Burger King Worldwide – kann man den Burger-König wiedererwecken?

Nennen Sie drei Fast-Food Ketten! McDonald’s, Burger King und ähm… dies wäre wohl die Antwort, wenn ich zumindest in Deutschland auf der Straße spontan danach fragen würde, wo es schnell einen Burger für Zwischendurch gibt.

Das Burger King eine sehr bekannt Marke ist und wohl von den meisten in einem Atemzug mit McDonald’s genannt wird muss man nicht streiten. Doch es gibt zwei weitere interessante Phänomene. Zum ersten ist die Firma McDonald’s an der Börse 89 Milliarden $ wert, während Burger King Worldwide Aktien aktuell bei einer Marktkapitalisierung von 5,79 Milliarden $ liegen.

Dies steht wohl unzweifelhaft mit dem zweiten Phänomen in Verbindung. Egal ob in einer Fußgängerzone oder in einem Industriegebiet, während sich im McDonald’s die Leute die Füße in meterlangen Schlangen vor der Kasse plattdrücken, ist im Burger King 20 Meter weiter eine gähnende Leere. ..
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Dass ganze ist mir oft meist völlig unverständlich. In Ordnung, die Pommes bei Burger King waren in der Vergangenheit oft Mist ( zu lätschig ), dagegen fand ich den Fest der Produktpalette, wie den Whopper oder den Veggie Burger, jetzt nicht schlechter als die Produkte, die mir McDonald’s so aufs Plastiktablett zaubert.

Burger King hat viele Jahre verschlafen

Es ist noch gar nicht so lange her, da war jedoch auch McDonald’s nicht mehr die unaufhaltsame Geldmaschine und in den 90ern hatte auch McDonald’s stark damit zu kämpfen wieder Kunden in ihre Filialen zu bekommen. Es wurden Filialen aufgepeppt, mit Konzepten wie dem McCafe neue Kundenstämme aufgebaut. Die Frage im Bezug auf Burger King ist nun also, ob dies auch hier gelingen kann. Burger Kings Marketing war viele Jahre auf junge Männer in Großstädten ausgerichtet, dieses Konzept war aber wohl offensichtlich nicht genug.

2010 verschwand die alte Burger King Holding dann völlig von der Börse und wurde für 3,26 Milliarden $ von der 3G Group privatisiert. Bereits 2012 war es dann jedoch wieder soweit und Burger King ging unter dem Namen Burger King Worldwide wieder an die Börse und seitdem kann hier auch der Kleinanleger wieder zuschlagen.

Eine Burgerkette mit einem derart bekannten Namen wie Burger King, bekannten Produkten wie dem Whopper und dazu die langfristig positiven Vorzeichen wie der enorme Hunger auf amerikanischen Fast Food in China oder Brasilien. Kann Burger King werden, was McDonald’s heute in vielen Depots ist; ein sehr solider Dividenden-Aristokrat, bei dem es konjunkturunabhängig recht hohe Wachstumsraten gibt.

Ein solcher Prozess geht natürlich nicht über Nacht und in den letzten zwei bis drei Jahren wird Burger King und vor allem die Filialen aufwendig neu ausgerichtet.

Hat es vor 20 Jahren noch gereicht den Kunden im billigsten Plastikambiente halbrohe Pommes hinzuknallen, reicht dies heute offensichtlich nicht mehr. Die Leute wollen auch bei Fast Food heute ein nettes Ambiente und nicht mehr unbedingt nur ein möglichst kalorienreiches Stück Fleisch zwischen die Zähne. Man will knackige Pommes; auch mal einen Salat und auch die die Umgebung soll bitte schick sein.

Diese Probleme werden angegangen

Bereits 2009 präsentierte Burger King neue Designkonzepte Burger King neues Design, schickere Filialen, restaurants sehen besser aus, beste fast food kette, beste burger, geld langfristig anlegen, börse, lebensversicherung, riester-rente, geld langfristig anlegen, geld in lebensmittel, auf chinesisches wachstum setzten, finanzberatung, beste bank, honorarberatung, goldmünzen, geld in immobilien, bestes depotfür die Restaurants. Unter dem Label 20/20 soll sich das Erscheinen von Burger King ändern. Statt Plastikstühlen, sollen Kunden aucf bequemen Lederpolstern platz nehmen; die Kassentheke soll im schicken Retro-Look daherkommen…

Die Fritten sind ein wichtiges Them für Burger King und es wird daran gearbeitet hier endlich eine bessere Qualität zu liefern. Umfragen haben ergeben, dass vielen Kunden sofort auffällt, dass die Pommes von Burger King wesentlich schlechter sind als die von McDonald’s. Da die Qualtiät von Pommes sehr leicht zu beurteilen ist und Pommes bei jedem Menü dabei sind muss sich etwas tun. Für mich ist das sowieso verwunderlich, ist es so schwer gute Pommes zu machen?

