Romney gewinnt TV-Debatte; Barrack lass Michelle im Schrank

Guten Morgen und hallo an alle Frühaufsteher. Vielleicht haben ja einige von Euch auch heute Nacht das erste Zusammentreffen von Mitt Romney und US-Präsident Barrack Obama im Fernsehen verfolgt, es wurde ja auch im deutschen Fernsehen übertragen.

Das ganze fand in Denver, Collorado statt und um es kurz zu machen: Es sieht nach einem unerwartet großen Sieg für Herausforderer Romney aus. Vor einigen Minuten habe ich auf CNN erste Landesweite Umfragen gesehen und unter den Zuschauern der Debatte fanden 65% der Wähler Romney überzeugender als den Amtsinhaber. Laut CNN, die wohl nicht im Ruf stehen den US-Republikanern besonders nahe zu stehen, führt Romey in allen heute angesprochene Sachbereichen. Sogar den reinen Sympathiewert konnte Romney mit einem Punkt Vorsprung gewinnen…

Die ganze Debatte konnte ich im Internet jetzt noch nicht als Video finden, hier aber doch ein recht schöner Ausschnitt vom 10 Minuten Länge.
http://youtu.be/GDDoJa22fVU
Um es vorweg zu sagen: ich bin kein großer Freund von Obama. Obamas Muster auf Fragen immer wieder mit Michelle und sich als Sympathieträger anzufangen als irgendwelche Sachfragen zu beantworten oder klare Aussagen zu machen fand ich irgendwie unprofessionell. Dieses alte Erfolgs- Muster hat wohl langsam ausgedient. Natürlich ist personenbezogene Sympathie ein großer Bonus bei jeder Abstimmung; ob dies jedoch Wähler beeindruckt die die Wahl als Arbeitslose vor dem Fernsehen verfolgen wage ich zu bezweifeln.

Obama vermied es generell peinlichst auf Sachfragen mit irgendwelchen harten Zahlen oder Fakten zu antworten, vielleicht aus der Angst in Wirtschaftsfragen der Unterlegene zu sein. Romney hingegen wirkte in Wirtschaftsfragen kompetenter, was aber vorher schon so zu erwarten war. Was auffiel, dass Romney es ungewöhnlich gut geschafft hat präsidial aufzutreten.

Obamas Angriffsmuster lief oft darauf hinaus Romney als abgehobenen Millionär darzustellen, was wohl auch bei einigen Wählern fruchten wird. Ob dies genügt? Amerika ist nicht die BRD.

Ein guter Joke, den ich frei übersetzt nacherzähle, war: „Mr. President, ich kann mir keinen romantischer Ort für Ihren Hochzeitstag vorstellen als hier, mit mir ;)“.

Eine genannte Zahl von Romney scheint wohl übertrieben zu sein und zwar die 90 Milliarden $, die Obama angeblich ineffizient und mit der Gießkanne in Green Energy gesteckt haben soll. Dabei wurde die Zahl wohl mit großem Eifer hochgerechnet und beinhaltet bei dieser Höhe wohl auch Ausgaben für Landschaftspflege und Parkanlagen.

Romney Taktik bestand darin, den Menschen bei persönlichen (Wirtschafts)interessen abzuholen. Dies wird zum Beispiel ziemlich deutlich als Romney damit beginnt aufzurechnen wie viele Lehrerstellen durch „verblasene“ Subventionen, für regenerative Energien, hätten geschaffen werden können.

Beim Hauptthema Obamas, der Gesundheitsversorgung konterte Romney mit der christlichen Nächstenliebe, die dies ja auch zum Teil sicherstellen könne. Zudem forderte Romney mehr Wettbewerb unter Krankenversicherungen bei der Weiterentwicklung des Gesundheitssystems.

Alles in Allem lag Romney auch bei der wichtigen Gruppe unentschlossenerer Wähler mit 13 % vorne. Zwar können sich diese Zahlen natürlich im laufe des Tages noch ändern, je nachdem wie gut die Wahlkampfteams die öffentliche Meinung noch nachbearbeiten; wie aber auf CNN bemerkt wurde: „Most time you win; u win“.

Die Debatte war wohl insgesamt nicht nur wegen den öffentlichen Umfragen wichtig. Auch könnte es die Kassen von Romneys Wahlkampfkasse auffüllen. Hier war bei den Spendern in den letzten Wochen eine gewissen Spendenmüdigkeit eingetreten.

Für Aktien-Interessierte gab es natürlich auch etwas. Romney sagte beim Thema Energie „i like coal“. Da die Kohlenachfrage und die Aktien vieler US-Kohleproduzenten derzeit am Boden liegen (durch die sehr ungünstige Gesetzgebung der Obama-Administration) könnte dies ein aussichtsreicher Call auf einen Romney-Wahlsieg sein ;). Übrigens sehen Analysten inzwischen einen Anstieg der Aktienkurse bei einem möglichen Romney-Sieg. So das wars, jetzt gebe ich erst mal aus Denver zurück in mein Bett *gähn .

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