Auf der Watchlist: Parmalat

Also auf meiner Watchlist befinden sich bevorzugt Unternehmen mit konjunkturunabhängig Geschäftsmodel. Diese Werte bescheren ja oft über Jahre die besten Renditen, weil eben laufen Geld verdient wird und damit über Expansion, Aktienrückkäufe und Dividenden kontinuierlich Geld in die Taschen der Aktionäre fließt.

Zwar sinken die Kurse der europäischen Aktienmärkte; wirklich gute No-Brainer Langzeitinvestments wie Henkel, Unilever und Co. werden aber leider nach wie vor zu guten Preisen gehandelt.

Dennoch denke ich darüber nach doch einmal Geld in Europa zu investieren. Schon allein weil ich nun einmal in Deutschland lebe und somit mit Euro mein Leben bestreite. Folglich reduziere ich mit europäischen Aktien das Risiko von Währeungsschwankungen. Wobei ich zugeben muss, dass meine Ängste um eine starke Aufwertung des Euros mittelfristig sehr begrenzt sind.

Also mache ich mich also auf der Suche nach einem relativ günstigen Unternehmen aus einer stabilen Branche, dass wenn es geht auch noch größere Geschäftsbereiche außerhalb der Eurozone hat

Parmalat, der Skandalkonzern aus Italien rückt also in mein Blickfeld. Nach dem riesigen Bilanzskandal 2003 hat dieser Name schon fast etwas unseriöses und langjährigen Anlegern wird beim Gedanke an das was damals ablief die Milch im Glas sauer.
Parmalat Milchtüten milk products im Supermarktregal
Milch ist ja auch das Geschäftsfeld von Parmalat als Molkereiunternehmen. Die Produktpalette umfasst verschiedenste Milchprodukte und Fruchtsäfte. Ein gutes Geschäft für wirtschaftlich schwierige Zeiten.

Ein kurzer Blick auf die Geschäftszahlen zeigt, dass es hier durch die immer schlimmer werdende Schuldenkrise nicht zu Problemen kommt. Der Cashflow auf des operativen Geschäft ist stabil und konnte von 2010 auf 2011 um 3,3 % auf 443,5 Millionen Euro gesteigert werden.

Parmalat ist zudem ein echter Global-Player und erwirtschaftet nur 23 Prozent seines Umsatzes in der Eurozone. Sonstige Hauptmärkte sind Kanada mit 36,26 % und Australien mit 19,16% Umsatzanteil.

Mit einem KGV von 12,45 ist die Aktie jetzt natürlich auch kein großes Schnäppchen. Bedenkt man jedoch das konservative Geschäftsfeld und die starke Präsens in den sehr stabilen Wirtschaftsräumen Australien und Kanada wird einem klar, dass es sich hier auch um eine Qualitäts-Aktie handelt. Parmalat ( WKN A0ERW4 / ISIN IT0003826473 ) bietet eine gesunde Dividende von 4,1 %, auch wenn hier natürlich noch die italienische Quellensteuer und damit das langwierige Rückerstattungsverfahren mit dem italienischen Finanzamt ansteht.

Parmalat wirkt sehr günsitg und ich denke, dass in diesem Unternehmen noch einiges an zusätzliches Ertragskraft steckt. Jedoch muss ich mich hier auch noch einmal genau einarbeiten; Parmalat besitzt nämlich zahlreiche Assets die gutes Potential haben.

2 Gedanken zu “Auf der Watchlist: Parmalat

  1. Parmalat habe ich seit einiger Zeit schon im Depot allerdings ohne viel Freude daran gehabt zu haben. Zu beachten ist hier das Lactalis einen großen Anteil an Aktien hält und schonmal eine Übernahme versucht hat und vllt. wieder versuchen wird. Dies kann bei der Übernahme den Kurs beflügeln bis dahin hat Lactalis aber eher ein Intresse den Kurs niedrig zu halten.

  2. Die Lactalis Übenahme, die haben ja 2011noch 2,6 € pro Aktie hingebuttert.; jetzt sind wir bei unter 1,5 Euro. Also denke ich mal, dass bei einer kompletten Übernahme der Klein-Aktionär mehr als die jetzigen 1,46 erlösen kann.

    Parmalat hat einen echt einen super Buchwert, dies allein hilft einem auf dauer meist aber auch nicht weiter; wenn diese Assets nicht genug Geld bringen.

    Wie stark das Interesse ist, eine Parmalat zur großen Geldmaschine zu machen, ist fraglich. Die Vorraussetzungen dafür hätte Parmalat, da wird Lactalis aber wohl erst versuchen den Kurs weiter unten zu halten und nocheinmal zu Kursen unter 2 € aufzustocken.

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