiv und hat so was Kundenbindung und Markterfahrung angeht oft einen deutlichen Vorsprung vor anderen westlichen Unternehmen, die in den Markt drängen. China wird bereits in wenigen Jahren der volumenstärkste Markt für Snacks sein und Pepsi ist dafür bestens aufgestellt.

Natürlich gibt es auch Kritikpunkte, so hat sich Coca Cola (bis auf Pakistan) in allen wichtigen Wachstumsregionen der Welt mit ihren Getränken die Spitze gesetzt und auch der Heimatmarkt USA wird (was Getränke angeht) von Pepsi zu schwach beackert.

An dieser Stelle will ich mich an dieser Stelle schützend vor die Pepsi ChIndra Nooyi, ausländer in der wirtschaft, ausländer / inder in spitzenpositionen, geld anlegen, finanzberatung, forex handel, devisenhandel, wie geld sparen, kfz-versicherungen, effektive wertpapiereefin Indra Nooyi stellen. Sie hat den Aktionären in ihrer Amtszeit stets steigende Dividenden beschert und viele Aktien zurückgekauft. Die aktuelle Schwäche bei Pepsi ist den Umbaubemühungen des Konzerns geschuldet. Cola und Kartoffelchips sind aufgrund des steigenden Gewichtsbewusstseins vieler Menschen derzeit in einer Zeit der Produktweiterentwicklung, auch die steigenden Preise für Agrarrohstoffe schlagen bei einem Konzern wie Pepsi derzeit negativ zu Buche.

Dennoch sehe ich aufgrund der starken Präsens in Südamerika und China langfristig wenig Gefahren für eine gute Entwicklung der Pepsi Aktie. Langfristigen Investoren kann ich die Pepsi Anteilsscheine also zu aktuellen oder vielleicht noch leicht niedrigeren Kursen (ich blicke aktuell nach Washington) ans Herz legen. Natürlich ist eine Pepsi Aktie kein Schnäppchen und sie wird es wohl auch nie werden. Es ist ein High Quality Business mit starken Marken, konjunkturunabhängigem Geschäftsfeld und weltweit starker Präsenz.

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