Kubas Börse im Exil – Glücksritter gesucht.

Hola Amigos de las acciones. Sicher kennen Sie die karibische Insel Kuba. Buena Vista Social Club, Cohiba, den Rum, die Dokumentationen, Che Guevara und die Geschichte der Insel unter Fidel Castro. Die geschichtliche Kurzfassung ist, dass der junge Fidel Castro und seine Comapaniero Che Guevare 1956 auf Kuba landeten und nach einem zwei jährigen Guerillakrieg die Insel übernahmen. Was danach folgte ist Geschichte. Castro wendete sich von der westlichen Welt ab und überführte die Insel nach und nach zum real existierenden Sozialismus. Für die windigen amerikanischen Geschäftsleute die vorher mit Kasinos, Bordellen und Zuckerrohrplantagen das große Geld verdient haben war dieser Machtwechsel natürlich sehr unerfreulich…
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Wer schon einmal den Film Nixon, von Oliver Stone, gesehen hat weiß dass sich sogar Verschörungstheorien im Umlauf befinden, dass genau diese Geschäftsleute Kennedy umbringen liesen. Da dieser keine großen Anstrengungen zum einem Regierungswechsel auf Cuba anstrengte.

Natürlich waren die Aktien kubanischer Firmen nach der Revolution und Enteignungswelle wertlos und die Papiere wurden zu Trödelware auf Floridas Flohmärkten. Bis Anfang der 90er Jahre und dem Zusammenbruch der Sovietunion und der damit verbundenen drastischen Folgen für Kubas Wirtschaft und Versorgungssituation viele Exil-Kubaner wieder zu hofften anfingen, dass der inzwischen alt gewordene Castro nun von Volkes Zorn gestürzt wird und Kuba endlich politisch Richtung mehr Freiheit marschiert.
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Nun kam die Idee bei viele Glücksrittern auf alte kubanische Wertpapiere aufzukaufen um nach einem Systemwechsel auf Kuba damit das große Geld zu machen. Dies hatte ja auch nach dem Scheitern der Soviet-Union schon einmal geklappt. André Kostolany kaufte seit Ende der 80er Jahre alte russische Staatsanleihen, die noch unter den Zaren ausgegeben wurden, zu Spottpreisen auf und machte damit in den 90ern ein Riesengeschäft. Da die neu gebildete russische Föderation das Vetrauen ausländischer Geldgeber erlangen wollte entschloss man sich diese jahrzehntelang wertlosen Papiere wieder zu bedienen. Dies bedeutete, dass Flohmarktware plötzlich wieder riesige Vermögen wert war.

Diesem Beispiel folgten 1993 auch einige Exil-Kubaner und gründeten in Miami die Cybercuba Securities Exchange. Diese Firma handelt seit nun 19 Jahren mit Aktien und Anleihen aus dem Kuba vor 1959. Die Firma kauft und verkauft diese Wertpapiere und legt regelmäßig neue Kurse fest. Nicht nur Sammler sind auf den Zug aufgesprungen und so besteht in speziellen Communities ein reger Handel mit kubanischen Wertpapieren.

Den höchsten Preis erzielen derzeit kubanische Staatsanleihen von 1905, die mit 275 $ je Stück gehandelt werden. Auch Firmen wie Cuba Northern Railroad oder Havana Tobacco sind gefragte Stücke und werden oft zu dreistelligen Summen gehandelt.

Ob es wirklich soweit kommt, dass diese alten Wertpapiere wieder einen tatsächlichen Wert verbriefen ist natürlich sehr unsicher. Und es ist für die meisten, die damit handeln wohl mehr ein Hobby. Unmöglich ist es jedoch nicht, dass diese Wertpapiere nicht doch irgendwann wieder Eigentum verbriefen. Schließlich gibt es in Amerika nach wie vor eine sehr einflussreiche Lobby an Exil-Kubanern ( die schon oft Wahlentscheidende Mehrheiten im Swing-State Florida herbeiführten) und eine mächtige Familien (Bacardi, Kasinobetreiber…) die wohl gerne ihre Besitztümer auf Kuba zurück hätten. Ein Regierungswechsel Kubas und die entsprechende US-Regierung könnten also wirklich zu einer Russland-ähnlichen Situation führen.
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Ob es soweit kommt wissen wir nicht, es ist aber doch ein recht spannendes und unterhaltsames Thema aus der Welt der Wertpapieren. Und wer weiß? Vielleicht gelingt ja so manchem effektive Stücke-Sammler dann der ganze große Coup. Marken wie Cohiba, Romeo y Julieta oder Havana Club wären sicher wirtschaftlich organisiert wahre Goldgruben. Wie es mit Aktien der Stromversorger und Eisenbahnen aussieht will ich mir nicht vorstellen. Selbst war ich vor einigen Jahren auf Cube und wenn die Bahn überhaupt fuhr, besaßen über die Hälfte der Sitze keine Sitzfläche mehr. Den technischen Zustand des Eisenbahnnetzes und der Züge spare ich hier lieber aus.
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Im Zuge der Recherche für diesen Artikel konnte ich noch einen heißen Aktientipp aus dem Regierungspalast, in Habana, erfahren: Adidas 😉 .

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