Nichts als Krise – Rein in Immobilien – Nein!

Euro-Krise, Schulden-Krise und Finanzkrise. Gibt es Europa morgen noch? gibt es mein Sparbuch morgen noch? Und gibt es überhaupt die Währung noch? Angst an allen Fronten. Im Fernsehen sind die Verbrauchermagazine voll damit. Der Deutsche neigt von je her in Immobilien zu investieren. Dies scheint für ihn die sicherste alle Investitionen zu sein. Schließlich sollte dieses sogenannte Betongold alle Krisen überleben und so auch in Extremfällen ein gutes Einkommen sichern. Doch warten sie lieber damit überstürzt in Immobilien einzusteigen…

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht es für mich nicht so aus, als würden Große Länder wie Frankreich, Deutschland oder Italien ernsthaft planen aus dem Euro auszusteigen. Der Euro wird also unsere Währung bleiben. Die Angst ist also, dass der Euro erhalten bleibt und was dies wohl für Folgen hat. Zum einen wird befürchtet dass der Euro an Vertrauen und damit an Wert verliert. Damit dies passiert müsste die Wirtschaft der Eurozone weiter einbrechen und die Staatsfinanzen ruiniert sein. Falls dies passiert: Was wird der Staat dann tun?

Der Staat wird sich bei seinen Bürgern Geld besorgen wollen. Die deutschen Bürger Verfügen über ein geschätztes Vermögen von über 10 Billionen Euro. Damit wüsste die Politik sicherlich einige neue Rettungsschirme zu finanzieren.

Diese 10 Billionen Euro halten die Deutschen zum größten Teil in Immobilien. Falls sich die Lage also weiter zuspitzt und wir zur großen Transfer-Union werden, werden die findigen Beamten im Finanzministerium und in den Kommunen sehr genau wissen was zu tun ist. Ran an die Immobilien. Hoch mit Grundsteuern und neue Abgaben auf Immobilienbesitz. Schließlich ist keine Anlage so einfach zu besteuern und zu erfassen.

Wenn sie also ein größeres Vermögen in Immobilien investieren erreichen sie am Ende vielleicht das, was sie eigentlich verhindern wollten. Sie werden zum Zahlmeister für die ganzen Schulden, die Deutschland dann mittragen muss. Immobilienbesitz ist fast nicht zu verschleiern und zweitens sind sie damit sehr unmobil. Ausweichen und uminvestieren geht sehr schwer und so sitzen sie dann da mit Ihrer Immobilie und zahlen und zahlen. Durchsetzbar ist dies notfalls relativ einfach. Es gibt einfach einen Freibetrag an Wohnraum den man haben darf bevor neue Steuern anfallen. Wer eben mehr als die eigenen vier Wände hat muss zahlen. Vermittelbar ist dies leicht. Der böse Vermieter kann genauso schnell ins Bewusstsein gebracht werden, wie der böse Spekulant.

Die Renditen, die man sich versprochen hat können dann natürlich nicht mehr erreicht werden und zweitens sinkt auch der Verkaufspreis. Wer will dann noch ihre Immobilie und selbst zum Zahlmeister werden. Geschweige denn, dass im Fall einer Jahrelangen Rezession sich auch viele deutsche Regionen nicht entziehen werden können. Rechnen sie also mit wirtschaftlich harten Zeiten? Dann gerade nicht Immobilien. Die Rendite einer Immobilie entsteht durch Mieten. Gibt es Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne gibt es niedrige Mieten. Haben sie also nicht gerade eine Top Immobilie in einer Süddeutschen Industriestadt werden sie sich schwer tun mit guten Renditen.

Immobilien sollten sie eher dann kaufen, wenn es wirtschaftlich wirklich schlecht läuft. Momentan herrscht in Deutschland hohe Beschäftigung und damit sind wenige Menschen gezwungen sich von ihrer Immobilie zu trennen. Die Zeit für Schnäppchen kommt erst, wenn die Krise auch den deutschen Arbeitsmarkt erfassen sollte.

3 Gedanken zu “Nichts als Krise – Rein in Immobilien – Nein!

  1. Der Artikel ist mir zu schwammig. Immobilien sind eine sichere Anlage und halten auch bei jeder Inflation stand.
    Zitat „Immobilienbesitz ist fast nicht zu verschleiern und zweitens sind sie damit sehr unmobil.“
    Wieso sollte man seinen Immobilienbesitz verschleiern?
    Desweiteren muss dezidiert gesagt werden, wozu ich eine Immoblie kaufe!
    Kaufe ich diese, um eine Geldanlage zu haben z.B. Mietshäuser, Geschäftshäuser.
    Oder kaufe ich diese, um stolzer Eigentümer eines Einfamilienhauses zu sein?
    Sollte das letztere der Fall sein, dann stimmt das Argument, dass man mit einem prekärem Arbeitsplatz leicht in die Situation verfallen kann, dass man seine Raten bei der Bank nicht mehr begleichen kann und dann in einer Falle hockt.
    Jedoch soltle man immer vor einer großen Investition sich Zeit nehmen und seine Situation bewerten und den Kaufpreis der Immo etc.

  2. Ich denke die Krise der letzten Jahre hat gezeigt dass Immobilien in Krisenzeiten schwer bzw. schwerer zu verkaufen sind und als Anlage nur langfristig zu sehen sind.

    • Immobilien sollte man immer langfristig halten, abgekoppelt von der wirtschaftlichen Lage. Wer verkauft schon in einer Krise seine Immobilie? Dies geschieht wenn nur aus finanzieller Not und dann zu einem katastrophalem Marktwert.
      In Krisenzeiten lassen sich Immobilien sehr gut verkaufen ;-). Dann schlagen nämlich langfristige Anleger zu, natürlich nur zu einem Wert, der deutlich unter dem realem Wert liegt.
      Immobilien sind eine komplett andere Welt als Aktien.
      Auf Grund jahrelanger familiärer Erfahrung kann ich sagen, dass man aus Immobilien sehr viel Geld rausholen kann.

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