Öl und Holz outperformen langfristig den Markt

Gold und Silber sind ja spätestens seit der Finanzkrise ein Dauerbrenner. Null-Zins und realer Wertverlust des Ersparten. Die Eigenschaft der Edelmetalle einen Wert zu haben, der nicht auf die Schuld einer Gegenpartei beruht wirkt verlockend in Zeiten so vieler Unsicherheiten.

Wobei ich im letzten Punkt widersprechen würde. Der Yen , US-Dollar, Euro oder was auch immer werden meiner Ansicht nach durchaus durch reale Güter gedeckt und zwar durch die Produkte eines Landes. Natürlich existiert unser Geld nur auf Einträge auf Großrechnern oder auf Baumwollfetzen. Wertlos sind sie aber sicher nicht, auch wenn so mancher Geschäftemacher dies gerne behauptet…

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OMV Aktie, die Geldmaschine aus den Alpen (Öl/Gas)

Öl und Gas bleibt einer meiner aktuellen Lieblingssektoren. Wobei ich hier bis auf einen Microcap letztes Jahr und ein paar eingesackter Dividenden auch einen Zick Zack Kurs erlebt habe.

Die Frage für mich ist, wann werden die Bewertungen so lächerlich, dass man einfach nur noch zu warten hat?

Gerade bei den europäischen integrierten Ölfirmen bin ich über die Bewertungen erstaunt. Große etablierte Firmen wie BP und Shell sind immer wieder zu Dividendenrenditen von 6 , 7 Prozent zu haben. Während es auf dem Sparbuch überhaupt nichts mehr gibt. Die Firmen beweisen inzwischen zunehmend, dass sie diese Dividenden auch bei aktuellen Ölpreisen erwirtschaften können. Zudem bieten sie durch gesenkten Kostenstrukturen bei wieder steigenden Kursen doch ein enormes Potential.

Heute soll es aber nicht um BP oder Shell gehen. Meine Meinung ist, dass hier schon nochmal ein extremer Abschwung kommen müsste, dass deren Dividenden wirklich in Gefahr wären. Zum anderen erwirtschaften diese Firmen selbst im niedrigen Preisumfeld gute freie Cashflows, so, dass ich gute langfristige Kurschancen sehen. Natürlich können solche Abschwünge kommen, dies haben die letzten Jahre gelehrt.

Ein eher unbekannter und vielleicht den Nicht-Süd-Deutschen und Nicht-Österreichern gänzlich unbekannter Öl und Gas Wert ist die Aktie der Österreichische Mineralölverwaltung ( kurz OMV). Die Firma ist eine Exxon oder BP im Miniformat ( „Mini“ ist bei einem Unternehmen mit Milliardenumsätzen natürlich relativ).

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Na endlich…

…gehts mit den Kursen mal nicht mehr unaufhörlich nach oben, möchte man rufen, während in den gängigen Aktienboards sich die Nervosität langsam wieder breit macht, weil man nach Jahre der Aufwärtsbewegung scheinbar vergessen hat, dass es auch mal in die entgegengesetzte Richtung laufen kann. Minus 20% lautet die Performance des deutschen Aktienindex DAX für das Jahr 2018 und der S&P 500 hat Stand jetzt den schlechtesten Dezember seit dem Weltwirtschaftskrisenjahr 1931 hingelegt.

Der geneigte Leser weiß, dass wir hier au diesem Block bei solchen Aussichten nicht in Schockstarre verfallen, sondern im Gegenteil so ein wenig aus dem Tiefschlaf der letzten beiden Jahre erwachen, als die Gelegenheiten für günstige Käufe immer seltener und immer rarer wurden. Inzwischen werden diverse zurückgekommene Titel für Nach- bzw. Zukäufe wieder interessant und ich möchte euch einen kleinen Einblick in meine derzeitige Kaufagenda geben. ..

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Laurentian Bank – eine kanadische Bank-Aktie endlich mal günstig.

Kanadische Bankaktien. Während gerade viele Deutsche oder Italiener beim Thema Banken-Werte die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, sieht es in Kanada ganz anders aus. Im Land des Ahornblatts performen seit Jahrzehnten die Banken den Gesamtmarkt aus.

Dies liegt an schon lange bestehender Regulierung, Konservatismus und sicher auch daran, dass es in Kanada schlicht nur sehr wenige Banken gibt. Man redet hier oft sogar von einem Oligopol der großen 5 oder 10 Banken.

Leider kommt man an eher selten wirklich günstig in diese Werte, die lange Historien von jährlichen Dividendensteigerungen haben. Heute will ich keinen der großen Top-Werte wie die Toronto-Dominion Bank (TD.TO) vorstellen, sondern die wesentlich kleinere Laurentian Bank of Canada (LB.TO)Weiterlesen

Die Aktien von Big-Oil. Wo ist das meiste Potential?

