Flatex – Deutschlands günstiger Online-Broker – ich bin zufrieden!

Seit 2006 bin ich jetzt Kunde bei Flatex. Genervt von hohen Order und Depotgebühren habe ich mich damals entschlossen es mit einem Online Broker zu probieren. Man erinnert sich an die Werbeoffensive auf N-TV und N24 im aufdringlichen Orange. Ob Flatex nach wie vor Deutschlands günstigster Online Broker ist weiß ich nicht. 5,90 € pro Order und der Fixbetrag von 19,90 € zum Handel in Nordamerika haben mir jedoch schon einige horrende Gebühren gespart…


flatex - Online Broker


Erst einmal das wichtigste, die Kosten. Depotgebühren gibt es keine. Bei Flatex bezahle ich 5,90 € pro Order im Direkthandel. Die Auswahl an Wertpapieren ist hier recht groß und definit größer als bei den meisten Normal-Banken, was an den vielen Handelspartnern liegt. Ob Standardwerte aus Europa, USA, Australien, ETFs oder auch Minen und andere Exoten: sehr viele Wertpapiere lassen sich für 5,90 € handeln. Man sollte jedoch kurz auf den Spread schauen (also Kursdifferenz zwischen Direkthandels-Kurs und Börsenkurs). Bei Anlagebeträgen, im drei stelligen Bereich, kann es sein, dass der Handel an der normalen Börse doch günstiger ist.

Den Direkthandel muss man sich folgendermaßen vorstellen. Man hat eine Maske in die man gewohnt den Wertpapiernamen, eine WKN oder ISIN einträgt und kann diese dann ganz normal ausfüllen. Also Limit, günstigst usw. Zusätzlich kann man auch einfach sagen ich will 200 Aktien von Firma XY kaufen. Dann erscheint ein angebotener Kurs und man hat ein paar Sekunden Zeit um auf „Akzeptieren“ zu klicken. Dann hat man das Wertpapier auch sofort in der Depotauflistung und kann dieses auch wieder verkaufen.

Der Direkthandel ist also eine schöne Sache und vor allem günstig. Wer sich vornimmt regelmäßig in ein Wertpapier zu sparen, kann von den niedrigen Gebühren stark profitieren. Hier lohnen sich auch schon kleinere Anlagebeträge. Zur langsamen Vermögensbildung also ideal.

Natürlich steht außer dem Direkthandel auch der Handel an den normale Börsen zur Verfügung. Also Frankfurt, Xetra, Stuttgart, Euwax, Scoach, Düsseldorf, Bremen, Berlin, Hamburg, Hannover und München. Die Gebühren sind hierbei unterschiedlich und liegen zwischen 5 und maximal 30 Euro; leider weiß man die genauen Ordergebühren immer erst nach dem Kauf. Dies ist aber bei allen Banken und Brokern so.

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Wer gerne im Ausland handelt hat es jedoch immer mit Fixpreisen zu tun. Der Handel in Toronto und New York kostet pauschal 19,90 €. In Wien auch 19,90 €. In Frankreich, Italien, Belgien, Portugal, der Schweiz und den Niederlanden 24,90 €. Dies finde ich super und oft kaufe ich mir Aktien dann direkt im Ausland. So bekommt man in New York eben auch oft interessante Wertpapiere aus China oder Süd-Amerika, die man an deutschen Börsen gar nicht bekommt. Wer auf Kursgewinne spekuliert sollte sowieso immer an der Heimatbörse kaufen, da dort das Volumen am Größten ist. Sprich man findet dort schneller einen Käufer oder Verkäufer.

Tip: Dividenden Investoren sollten darauf Achten ihre Aktien im gleichen Land zu kaufen!
Bei Dividenden aus dem Ausland verlangt Flatex eine Gebühr von 1,5€ (bei Dividenden bis 15€ ), ansonsten 5 €. Hat man nun zum Beispiel Microsoft Aktien in Deutschland, Kanada und den USA gekauft muss man dreimal diese Gebühr bezahlen.

Für Menschen, die auch gerne einmal Derivate ( Optionsscheine, Zertifikate… ) kaufen, gibt es den interessanten 0 € Handel. Dabei sind Käufe über 1000 € bei folgenden Handelspartnern kostenlos: Deutsche Bank, UBS, BNP Paribas, Commerzbank, Societe Generale, DZ Bank, Royal Bank of Scotland, Tradegate Exchange Sportzertifikate.

Abraten muss ich beim 0 € – Handel jedoch von der Deutschen Bank. Schon mehrmals ist es mir passiert, dass die Deutsche Bank bei guten Kurse einfach nicht zurückkauft. Bei den anderen Handelspartnern lief aber alles ohne Probleme.

Insgesamt bin ich mit Flatex sehr zufrieden. Jahressteuerbescheinigung und Co gab es immer ohne Probleme. Alle Kosten sind klar nachzuvollziehen und der Support war stets sehr freundlich und kompetent. Als Sicherheit bekommt man zusätzlich zum Kennwort eine Tan-Karte. Von dieser muss man dann seine Kombination ablesen. Dabei sollte man sich ein wenig konzentrieren, sonst hat man sich schnell vertippt. Die Entsperrung der Tan-Karte geht aber notfalls sehr schnell. Einfach bei Flatex anrufen und das Telefonkennwort nennen und man kann sofort wieder loslegen.

Die Benutzeroberfläche ist sehr einfach und man findet sich schnell zurecht. Die Geschwindigkeit der Benutzeroberfläche ist gut. Habe es erst zweimal erlebt, dass an sehr hektischen Handelstagen die Geschwindigkeit dann doch zu Wünschen übrig ließ. Diese beiden Fälle liegen aber schon einige Zeit zurück und es scheint, dass Flatex die Infrastruktur stark verbessert hat. Probleme mit Fishing-Mails oder Account-Hacks habe ich auch noch nie erlebt. Flatex scheint sicher und kompetent zu sein.

Einzig ärgerliche ist; dass es kein Tagesgeld gibt. Cashbestände werden also nicht verzinst.


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Flatex kann ich also nur Empfehlen! Zahlen sie nicht unnötig hohe Gebühren bei der Hausbank.

3 Gedanken zu “Flatex – Deutschlands günstiger Online-Broker – ich bin zufrieden!

  1. Guten Morgen,

    ich gebe Dir recht. FlatEx scheint in vielen Fällen ein sehr günstiger Broker zu sein.
    Um sicher zu sein, habe ich unter http://www.orderrechner.de getestet, was Online-Broker wirklich berechnen. Mit dem Orderrechner kann man bequem ermitteln, welcher Broker der günstigste für eine ist. Top-seite!

  2. Ich bin auch noch bei Flatex. Ich kann nur positiv von Flatex sprechen. Nach ein paar Jahren an der Börse rumspielen lege ich nun eine Portfoliostrategie fest und möchte vor allem auch in US Unternehmen investieren. Da diese meist vierteljährig Dividenden zahlen müsste ich für jede Zahlung die Gebühr bezahlen. Das ist dann natürlich ärgerlich. Deshalb werde ich wohl zu lynxbroker wechseln. Falls jemand mit diesem Erfahrung gesammelt hat würde ich mich über einen kurzen Bericht freuen.

  3. Pingback: Depotvergleich – ist Captrader wirklich so günstig ? | Der Value Blog

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