Auf ein Frühstück bei Tiffany-Watchlist Update

Eines geht immer: Luxus. Nicht umsonst ist Bernard Arnault mit seinem Imperium rund um teuren Whiskey und exklusiven Handtaschen einer der reichsten Männer der Welt. Hersteller sehr exklusiver Produkte handeln leider immer zu sehr hohen Kursen. Wenn einer dieser Hersteller also im Kurs rutscht und dies ohne, dass das Unternehmen wirklich schlecht läuft, sollte der Anleger auf jeden Fall genauer hinsehen. Einer dieser Luxushersteller mit weltweit gutem Ruf und treuer Kundschaft in den Reihen der Schönen und Reichen ist Tiffany. Also frühstücken sie mit mir und schauen sie sich mit mir diese Aktie mal ein wenig näher an…

Tiffany & Co. war mir als Schmuckhersteller bekannt, auch wenn ich persönlich nie mit der exklusiven Schmuckschmiede in Kontakt kam. Die Bekanntheit des Unternehmens in Deutschland ist wohl hauptsächlich durch den bekannten Film „Frühstück bei Tiffany“ mit Audrey Hepburn von 1961 zu begründen.

Der Hersteller und Verkäufer von exklusivem Schmuck, Glas, Geschirr, Porzellan und anderen exklusiven Haushaltswaren operiert in einem sehr exklusiven und hochpreisigen Marktsegment. Wer einmal den deutschen Onlineshop besucht wird sehen, dass hier bereits ein paar Silberohrringe vierstellige Beträge verschlingen können.  Tiffany Pearls Perlenkette Schmuck

Als besonderes Firmenkennzeichen wird bei dem Traditionshaus ( gegründet 1937 in New York), dass Preise generell nicht verhandelbar sind; ob dies heute noch so ist weiß ich nicht 😉 . So absurd es vielleicht auf den ersten Blick scheint, aber gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind die Hersteller von Luxusware oft ein sicherer Hafen. Krisen erschüttern meist das Kaufverhalten der Mittelschicht, nicht aber der Wohlhabenden und Reichen, die zu erlauchten Kundschaft von Tiffany gehören.

So war Tiffany vom wirtschaftlich schweren Jahr 2009 fast nicht betroffen und konnte Umsatz und Gewinn mit minimalen Einbußen halten. Danach ging es wie gewohnt weiter und vor allem letztes Jahr machte das Unternehmen einen Schub nach vorne.
Tiffany Co Umsatz Gewinn Eigenkapital pro Aktie Schuldenrelation Verschuldungsgrad Sehr gefallen tut mir an Tiffany der geringe Verschuldungsgrad von aktuell gerade einmal 30% im Verhältnis zum Eigenkapital. Das Unternehmen ist sehr solide finanziert.
Tiffany & Co Filialen Verkaufsgeschäfte Asien Peking Rio Wien New York Umsatzanteil Fillialwachstun Anzahl Südamerika Wachstumsregionen
Tiffany expandiert weltweit mit eigenen Verkaufsflächen in exklusiven Lagen weltweit. Neben dem berühmten Flahship-Store in New York gibt es die exklusiven Läden an vielen Hot Spots der Welt wie Hong Kong, Rio de Janeiro und Wien. Im Stadtkern von Peking konnte ich bei der Shopsuche sogar drei eigene Filialen ausfindig machen.Tiffany & Co store shop Laden Filiale Peking Beijing China Asien In Zeiten der Euro-Krise ist zu sagen, dass nur 15% des Umsatzes in den europäischen Filialen entsteht.
Tiffany & Co Gewinn pro Aktie Earnings per Share Dividende 2011 2009 2010 2008 2007 Entwicklung
Der Gewinn pro Aktie konnte nach einem verschmerzbaren Einbruch in den Krisenjahren inzwischen wieder ordentlich zulegen. Die Dividende hat sich seit 2007 sogar mehr als verdoppelt und bietet noch einigen Spielraum nach oben.

Tiffany profitiert vom weltweit wachsenden Wohlstand, vor allem in den aufstrebenden Nationen. Dadurch konnte der Umsatz seit 2003 von 1,7 Milliarden $ auf heute über 3,6 Milliarden $ ( +112 % ) gesteigert werden.

Das Unternehmen Tiffany dient bis heute als Hoflieferant zahlreicher Königshäuser und Scheichs und produziert dazu exklusive Stücke wie die Super-Bowl-Trophäe. Ein Unternehmen mit einer derart starken Marke ist an sich schon einiges wert und sollte in wirtschaftlich besseren Zeiten noch stärker wachsen können als momentan.

Die Aktie von Tiffany & Co ( WKN 872811 / ISIN US8865471085 ) notiert aktuell bei 53,58 $ und bewegt sich sehr nah an ihrem Ein-Jahres-Tiefstand von 49,72$. Die Aktie lief Ende letzten Jahres bereits auf 80 $. In den letzten Wochen musste Tiffanys Aktienkurs einiges an Federn lassen, nach dem das Unternehmen die Aussichten für dieses Geschäftsjahr gesenkt hat. Die Aktie handelt so derzeit wieder bei einem sehr vertretbaren KGV von 14,8 und einer Dividendenrendite von 2,4 %. Für 2013 wird ein KGV von 14,4 und 2014 von 12,5 geschätzt. Weitere schlechte Nachrichten aus Europa oder ein Abkühlen der US-Wirtschaft könnten den Aktienkurs weiter nach unten befördern. Spätestens nach einem weiteren Kursrutsch werde ich über den Kauf dieser Aktie stark nachdenken. Tiffany ist ein solides Unternehmen und wird von späteren positiven wirtschaftlichen Entwicklungen stark profitieren können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.