Der heutige Börsentag war für mich ganz gut :)

Heute war wohl für viele, vor allem in Europa investierte, Anleger kein schöner Tag. Mit einem Dax-Minus von 2,19% und einem Euro Stoxx 50, der 82 Punkte tiefer notiert, ist hier wohl alles gesagt. Für mich gab es hingegen eher gute Neuigkeiten, so lief das Quartal für den bekannten Müsliproduzenten Kellogg besser als erwartet und auch Warren Buffets Eisenbahn konnte gute Entwicklungen melden…

Zu erst einmal zu Warren Buffets Berkshire Hathaway. Wie viele andere Anleger verfolge auch ich stets die neusten Meldungen um die Geschäfte des Orakels von Omaha. Sein schlauster Schachzug, der jüngeren Zeit, ist für mich eindeutig die Übernahme des Eisenbahn-Giganten Burlington Northern Santa Fe (BNSF).

Nachdem durch die gesunkene Nachfrage nach Kohle, aufgrund der niedrigen Erdgaspreise und dem Verbot des Baus neuer Kohlekraftwerke, durch die Obama-Administration, bereits das Schlimmste für die US-Eisenbahnindustrie befürchtet wurde, kommt hier nun doch alles viel besser als befürchtet. Zwar brach das Kohletransportvolumen bei allen größeren US-Eisenbahnen im letzten Quartal stark ein, dass die Eisenbahn aber gerade vom Fracking wiederum profitiert in dem sie für den Transport von Ausrüstung und des Fracksandes genutzt wird haben Pessimisten wohl nicht einkalkuliert.

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel über den Baustop des Keystone XL Pipeline Projekts, welches Öl aus dem Norden Nord-Amerikas in die Industriezentren und an die Häfen in den USA bringen sollte ( Barack Obama und Warren Buffett – Eine Hand wäscht die andere! ). Durch diesen verhängten Baustop der US-Regierung scheint Buffetts Eisenbahnlinie nun das große Geld zu verdienen. Der Transport von Öl stieg bei BNSF im zweiten Quartal 2012 um 75% (im Vergleich zum Vorjahr).

Eine weitere gute Meldung gab es heute für den bekannten Hersteller von Cornflakes Kellogg’s. Diesen Wert habe ich vor kurzem in mein Depot genommen und ihn vor wenigen Tagen hier noch einmal angepriesen ( 4 % Dividende aus der Müslischüssel ). Heute gab es die Quartalszahlen und trotz des schwächelnden europäischen Marktes und hoher Kosten durch steigende Rohstoffpreise gab es eine positive Überraschung. Der Quartalsgewinn pro Aktie sank nicht so stark wie befürchtet auf immerhin noch 89 Cent pro Aktie ( exklusive der Kosten durch die Pringles-Übernahme). Analysten gingen von einem Ergebnis pro Aktie von nur 0,85 $ aus.

Die Börse ist von den Ergebnissen vor allem aufgrund des Umsatzwachstums begeistert. Im Heimatmarkt USA konnte Kellogg seinen Umsatz um 3,6% steigern. Schwach fielen erwartungsgemäß die Zahlen aus Europa ( Umsatz -3,4 %) und Asien ( -7,1%) aus. Dies mag nun nicht berauschend klingen, die Wallstreet ging jedoch von einer wesentlich schlechteren Entwicklung aus. Die Aktie von Kellogg Co. ist heute mit über 3% im Plus, bei einem tiefroten Gesamtmarkt.

Enttäuscht hat die Börsen hier und jenseits des Atlantiks die Zurückhaltung der EZB beim Ankauf von Anleihen aus Südeuropa. EZB-Präsident Mario Draghi sprach letzte Woche davon, „dass die Notenbank im Rahmen ihres Mandates alles tun werde, um den Euro vor dem Zusammenbruch zu bewahren“. Viele Marktteilnehmer waren also davon ausgegangen, dass heute wesentlich mehr Aktivismus der Europäischen Zentralbank bekannt gegeben würde.

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