Mein erster Öl-Artikel liegt schon ein paar Monate zurück. Nun meine Einschätzungen zu vier der größten und bekanntesten Öl-Aktien. Darunter Shell, Eni SPA, BP und Exxon Mobil.

Exxon Mobil

Exxon Mobil ist der wertvollste private Öl und Gas Produzent der Welt. Wobei Öl- und Gas Produzent hier wohl eine starke Verkürzung ist. Exxon fördert Öl- und Gas. Verdient mit tausenden Meilen an Pipelines daran, dass das Öl- und Gas zur Raffinerie oder dem nächsten Chemiewerk kommt. Exxon ist einer der 10 größten Chemieproduzenten der Welt. Es produziert die Grundstoffe für Polyester, Plastik und vielen anderen Stoffe, die die heutige Welt erst möglich machen. Und diese Liste könnte ich jetzt noch fortsetzen.

Shell…… Weiterlesen

Öl-Aktien Chance? Teil 1. Beobachten wir das Ende des Öls?

Öl ist unserer Alltags-Welt nicht wegzudenken. Es befeuert mein Auto, steckt in meinen Klamotten, ist in der Aspirintablette, mäht meinen Rasen und so weiter und so weiter. Unser Wohlstand steht auf fossilen Beinen. Das Interessante ist, dass gerade die Aktien der Öl- und Gaskonzerne derart unbeliebt sind.

Ein Shell oder BP Aktie bringen gerade um die 7 % und auch eine Total oder Eni schauffeln einem das Depot mit üppigen Dividenden voll. Sogar Dickschiff Exxon ist bei 4% Dividende. Der Zins auf meinem Sparbuch liegt bei 0,01% und große Firmen mit Dividendenhistorie werden normal blind gekauft.

Sicher… ich habe mitgekommen, dass Öl brutal abgestürzt ist und sich gerade wieder einiges von der 50 Dollar pro Barrel Marke verabschiedet hat.

Wenn ich mir die Historie der großen Öl-Unternehmen anschaue war es eigentlich sehr einfach mit ihnen überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Es kommt immer wieder zu einem Preiscrash beim Öl. Die solventen Player kaufen günstig Assets von den schwächeren kleinen Firmen. Wenn der Ölpreis wieder aufwärts geht, dann ist die Kostenstruktur schlank, man hat mehr Öl Reserven als vorher und verdient mehr als vor der letzten Krise. Währenddessen bekommt der Aktionär dicke Dividenden aufs Konto. Gerade in amerikanischen Börsenforen gibt es etliche Privatanleger, die von sagenhaften Erbschaften erzählen, weil irgend ein Verwandter mal in einem Crash in einen der großen Oil Majors investiert hat.. Weiterlesen

Das Warten auf Gelegenheiten

Der ein oder andre wird vielleicht ob der gesunkenen Beitragsfrequenzen etwas enttäuscht sein. Zumindestens in meinem Fall ergibt sich das allerdings auch im akuten Mangel an guten Investmentgelegenheiten. Zwar gibt es genügend qualitativ hochwertige Unternehmen, nur ist diese Qualität in den aufgerufenen Preisen meistens schon inkludiert. Da ich mein persönliches Depot 2010 in einem Umfeld eröffnet habe, in dem es nicht schwer war, Schnäppchen zu finden und man auch in den Folgejahren bis etwa Ende 2014 mit etwas Hartnäckigkeit noch unterbewertete Titel finden konnte, haben die Kurse seither ziemlich angezogen. Wenn ich mein eigenes Verhalten der letzten beiden Jahre reflektiere, muss ich feststellen, dass es nicht so leicht ist wie ich ursprünglich dachte, einfach die Finger still zu halten, wenn Cash zum Investieren da ist. Die dafür erforderliche Disziplin muss ich erst noch erlernen. Angesichts historisch niedriger Zinsen kann ich nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass Aktien überbewertet wären. Aber in meiner Wahrnehmung sind die Sicherheitsmargen nicht so groß wie ich mir das vorstelle, wenigstens bei den Unternehmen, die ich als qualitativ gut genug einstufe. Im Sommer 2016 habe ich BRK B-Aktien als Cashersatz gekauft, eine Position mit sehr begrenztem Risiko und einer Rendite die wohl besser ist als Tagesgeld. Aber auch diese Möglichkeit ist durch den Kursanstieg mittlerweile nicht mehr gegeben. Also hat sich der Cashbestand im Depot auf mittlerweile 14% des Gesamtvolumens erhöht. Nun habe ich keine Ahnung wohin die Zinsen sich in den nächsten Jahren entwickeln. Wenn sie weiterhin so niedrig bleiben oder gar noch weiter in den negativen Bereich fallen, könnten sich die derzeitigen Preise im Nachhinein als durchaus günstig herausstellen. Momentan neige ich dazu, die Risiken für größer als die Chancen zu halten, weswegen eben der Cashanteil beständig zunimmt. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich auch 20,25 oder 30% Cashanteil halten wollen würde im derzeitigen Umfeld. Was ist Eure Meinung?