US-Daten waren ok und nicht sehr gut! Guter Einstiegspunkt in US-Eisenbahn…

Heute gab es eine gute Nachricht aus den USA und Eine, die zumindest optimistisch stimmt. Die gute Nachricht ist, dass es inzwischen sehr gut für eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern aussieht und wohl die Fiskal-Klippe zu Silvester abgewendet werden kann. Obama bekam gerade aus der Wirtschaft überraschend große Rückendeckung. Jedoch ist die Sache noch nicht vom Tisch, gerade eben liefen schon wieder Meldungen von John Boehner (dem Chef der Republikaner im Repräsentantenhaus ) über den Ticker, dass sich nach seiner Ansicht keine Fortschritte in den Verhandlungen zeigen würden. Obame hat ja vor zum Beispiel Dividenden nach dem Einkommenssteuersatz zu besteuert, was auf den ersten Blick nur Hochverdiener trifft. Dies ist aber nicht ganz richtig, da bis jetzt viele Kapitalerträge der Normaleinkommen sich in Vorsorgeplänen befinden an die Obama wohl auch heran will.

Jedoch bleibe ich optimistisch , dass das ganze nur Pokerface ist und am Ende keiner als Spielverderber dastehen will. Dennoch sollte man stets Pessimist sein, um am Ende positiv überrascht zu werden 😉 …Die zweite gute Nachricht heute war das stark gestiegene Bruttoinlandsprodukt der USA, dieses konnte im letzten Quartal mit 2,7 % wesentlich stärker wachsen als erwartet (geschätzt waren bisher 2% ). Dennoch versteckt sich hinter der Zahl eine immer noch schwache und gerade für die USA extrem wichtige Binnennachfrage und ein sehr hoher Lagerbestand der US-Unternehmen. Sollte es also nicht bald zu einer stärkeren Inlandsnachfrage (schwaches Weihnachtsgeschäft wegen scheiternden US-Haushaltsverhandlungen?! ) kommen, könnte sich das Wachstum durch den Abverkauf von Lagerbeständen auch schnell wieder verlangsamen.

Schlecht reden will die Meldungen heute aber nicht, sie waren besser als erwartet und daher geht es ja an der Börse oft. Dennoch will ich hier nicht wie viele andere gleich zu Euphorie aufrufen, obwohl ich mit meiner heutigen Empfehlung eine Aktie empfehle, die auf Aufschwung setzt.

CSX Corporation

Nachdem ich ja bekennender Fan der Eisenbahn bin und aufgrund des gigantischen Eintrittsschwelle und der langfristig enorm positiven Zukunftsaussichten ein großer Fan der großen Eisenbahngesellschaften bin möchte ich hier mal wieder auf einen doch ganz guten Einstiegspunkt hinweisen.

Wer sich bisher noch gar nicht mit dem Thema US-Eisenbahnen beschCSC Corp. Zug Tain, stock,börse, finanzberatung, honoratberatung, geld langfristig anlegen, auf aufschwung setzten, wertpapierdepots, bankkonten, forex-handel, lebensversicherungen, privat vorsorgen, riester-renteäftigt hat, dem empfehle ich einmal diesen Artikel ( US-Eisenbahnen – Dividendenchancen durch starkes Gewinnwachstum ) zu Herzen.

CSX Corporations ist einer großen Class 1- Railroad und ist an der Ost-Küste der USA aktiv. Das Streckennetz erstreckt sich von Chicago bis New Orleans und entlang der gesamten Atlantik-Küste mit sehr starker Präsens in Florida.

Die CSX-Aktie ( WKN 865857 / ISIN US1264081035 / CSX ) ist gerade nicht gerade beliebt und notiert mit 19,84 gerade am unteren Ende seiner 52-Wochen-Kursspanne ( 18.88 $ – 23.71 $ ). Die aktuell schwache Bewertung hat natürlich auch seinen Grund, es geht um Kohle. Nein, nicht um den Greenback oder den Euro, sondern um die gute alte Kohle zum Heizen. Die Kohle war aufgrund der Menge und der Schwere der Fracht schon immer eines der Kerngeschäfte der Eisenbahnen und erlebt im Moment sehr schlechte Zeiten. Im Jahr 2012 stand es nicht gut um den alten Energieträger. Ein warmer Winter in den USA, Umweltschutzbestimmungen, die den Neubau von Kohlekraftwerken in den USA verbieten, schwächere Nachfrage aus den Schwellenländern und niedrige Erdgaspreise dämpften das Geschäft der Kohleminen und dem Transport darum deutlich.

