Der Markt nutzt auch dem kleinen Mann

In den letzten Jahren ist die Berichterstattung über die Börse und die Menschen, die in Beziehung mit ihr stehen, sehr negativ geworden. Die Börse ist Schuld an verlorenen Arbeitsplätzen, die Börse ist verantwortlich für hohe Nahrungsmittelpreise und damit hungernde Kinder.

Besonders gerne im Blickpunkt ist dabei der Handel mit Kontrakten auf Dinge wie Mais, Schweinehälften oder Getreide. Viele Menschen sehen sich von all diesem bedroht und wünschen sich eine Welt ohne Märkte.

Dabei wird leider vergessen und von Kritikern gerne unterschlagen warum es den überhaupt eBörsenhändler chicago, börse ist verrückt, geld langfristig anlegen, wo noch gute renditen, zinsen zu niedrig, welche aktie kaufen, geld in die schweizinen Handel mit Rohstoffen gibt. Die sogenannte Warenbörse ist ganz simpel ausgedrückt dazu da Produzenten und Verbraucher zusammenzubringen. Mit Verbrauchern sind aber jetzt nicht sie oder ich gemeint, da es sich für uns nicht lohnt den Zucker für unsere Weihnachtsplätzchen an einem großen Börsenplatz zu kaufen und uns diesen dann liefern zu lassen …

Mit Verbrauchern sind also Firmen gemeint, die den Zucker, den Weizen und den Mais dann weiterverarbeiten. Ein Lebensmittelhersteller wie Kraft oder Nestle kauft also zum Beispiel schon heute eintausend Tonnen Weizen zur Auslieferung für den Sommer nächsten Jahres. Das ganze nennt man dann Terminkontrakt oder auf tradingdeutsch Future.

Als Normalbürger werden sie sich jetzt vielleicht fragen, warum ein Schokoladenproduzent den benötigten Zucker für nächstes Jahr nicht einfach auch nächstes Jahr kauft und stattdessen diesen Aufwand mit der Börse betreibt?

Dabei kommen wir auch schon zu dem Punkt an dem sie und ich als kleine Einzelverbraucher vom Handel mit Rohstoffen profitieren. Wir als Endkonsument haben nämlich den gewaltigen Vorteil, davon ausgehen zu können, dass wir auch nächstes Jahr zum Beispiel eine Tafel Schokolade zu einem vernünftigen Preis kaufen können. Vielleicht ist die Schokoladentafel im Preis ein wenig gestiegen oder es gibt gerade einen Preiskampf und die Schokolade ist ein wenig günstiger geworden. Dennoch werden wir uns auch im nächsten Jahr unsere Schokolade leisten können.

Im Hintergrund schwankt aber der Preis für Rohstoffe wie Zucker oder Weizen massiv. Hier möchte ich ihnen kurz die Preisentwicklung für den Rohstoff Weizen des Jahres 2012 aufzeigen.
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Durch die Dürre in den USA kam es hier Mitte des Jahres zu großen Preissteigerungen und der Preis für Weizen stieg innerhalb weniger Wochen um 50 %. Ein normaler Effekt in einer Marktwirtschaft. Durch eine Dürre kann weniger Getreide geerntet werden, das Angebot verknappt sich und der Weizenpreis steigt.

Handel von Rohstoffkontrakten wichtig für unseren Wohlstand

Hätten wir jetzt keinen Handel mit Rohstoffen und Instrumente wie Warenkontrakte und die Hersteller von Cornflakes oder Schokolade würden einfach ihre Zutaten immer zu aktuellen Preisen kaufen, dann würde die Packung Müsli heute 2 Euro kosten und in einem Monat vielleicht 3,50 Euro.

Nun denken sie nur einmal kurz daran, was solche Schwankungen bei den Lebensmittelpreisen für Menschen mit wenig Geld bedeuten würde. Der Hartz IV-Empfänger käme in manchen Monaten selbst bei eiserner Disziplin nicht über die Runden, Familien mit engen Budgets müssten die Mahlzeiten stark zusammenstreichen, die Verwerfungen wären fatal.

Zum Glück haben Nahrungsmittelproduzenten also die Möglichkeit schon heute mit einem Lieferanten einen Preis für das nächste Jahr auszumachen. Steigt der Preis für Weizen in den kommenden 12 Monaten hat der Nahrungsmittelproduzent sich abgesichert und auch sie als Endkonsument sind dann dadurch in der Lage sich immer noch ihr Brot zu einem vernünftigen Preis zu kaufen. Sinkt der Preis für Weizen natürlich ist dies Glück für den Lieferanten des Getreides, dieser muss ja auch irgendwann etwas verdienen.

Sie werden sehen, dass der Handel mit Rohstoffen also nicht per se etwas schlechtes oder moralisch verwerfliches ist. Problematisch wird es natürlich, wenn Menschen aus reiner Spekulationsabsicht Getreide oder Fleisch kaufen. Es gibt aber auch sehr viele Rohstoffe wie zum Beispiel das Gold bei dem eine Spekulation niemanden schadet, außer vielleicht dem Spekulanten selbst.

2 Gedanken zu “Der Markt nutzt auch dem kleinen Mann

  1. Sehr guter Artikel. Ich betrachte es mit Besorgnis, wie in der Öffentlichkeit über Spekulation mit Nahrungsmitteln geredet wird. Meistens ist es nämlich eine pauschale Verurteilung als „böse Spekulation“. Mir fällt auf, dass diese Leute schlichtweg nicht darüber nachdenken, was sie da von sich geben. Ich lasse mich doch auch nicht zu Themen aus, von denen ich nichts verstehe und vielen Menschen in Politik und in der Öffentlichkeit wünscht man einfach vornehme Zurückhaltung.

    Ich sehe in der Nahrungsmittelspekulation nur Vorteile, von der sehr viele Menschen profitieren. Termingeschäfte sorgen dafür, dass Fabriken über das ganze Jahr hin gut ausgelastet sind. Termingeschäfte sorgen dafür, dass Bauern für zukünftige Ernten Geld bekommen oder zumindest wissen, dass sie ihre Ernte loswerden. Gegen Ernteausfall helfen Versicherungen, beim Bauern wie beim Händler. Termingeschäfte sorgen auch dafür, dass wir weniger Überproduktion haben. Die Bauern richten sich darauf ein, was benötigt wird oder nicht und wann sie zu liefern hätten. Und der sparsame Umgang wird auch noch gefördert.

    Nicht Spekulation hat die Nahrungsmittelpreise in die Höhe getrieben, sondern erhöhte Nachfrage auf der Endkundenseite, forciert durch staatliche Eingriffe. Ich sage nur: Biosprit.

  2. Sehr guter Artikel. Auch ich beobachte die Tendenz mit Sorgen, das bei vielen komplexen Themen vorschnell eine extrem emotionalisierte Meinung vertreten wird. Man muss sich mal vor Augen halten, dass aus dieser Meinung oft Forderungen abgeleitet werden, die dazu führen würden, dass viele Menschen ihren Beruf nicht mehr in gewohnter Weise ausführen können. Dass also massiver Zwang gegen sie eingesetzt wird und die Ursache in nichts anderen liegt als stumpfe Ressentiments.

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