Die Drei-Speichen-Regel oder nie mehr einen Trend verpassen

Es gibt so ein paar einfache Investment-Regeln, wie man sie immer wieder liest. und manche haben sogar eine Daseinsberechtigung. Eine davon ist die Drei-Speichen-Regel. Dabei geht es grundsätzlich um die Diversifikation des eigenen Anlageverhaltens um keinen Trend zu verpassen und so schlechte Anlageklassen zu kompensieren…

Angeblich geht die Drei-Speichen-Regel auf Volksgruppen zurück, die oft zum Exil gezwungen waren, wie Exil-Chinesen, Juden oder Armenier. Nach der Drei-Speichen-Regel legt man sein Geld zu einem Drittel in Immobilien, zu einem Drittel in Gold/Silber und zu einem Drittel in Wertpapieren ( Aktien, Anleihen usw.) an. Geschichtlich und damit auch zukünftig kann man davon ausgehen, dass sich diese Anlageklassen im Wertzuwachs abwechseln.

Mal steigt 10 Jahre der Aktienmarkt, während Rohstoffe konstant bleiben und Immobilien im Wert sinken. Daraufhin steigen Rohstoffe, Immobilien bleiben konstant und Aktien stürzen ab und so weiter. Also ist man immer im aufstrebenden Sektor dabei und kann so seine schlechten Anlagen ausgleichen.

Durch dieses gegenseitige Kompensieren der Anlageklassen kann das Vermögen so langfristig gehalten werden. Sicherlich ist aber auch noch ein gewissen Extremfall-Denken dabei. Exilvölker wie Armenier oder Juden musste immer wieder sehr flexibel sein und konnten ihr Gold und Silber einfach im Rucksack mitnehmen. Aus diesem Grund liest man von der Drei-Speichen-Regel oft auf Internetseiten, die den Untergang des derzeitigen Systems herbeisehnen.

Die Regel ist aber nicht nur eine Anleitung zum bloßer Werterhalt. Man kann nämlich davon ausgehen, dass das aktuell steigende Investmentdrittel wesentlich höher Gewinne erwirtschaftet als das Schlechte verliert. Dadurch kommt dann zur Sicherheit auch noch der Gewinn.

Diversifikation betreibt sicher jeder Anleger mehr oder weniger. Gut
gefällt mir das disziplinierte halten an feste Prozentsätze. Die Regel dennoch wirklich umzusetzen ist aber recht schwierig. Wer behält schon ein Drittel Aktien im Depot, wenn diese seit Jahren fallen und fallen und wechselt nicht lieber ins Gold (wenn dieses dabei steigt und steigt). Die Gier steht einem also in Weg, andererseits ist die Gier oft verhängnisvoll, denn wann ein Trend dreht weiß sicher keiner.

Folgend noch ein interessanter Artikel vom finanziell-umdenken.blogspot.de zum Thema Asset Allocation ( einer modernen Form der Drei-Speichen-Regel ).

Beispiel einer Asset Allocation mit Schwerpunkt passives Einkommen zu erzielen

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