Auch bei CSX fiel das transportierte Kohlevolumen um 16% und beim direkten Konkurrenten Norfolk Southern sah es noch schwächer aus. Nichtsdestotrotz hat auch die Kohle mittel bis langfristig eine gute Zukunft vor sich. Gerade die Schwellenländer benötigen sehr viel mehr Energie und die Weltbank schätzt, dass die Nachfrage nach Kohle in den nächsten 20 Jahren weltweit um 60 % zulegen wird. Sollte also die Kohle aus dem Osten der USA nicht im Inland verbrannt werden, wird sie eben zunehmend exportiert. Wobei es auch hier noch Unsicherheiten wie eventuell höhere Exportzölle durch die Obama-Administration für den schwarzen Energieträger gibt. Denkt man aber an die Wichtigkeit der Kohleförderung für viele Regionen und an die glänzenden Gewinnmöglichkeiten der nächste Jahrzehnte wird wohl auch hier die Regierung nicht ewig das Geschäft vermasseln. Man sollte also den langfristigen Trend sehen und daran denken, dass die Eisenbahn für solche Ausrichtungswechsel einige Zeit benötigt. Es müssen neue Verladestationen, Hafenterminals usw. errichtet werden und so muss man hier in Jahren und nicht Monaten denken.

CSX Corp. hat im letzten Quartalsbericht jedoch gezeigt, dass die Probleme durch die niedrige Inlandskohlenachfrage auch kurz und mittelfristig zu bewältigen sind. Vor allem zweistellige Zuwächse bei Transporten für die Automobilindustrie konnten das Ergebnis retten und durch Aktienrückkäufe konnte der Gewinn pro Aktie sogar 2,3 % gesteigert werden. Das CSX sein Zahlenwerk seine Gewinn jedoch in nächster Zeit schnell steigern wird bezweifle ich, da laut verschiedenere Pressmitteilungen des Konkurrenten Norfolk Southern die Lage auf dem Kohlemarkt auch für das erste Halbjahr 2013 als schwierig eingeschätzt wird.

Auch die immer noch schwache Inlandsnachfrage und das sich die immer noch hinziehenden Verhandlungen zum US-Haushalt belasten. Sollten also auch noch die Automobiltransporte und Liefervolumen für den Einzelhandel im nächsten Jahr schwächer werden wird CSX rückläufige Gewinne hinnehmen müssen.

Dennoch empfehle ich Anlegern mit ein wenig Nerven sich bei Kursen unter 20$ doch einmal eine erste Position an CSX Aktien ins Depot zu legen. Mit einem KGV von 11 und einer Dividende von aktuell 2,8 % (und hochwahrscheinlich über 3% im kommenden Jahr ) ist die Aktie langfristig gesehen ein Wert mit hohem Potential. Allgemein werden für die Zukunft zweistellige Wachstumsraten für das Unternehmen gesehen und egal was kommt, die Eisenbahn geht nicht von der Schiene

6 Gedanken zu “US-Daten waren ok und nicht sehr gut! Guter Einstiegspunkt in US-Eisenbahn…

  1. Pingback: Kleine Presseschau vom 30. November 2012 | Die Börsenblogger

  2. Wer es nicht mitbekommen hat, am Donnerstag kamen schlechte Zahlen von Tiffany und am Freitag schlechte von YUM Brands, die beiden Werte wurden hart abgestraft. Ich hab bei Tiffany nachgelegt udn werde wohl auch bei YUm nochmal nachkaufen da sind die EK Renditen einfach Megastark und ein schlechtest Quartal haut mich nicht um.

    • Naja beide Werte sind immer noch ambitioniert. Nur weil ein Wert 10% verliert heisst dass noch lange nicht dass er günstig wäre. Beides sind wirklich schöne Werte versteh mich nicht falsch, aber bei Yum juckts mich erst wenn sie noch weitere 20% fallen und dann vom KGV her zwischen 17-19 liegen. Ich kann den extremen Aufschlag zu einer Mcdonalds einfach nicht sehen, selbst das tolle Chinageschäft rechtfertigt dass meiner Meinung nach nicht. Tiffany ist ebenfalls ein tolles Unternehmen aber ansonsten kann ich nur sagen siehe oben. Viel zu teuer momentan.

  3. Tja mir wurde vor einem Jahr auch gesagt, dass Yum zu teuer wäre ist heute aber 20% teurer und wird wohl auch nächstes jahr wieder teurer sein. Zahl lieber nen bischen mehr für ein Unternehmen mit Super EK Rendite und Wachstum als nen Ramschladen unter dem Buchwert zu kaufen.

  4. @ Ulrich

    mich würde mal interessieren, warum du csx und nicht norfolk southern favorisierst?
    auf den ersten blick sind ek-quote, umsatz- u. ek-rendite bei norfolk southern besser, auch über die letzten 10 Jahre.

    gruß Franky

    • @Franky: Wenn man sich die Volumenentwicklung und die Umsätze ansiehst dann sieht man, dass die schwächere Kohlenachfrage Norfolk Southern wesentlich mehr schadet als CSX. Da die Kohlesituation wohl auch im nächsten Jahr schlecht bleibt würde ich aktuell eher zu CSX greifen.

      Norfolk hat den höchsen Kohleanteil am Umsatz von allen großen US-Eisenbahnen. Zusätzlich ist es oft so, dass Norfolk Southern früher RÜckfahrten mit Kohle aufgefüllt hat und so die Rentabilität sich verbessert hat. Also Autos von A nach B gefahren und dann auf dem Rückweg von B nach A Kohle geladen. Wenn dies wegfällt wird das ganze Geschäftsmodell erstmal wesentlich unrentabler.

      Gruß Ulrich

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