Angriff in China. Burger King gab dieses Jahr bekannt im Reich der Mitte in den nächsten 5 bis 7 Jahre über 1000 neue Filialen eröffnen zu wollen und dadurch in die Fußstapfen von erfolgreichen Ketten wie YUM! Brands treten zu wollen.

Zwischenfazit

Der Hauptaktionär 3G hat viele Probleme von Burger King erkannt und als ich vor einigen Monaten in einer Nürnberger Burger King Filliale war, konnte ich auch die Ergebnisse nicht von der Hand weißen. Die Filiale war schick, die Burger waren gut und alles wirkte sehr viel hochwertiger und ich kann mir gut vorstellen, dass der neue Burger King nicht nur mir gefällt.

Es hat sich unter den neuen Eigentümer also einiges getan und es wird sich auch noch einiges tun (müssen). Noch sind vor allem in den USA noch lange nicht alle Restaurants modernisiert (hier müssen ja auch die Franchisenehmer mitspielen und über das nötige Investmentkapital verfügen).

Mein Zwischenfazit fällt also erst einmal gut aus. Es bewegt sich wirklich etwas und die Fortschritte sind nicht nur in aufwendigen Präsentationen zu bestaunen, sondern kommen wirklich real an.

Die Zukunft

Da der Burger King Börsengang ja erst diese Jahr stattfand und sich Burger King aktuell massiv im Umbau befindet macht es hier wenig Sinn Zahlen auszuwerten.

Das Konzept von Burger King Worldwide ist es sich von eigenen Restaurants zu trennen und diese an Franchisenehmer zu veräußern. Auch war 2012 nicht unbedingt das beste Jahr für die Branche insgesamt, auch McDonald’s tat sich dieses Jahr schwerer als sonst und daher ist vom ersten Jahr der Burger Kind Worldwide Aktie schwer auf die Zukunft zu schließen.

Aktuell versucht Burger King mit Angeboten erst einmal Kunden in ihre Filialen zu locken. Dabei werden offensichtlich Burger subventioniert. Diese Taktik ist nicht neu und auch die Konkurrenten wie McDonald’s versuchen in schwierigen Phasen durch Lockangebote Kunden zu gewinnen um bloß keine Marktanteile an die Konkurrenz abzugeben

Trotz aller Neuerungen bei Burger King ist bisher nicht zu sehen, dass Burger King es schafft seiner Konkurrenz Marktanteile abzujagen. In den USA wurde Burger King 2012 sogar vom Platz 2 der Burgerverkäufer verdrängt und die hierzulande unbekannte Kette Wendy’s übernahm den Platz.

Man sollte nicht vergessen, die Konzeptänderungen von Burger King bereits vor Jahren bei der Konkurrenz eingeführt worden sind und Burger King hinkt extrem hinterher.

Auch in China ist McDonalds bereits mit über 1000 Filialen im Rennen und Yum! Brands besitzt sogar schon fast 5000 KFC und Pizza Hut Filialen im wachstumsstarken chinesischen Fastfood Markt.
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Wie es in China aussieht kann ich nicht sagen, jedoch ist doch hierzulande der Markt bereits ziemlich verteilt. Die besten Standorte an großen Schulen oder gut frequentieren Verkehrspunkten besitzt bereits McDonald’s.

Die Burger King Worldwide Aktie ( WKN A1JZ79 / ISIN US1212201073 / BKW ) ist rein vom Zahlenwerk teurer wie die Aktie von McDonald’s oder von Yum! Brands. Zudem ist McDonald’s in Europa und Amerika bereits extrem erfolgreich und hat den Konzernumbau, den Burger King gerade durchläuft, bereits vor Jahren erfolgreich abegschlossen. Burger King ist zwar besser geworden, aber es zeigt sich hier noch kein Konzept mit dem man McDonald’s in irgend einer Hinsicht voraus wäre.

Das verlockende an Burger Kind Worldwide ist wohl vor allem die geringe Marktkapitalisierung und die Hoffnung, ob Burger King nicht wenigstens wieder ein Stück des Marktes an sich reißen kann. Persönlich bin ich nach wie vor eher skeptisch. McDonald’s hat Europa fest in der Hand, in den USA hat Wendy’s die jahrelange Burger King Schwäche genutzt und ist inzwischen vorbeigezogen und in China hat es bereits McDonald’s unerwartet schwer (was kein Pluspunkt für das doch sehr ähnliche Burger King ist).

