Die Lage ist unsicher – Besser ins Festgeld?

Letztes Wochenende wurde ich von einem Freund, beim Fußball 😉 , gefragt, ob ich ein gutes Festgeldangebot kenne. Selbst besitze ich ein solches Festgeldkonto, auf dem ich aber schon länger nichts mehr angelegt habe. Mir ist aber aufgefallen, dass viele den jetzt vielleicht strategischen Fehler machen ins Festgeld zu gehen. Natürlich ist die Lage derzeit unsicher: kommt die Deflation, kommt die große Rezession? Das Problem ist, dass die Masse dies viel zu spät erkannt hat. Jetzt ins Festgeld zu gehen, bei 2 oder 3 % Zinsen ist doch Quatsch. Dafür gibt es zu viele langfristig erfolgreiche Dividendenwerte, die weit bessere & sichere Renditen bieten…

Festgeld ist nicht per se keine schlechte Sache. Gut ist Festgeld, wenn die Aktien hoch bewertet sind und beim Festgeld gute Renditen geboten werden. Im Fernsehen wird ja das Festgeld der deutschen Bank mit 2% Zins beworben und dabei wird getan als sei dies ein Jahrhundert-Deal und ein besonders smarter Move. Was daran smart ist, sein Geld zu 2% fest anzulegen erschließt sich mir aber überhaupt nicht.

Die Inflation in der Euro-Zone liegt derzeit sogar über diesen 2%; rechnet man dann noch Steuern und Soli weg ist das ein ganz klares Verlustgeschäft.

Gegen das Festgeld sprechen dabei klar zwei Punkte. Erstens sind die Zinsen derart niedrig, sie gehen von 2 bis 3,5% ( je nach Laufzeit) und bieten so maximal eine Wertaufbewahrung. Gewinnen kann man damit nichts. Zweitens sind Aktien gerade zu günstig.

Warum bitte Festgeld zu 2 %, wenn es zum Beispiel eine Unilever Aktie mit fast 4% Dividende ( Knorr, Rexona, Ben & Jerry’s) gibt. Wenn sie ganz genau wissen, dass sie in einem Jahr ein Anschaffung tätigen müssen und das Geld solang aufbewahren wollen, kann ich den Festgeld-Gedanken ja noch nachvollziehen.

Falls sie aber Ihr Geld langfristig anlegen wollen ist Festgeld derzeit mist. Es dotieren derart viele langfristig erfolgreiche Unternehmen mit Dividendenrenditen über 3%, dass sich dies überhaupt nicht lohnt. Eine Pepsi, Unilever, Kellog’s Cornflakes Aktie, Bechtle Johnson & Johnson, Intel… all diese Unternehmen bieten eine Dividende von über 3 % und sind weit entfernt davon übertrieben hoch bewertet zu sein. Plus: Sie nehmen ja in Zukunft auch noch die Dividendensteigerungen mit.

Bitte machen sie jetzt nicht den Fehler, den Großteil ihres Geldes zu 2 oder 3 % über Jahre zu binden. Gerade gibt es wirklich derart viele gute Dividenden-Titel mit denen sie wirklich ein Vermögen aufbauen können.

 

2 Gedanken zu “Die Lage ist unsicher – Besser ins Festgeld?

  1. Aktuelle Festzinsangebote mit kurzer Kündigungsfrist und Sachwertabsicherung:

    3,75 % p.a., 30 Tage Kündigungsfrist, Laufzeit 6 Monate

    4,15 % p.a., 60 Tage Kündigungsfrist, Laufzeit 12 Monate

    4,85 % p.a., 90 Tage Kündigungsfrist, Laufzeit 24 Monate

    Wichtig ist die Sachwertabsicherung, denn laut Bundesbankpräsident Weidmann besteht keine 100.000 € Einlagengarantie mehr:

    “Und dass erst ganz am Schluss die Einleger beispielsweise stehen und die Einlagen, die unter 100.000 Euro fallen – also die durch die Einlagensicherung nach den EU-Regeln auch geschützt sind – möglichst nicht angetastet werden.”

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/2065339/

    1. Das Wort “Garantie” ist ersetzt worden durch “Schutz” -> bedeutend schwächer
    2. Weidmann spricht nur noch von “möglichst nicht angetastet werden”

    Ausführliche Informationen können gerne unter:

    info@sauerhammer-consulting.de

    angefordert werden.

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