Spielzeug ist nicht tot und es gehört ins Depot!

Da ich ja immer auf der Suche nach relativ langweiligen Aktien bin, die gerade eine nicht überteuerte Einstiegschance bieten und den Aktionären viele Jahre, durch langsam steigende Kurse und schöne Dividendensteigerungen, schöne Renditen ins Depot zaubern stelle ich heute mal wieder zwei große Unternehmen einer Branche vor, über die eigentlich so gut wie überhaupt nicht gesprochen wird.

Es geht um die guten alten Spielwaren. Brettspiele und Actionfiguren mögen in Zeiten von Social Networks und aufwendigen Videospielen erst wie eine tote Branche erscheinen. Doch wie auch die gute alte Kneipe von nebenan ihre Existenzberechtigung nicht durch MySpace und Facebook verloren hat, hat auch das gute alte Brettspiel nicht ausgedient. Dabei geht es heute um die zwei Schwergewichte im Geschäft mit Plastik-Laserschwertern und dem guten alten Gesellschaftsspiel: Hasbro und Mattel…

Hasbro Inc.

Das bereits 1923 gegründete Unternehmen Hasbro und seine ProduHasbro stock certificate logo, Logo, Monopoly logokte kennt wohl jeder. Wenn es am Mark mit Spielzeug und Spielen starke Marken gibt, dann hat Hasbro davon einige. Angefangen von der Marke Monopoly, welches bis heute das erfolgreichste Brettspiel aller Zeiten ist. Dazu kommen die Transformers Actionfiguren und die Lizenzen für Star Wars Spielzeug. Ich selbst muss gestehen, dass ich letztens in einem Drogeriemarkt einmal ein solchs Laserschwert mit Geräuschen ausprobiert habe und ich könnte mir gut vorstellen so etwas auch mal meinem Kind unter den Weihnachtsbaum zu legen 😉 .
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Bei den Umsatzzahlen sehen wir nun, dass es sich natürlich um keinen starken Wachstumswert handelt, es jedoch International dennoch Potential gibt. Was wir jedoch auch sehen ist, wie gering die Umsätze von wirtschaftlich schlechten Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Für die Actionfigur für den Filius und die Brettspielrunde ist auch in Zeiten höherer Arbeitslosigkeit und Leiharbeit immer genug Geld in der Tasche

Es fällt schwer bei Hasbro ein Haar in der Suppe zu finden. Den Verschuldungsgrad finde ich mit 1,09 ( Schulden zum Eigenkapital ) als unspektakulär und durch niedrige Zinsen wird sich der Aufwand für die Schuldenfinanzierung in den nächsten Jahren noch weiter stark verringern.
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Es läuft also alles in allem gut für Spielgiganten Hasbro. Da freut sich natürlich auch der Aktionär mit steigenden Gewinnen und anständigen Dividenden.
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Hasbro ist eine schöne langweilige Geschichte für Menschen, die keine Lust haben sich dauern mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Das Dividendenwachstum in den letzten 5 Jahren betrug durchschnittlich 18,35% und die Ausschüttungsquote liegt bei aktuell 48 %, es wird also weitergehen.

Mattel Inc.

Mattel ist der weltweit größte Spielzeughersteller und weitaus größer als sein Konkurrent Hasbro ( 12,62 Mrd. $ Marktkapitalisierung ( Mattel ) vs. 4,97 Mrd. $ ( Hasbro ) ). Mattel besitzt mit Marken wie Fisher-Price, den Matchbox Autos, Barbie, Scrabble und UNO genau wie Hasbro auch seinen festen Platz in jedem Spieleschrank.
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Schaut man sich das Zahlenwerk an sieht man schnell, was für Hasbro gilt, gilt auch für Mattel. Krisen scheinen dem Unternehmen nichts anhaben zu können und alles geht ruhig seine Wege.
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Was bei Mattel jedoch extrem positiv heraussticht ist die sehr niedrige Verschuldung vom Faktor 0,57 ( Schulden zum Eigenkapital ), das Unternehmen ist also mehr als nur solide durchfinanziert.

Mattel tat sich in der Wirtschaftskrise um 2008 (schlechtes Weihnachtsgeschäft ) und 2009 schwerer als Hasbro, dafür scheint man inzwischen wieder stark die Gewinne steigern zu könne. Auch hier sollte es in den kommenden Jahren zu schönen Dividendensteigerungen und Kursgewinnen kommen.

Fazit:

Die beiden Spielzeug-Aktien Mattel und Hasbro sind für den langfristigen Anleger in Zeiten einer sehr ungewissen wirtschaftlichen Zukunft sicher interessante Werte. Beide Unternehmen sind sehr konjunkturunabhängig und haben unheimlich starke Marken. Hasbro hat die Star Wars Lizenzen / Mattel hat Batman, Hasbro hat Monopoly / Mattel hat Scrabble, Hasbro hat G.I. Joe / Mattel hat Barbie… hier hat keiner die Nase deutlich vorne, was die Zukunft betrifft.

Persönlich bin ich aber aktuell für Hasbro. Hasbro besitzt mindestens noch bis 2020 die Star-Wars Lizenzen und durch die Übernahme von Lucasarts durch Disney können wir uns auf eine weitere Popularitätssteigerung der Marke Star Wars einstellen.

Die Aktie von Hasbro ( WKN 859888 / ISIN US4180561072 / HAS ) handelt derzeit zu einem KGV von 14,62 und einer Dividendenrendite von 3,8%, die sich bei der baldigen Dividendensteigerung auf über 4% belaufen sollte. Das Unternehmen hat gutes Potential durch die Aufwertung seiner Star-Wars Produkte und ist ein sehr sicherer Play für wirtschaftlich unsichere Zeiten.

Die Aktie von Mattel ( WKN 851704 / ISIN US5770811025 / MAT ) ist der von Hasbro sehr ähnlich. Das KGV von 15,29 und die Dividende von 3,4 % sind ähnlich bewertet wie Hasbro. Mattel hat sehr wenige Schulden und ist das größere Unternehmen, ein kleiner Bewertungsvorteil gegenüber Hasbro ist also wohl gerechtfertigt. Mattels Wachstum wird leicht besser erwartet als das von Hasbro.

Generell kann man mit beiden Unternehmen nicht viel falsch machen. Natürlich kann es immer zu kurzfristigen kleinen Dämpfern kommen ( giftiges Spielzeug aus China, wo inzwischen beide den Großteil ihrer Produkte produzieren lassen). Langfristig kann mit dem Spielzeug-Investment aber sehr wenig schief gehen.

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