Übrigens bezahlt Burger King Worldwide seit kurzem eine Quartalsdividende von 0,04 $ und besitzt damit eine Dividendenrendite von 0,97% (aktueller Kurs BKW 16,53$ ).

11 Gedanken zu “Burger King Worldwide – kann man den Burger-König wiedererwecken?

  1. Also ich fand die Pommes schon immer bei Burger King besser wie bei MCD. Ich seh es genau andersrum. Die Pommes bei MCD sind immer lätschig. Die bei BurgerKing immer kross. Aufjedenfall ist das in Sindelfingen so. Allerdings geh ich immer zum MCD wegen dem Cheeseburger.

    • Guten Morgen,

      vielleicht ist mein McDonalds auch besonders gut? *grins

      Wenn ich im Internet rumlese scheinen viele mit Burger King unzufrieden zu sein (was die Qualität angeht; Burger kalt…). Dies war auch schon mal in Pressemitteilungen von Burger King zu finden,dass man dies endlich anehen möchte.

      Mit persönlich ist es auch nicht klar; warum manche zum McDonalds rennen und dort im Tumult essen; während man beim BK nebenan gleich dran ist.

      Es ist aber nun einmal so und dies zählt halt beim Investieren. Es gewinnt nicht das besser oder schlauere Produkt, sondern was sich eben besser verkauft.

  2. Bei Burger-King sind die Wartezeiten meiner Erfahrung nach oft um ein Vielfaches länger als bei McDonalds. Die Burger sind dafür um eine Spur besser als bei McDonalds. Nur: Wenn ich Fast-Food will, dann will vor allem schnell mein Essen. Will ich gutes Essen und bin bereit, dafür zu warten, dann gehe ich lieber in ein Restaurant. Der Witz ist ja, dass man in manchen Restaurants gutes Essen für nur wenige Euro mehr als so ein McDonalds/Burgerking – Menu bekommt.

  3. Bin aus München, und fand die Pommes von Burger King auch immer besser, viel krosser und kartoffeliger, ausserdem hat burger king auf den burgen immer so ne sosse und mcdonalds pure mayonese was ich nicht so gut finde….

  4. So ganz unbekannt ist Wendy’s Burger aber nicht in Deutschland. Früher gab es nämlich auch Wendy’s Burger in Deutschland. Man hat sich aber aus Deutschland zurückgezogen. Dies zeigt, dass Deutschland ein schwieriger Markt ist. Dies musste z.B. auch Wal-Mart erfahren.

  5. Meiner Meinung nach sind die Produkte bei BurgerKing geschmacklich besser. Die Pommes sowieso (viel crosser). Die vom „mäci“ kann man kaum essen. Ausserdem ist BurgerKing ein ganzes Stück günstiger (Menüs). Jedesmal schimpfe ich wieder und was mache ich?: Ich lauf beim nächsten Mal wieder hin. Jetzt könnte man zwar sagen: „Klar weil du dumm wie Brot bist und nicht aus deinen Fehlern lernst“. Tatsache ist aber, dass ich zumindest Abi und Ingenieurstudium geschafft habe, sprich es werden sich noch jede Menge dümmerer Bürger finden. Woran liegts meiner Meinung nach? Erstens: Der Service bei McDonalds ist um WELTEN besser als bei BurgerKing. Kürzere Wartezeiten (vor allem beim Drivein) trotz wesentlich höherem Kundenaufkommen und Personal dass zumindest meistens Deutsch spricht (selten beim BurgerKing). Im Verhältnis zum Gesamtumsatz(der bei McDonalds um ein vielfaches höher liegen dürfte je Standort) denke ich ausserdem, dass die Personalkosten bei BurgerKing beträchtlich höher sind (Vermutung). Fastfood muss einfach schnell gehen, ansonsten (wie oben bereits erwähnt) nehme ich in der Stadt ein Mittagsmenü für 5-7 Euro, das gesünder ist (mit Salat) und besser schmeckt. Zweitens: Menüstruktur bei McDonalds ist irgendwie übersichtlicher (liegt aber evtl. auch daran dass ich wesentlich öfter bei McDonalds esse) und einfacher gestaltet. Drittens und ich glaub schon entscheidender Punkt: Der Herdentrieb. Die Leute gehen da hin wo alle hingehen, bzw. kaufen, was alle kaufen. Beispiele gibts unzählige (alle Appleprodukte, alle teuren Automarken (Audi,Mercedes,BMW,..), alle Markenprodukte (von Lebensmitteln angefangen)). Das verblüffenden daran ist, dass für wesentlich weniger Geld die in Klammern genannten Produkte auch von anderen Herstellern zu beziehen wäre bei teilweise besserer Qualität trotz vergleichbarer Ausstattung (Samsung, Hyundai bzw. Skoda oder Honda, Nachahmerprodukte/Eigenmarken im Supermarkt). Nur die Leute kaufen trotzdem das teure Produkt (sofern Sie es sich leisten können). Fastfood ist insgesamt nicht günstig. Sprich wer kein Geld hat kocht sowieso selber, der Rest geht da hin wos hip ist.
    Meine Einschätzung ist auch nur regional bezogen, da ich wenn ich in der fremden Stadt bin immer zum McDonalds gehe (im Ausland sowieso) und damit keinen Vergleich habe. Begründung siehe oben (oder evtl. weil ich doch einen an der Klatsche habe).

