Barack Obama und Warren Buffett – Eine Hand wäscht die andere!

Vielleicht haben Sie ja schon von Öl-Sand gehört, dank dem in Kanada inzwischen gigantische Mengen an Öl gefördert werden. Die große Frage war bisher jedoch immer, wie das Öl dann eben auch zu den großen Industrie- und Umschlagzentren der USA gebracht wird. Zu diesem Zweck wurde mit dem Bau eines gigantischen Pipeline-Projekts begonnen, Keystone XL. Das Projekt wurde dann von Präsident Obama, Anfang des Jahres, gestoppt, nachdem bereits Milliarden in den Bau und die Planung investiert wurden. Die Republikaner griffen Obama deswegen heftigst an und warfen ihm vor die wirtschaftliche Entwicklung zu behindern und damit neue Jobs zu verhindern. In deutschen Medien wurde auch über den Baustop berichtet. Obama wurde dabei als Umweltschützer dargestellt. Die ganze Wahrheit ist das jedoch nicht…

Sicherlich schielte Obama auch auf die Wählerstimmen von Umweltschützern und Industriegegnern, doch der alleinige Grund ist dies nicht. Ein weiteres großes Ziel von Obama ist nämlich die USA mit einer wesentlich besseren Schieneninfrastruktur auszustatten. Durch den Stop des Pipeline-Projekts muss die steigende Ölforderung natürlich auf anderem Wege transportiert werden. Eine große Schlüsselrolle spielt dabei die Eisenbahn, die diesen Transport jetzt übernimmt.

Den größten Teil vom Kuchen bekommt dabei die amerikanische Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe. Das Öl aus der Feldern North Dakotas wird dabei zum Beispiel zu 75% von Burlington Northern transportiert. Burlington Northern ist übrigens die Eisenbahngesellschaft von Berkshire Hathaway und damit Warren Buffett. Obama und Buffett gelten schon lange als Partner und Warren hat für die US-Regierung schon einige Eisen aus dem Feuer geholt.

Wer sich also schon immer gefragt hat, warum Star-Investor Warren Buffett sich der US-Regierung so angenähert hat bekommt hier wohl einen entscheidenden Grund. Buffett will Obama, damit dieser die Eisenbahn stärkt. Buffett hat schließlich 2009 34 Milliarden $ für seinen Einstieg in die Welt der US-Railroads bezahlt und dies als Berkshires Zukunft angekündigt. Ein Verbleib Obamas an der Macht ist für Buffett also ein wichtiger Faktor.

Also ich bin kein Verschwörungstheoretiker und möchte auch Obama da nicht schlecht machen. Zudem bin ich überzeugt von der Sinnhaftigkeit des Ausbaus der Eisenbahn. Dennoch gibt die Darstellung doch ein schönes Bild zwischen der Beziehung Politik und Wirtschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.