Weltwirtschaftskrise – Waffen performen Gold aus…

Die vergangene Woche war nicht gerade die beste für steigende Aktienkurse. Nachdem der Sieg Obamas am Mittwoch Morgen bereits fest stand kamen weltweit die Aktienkurse unter Druck. Nur wenige Aktien konnte von den Abstimmungsergebnissen in den USA profitieren. Besonders dicke Zuwächse und sogar Kursverdoppelungen konnten Aktien aus dem Bereich Marihuana-Anbau und Vertrieb gewinnen nachdem per Volksentscheid in Colorado und Washington State dafür gestimmt wurde, dass der Besitz kleinerer Mengen ( bis 30 Gramm) nun völlig straffrei ist. Nach US-Bundesrecht ist der Besitz und Konsum von Marihuana aber immer noch illegal und daher hoffen nun Anleger auf eine landesweite Legalisierung-Welle…

Die Kursgewinne bei Marijuana Anbauern hat also weniger mit Obama als mit den Volksabstimmungen in einzelnen US Bundesstaaten zu tun. Eine weiter GrupGun & Weed, waffen und drogen aktien, börse, investieren in drogen, investieren in  kiffen, geldanlegen in marijuanape die am Mittwoch und Donnerstag stark zulegen konnte hat mich doch auf den ersten Blick sehr verwundert. Es waren Aktien der Herstellern von Handfeuerwaffen, wie sie besonders gern von Privatpersonen gekauft werden. Was ich aus Deutschland her mitbekam waren eigentlich immer die Republikaner die, die nach Amokläufen und Gewaltverbrechen für den Erhalt des privaten Waffenbesitzes waren. Das also zum Beispiel die Aktie des Waffenbauers Sturm, Ruger & Co. Nach dem Bekanntwerden von Obamas zweiter Amtszeit bis zum Donnerstag um 16,5 % zulegen konnte war für mich mehr als verblüffend. Ist ein Wahlsieg der Demokraten nicht schlecht für ein Unternehmen welches seine Gewinne mit der Waffenbegeisterung der Amerikaner macht?
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Langfristig vielleicht, kurzfristig bringen Demokraten das Geschäft mit Waffen aber richtig zum Boomen. Die Begründung ist eigentlich ziemlich einfach. Die von Waffen begeisterten Amerikaner rechnen bei Obama dauernd mit Verschärfungen der Waffengesetzgebung. Also deckt man sich mit Waffen ein, weil man diese vielleicht bald nicht mehr so einfach erwerben kann. Bisher war Obama bei der Waffengesetzgebung erstaunlich lasch und hat eigentlich überhaupt keine Verschärfungen der bestehenden Rechtslage durchgesetzt. Dies wird von vielen Waffenkäufern aber als Ruhe vor dem Sturm gesehen. Obama wollte es sich anscheinend schlicht nicht mit den Millionen Waffenbesitzern in den USA verscherzen um seine Wiederwahl zu sichern. In der zweiten Amtszeit in der Obama nun aber nicht mehr auf Umfragewerte Rücksicht nehmen muss rechnen viele mit Verschärfungen im Waffenrecht. Dies führte dazu, dass in den vergangenen Monaten große Hersteller von Handfeuerwaffen sogar gar keine neuen Bestellungen mehr aufnehmen konnten, da die Produktionskapazitäten bereits komplett ausgelastet sind.
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Für die Zukunft kann man sich merken: Wahljahre scheinen generell immer gut für die Umsätze von Feuerwaffen zu sein, da sich der Konsument immer aus Angst vor neuen Regeln mit Munition und Hardware eindeckt.

Ein weiterer Faktor wird für verstärkte Waffenkäufe gesehen. Die spürbar schwache Wirtschaftslage in den USA und die hohe Arbeitslosigkeit motiviert Menschen zum Kauf von Waffen. Anscheinend werden Waffen genauso wie Gold als gutes Investment in Krisenzeiten gesehen. Sich in der Wirtschaftskrise Waffen zu kaufen klingt für den Deutschen vielleicht absurd, in Amerika scheinen viele Menschen aber eben dies zu tun um sich ihren Weg im Supermarkt nach einem Zusammenbruch des Geldsystem notfalls freischiessen zu können.

Wer nun also von einer zweiten Amtszeit Obama profitieren will kann dies anscheinend recht sicher mit Aktien von Herstellern von Pistolen und Jagdgewähren wie Smith & Wesson Holding Corporation oder Sturm, Ruger & Co. Inc. . Ein wirkliche Verschärfung der Gesetzte erwarte ich nicht, da dies die Demokraten langfristig unheimlich viele Stimmen kosten würde.

Hier einmal die Umsatzentwicklung der Sturm, Ruger Aktie aus der ersten Amtszeit Obamas:
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Im laufenden Jahr 2012 wurden bereits in den ersten 9 Monaten für 345 Millionen $ Waffen von Ruger verkauft und das starke Weihnachtsquartal folgt erst noch.

Die Aktie von Sturm, Ruger & Co. Inc. ( WKN 861820 / ISIN US8641591081 / RGR ) notiert aktuell bei 49,32 $ bei einem KGV von 15,8 und einer Dividendenrendite von 3,1 %. Die Dividende hat sich seit Anfang 2011 von 0,05 $ auf nun 0,38$ pro Quartal gesteigert ( + 660% ) und es könnte weiter schnell aufwärts gehen. Die Aktie ist aber nichts für die Ewigkeit. Die Verkäufe der Waffenbauer profitieren gerade von wirtschaftlicher Unsicherheit und der Befürchtungen vor Obamas Waffenpolitik. Sollten diese negativen Einflüsse nachgeben könnte auch die Kauflaune der Waffeninteressierten schnell wieder zurückgehen. Sturm, Ruger & Co. hat keinerlei Schulden in den Büchern.

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