    Burgerking macht meiner Meinung nach auch einen strategischen Fehler und grenzt sich Nullkommanull von McDonalds ab. Praktisch die gleiche Produktpalette, jetzt wird das Ladenkonzept nachgemacht, Drivein kam bestimmt auch später (Vermutung). Immer nur nachmachen bedeutet die Konkurrenz hat den Kunden bereits als Bestandkunden. In meiner Stadt 35 tsd Einwohner hat Burgerking genau 100 Meter neben McDonalds gebaut (sowas kann man öfter feststellen). Ähnlich wie es bei den Supermärkten feststellbar ist (Aldi neben Lidl,Rewe,Edeka…). Ins andere Ende der Stadt wäre viel sinnvoller, da viele Angestellte nur ne halbe bis eine Stunde Mittagspause haben und somit die Fahrzeit nicht verschleudern müssten bzw. es wäre bequemer dann zum BurgerKing zu gehen. Wäre ich McDonalds würde ich das so machen (direkt neben BurgerKing bauen um denen wehzutun), Burgerking kann sich das nicht leisten, da sie einfach weit hinten liegen.

    Also wie kann Burgerking den Umsatz ankurbeln?
    1. weit weg von Mcdonalds bauen bzw. aufmachen
    2. freundlichen Mitarbeiter und zu den Stoßzeiten mit mehr Personal arbeiten
    3. Abgrenzung zu Mcdonalds (warum nicht z.B. kostenloses Wlan im Gebäude für schnellers Surfen auf dem Smartphone, das wäre für einige junge Leute ein gutes Argument zu wechseln- keine Ahnung evtl gibts das auch schon; ein paar regionale Produkte, und wenns blos ein regionales Bier ist, etc.)

    Vielleicht sollte ich mich bei Burgerking fürs Marketing bewerben 🙂

  6. Ich als Mc Donald’s Großaktionär 🙂 finde Burger King total schlecht.

    Gehe nie zu Burger King, allerdings auch recht selten zu Mc D.

    Kann nicht erklären woran es liegt aber irgendwie interessiert mich
    Burger King überhaupt nicht. Ich will auch nichts neues ausprobieren.
    Wenn Fast Food dann Big Mac und Hamburger Royal TS. So wie ich
    es seit Jahren kenne…

    Gruss

  7. Früher, also als Kind, liebte ich Burger King und bin fast ausschließlich dorthin gegangen. Irgendwann wurde ich umgedreht und bin nun seit ca. 25 Jahren in keinem Burger King mehr gewesen. McD besuche ich fast 4 X die Woche. Woran lag es:

    1. Irgendwann wollte ich gesünder essen. McD hatte dafür Angebote.
    2. Personal war besser. Bei Burger King ging es selbst für mich zu prollig zu.
    3. McCafé, McCafé, McCafé!
    4. McDonalds gibt´s überall und seit dem ich viel im Auto und im Ausland unterwegs bin, gehe ich gerne zum vertrauten McD. Ja, ja, ich weiß. Das ist irrational, aber so ist es.
    5. Ambiente. Seit McCafé kann man sich da auch mal hinsetzen. Ich treffe dort regelmäßig Menschen im Anzug, die mit Laptop und Kunden oder Kollegen Arbeitspausen machen.
    6. Ich bin seit kurzem shareholder. Da muss ich ja hin.

  8. Ich finde die Menüs-Preisstruktur bei Burger King auch verwirrend- es gibts sehr günstige Menüs (King des Monats oder die Bons mit der Umfrage für ein Menü für 2€).

    Da habe ich keine Lust die 8€ für ein normales Menü zu bestellen, also bei mir siehts so aus- entweder ein kleiner Burger für Zwischendurch oder ein billiges Menü oder gar keins.

    McCafe ist auch eine tolle Sache.

    Dennoch gefällt mir Burger King mehr als McDonalds die Burger schmecken mehr nach Burgern und nicht so stark nach komischsten Saucen wie beim McDonalds.

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