Universal Corp- fast 50% in 5 Monaten:) und weitere Gedanken zum Buchwert.

Anfang des Jahres haben wir (Provinzler und ich ) ja ein Musterdepot auf valueblog.de angefangen. Leider ist die Sache natürlich auch eingeschlafen.Dies liegt einfach daran, dass es aktuell nicht so viele gute Ideen gibt (es sind aber noch welche im Hinterkopf, keine Sorge)

Eine meiner Ideen fürs Musterdepot war die Universal Corporation, der weltweit größten Tabakhändler(hier klicken zum Artikel).

Den Tabakhändler habe ich zu 39,99$ gekauft (den Artikel vom 31.Januar gibt’s hier) und nun stehen wir glaube so bei 58 $ und wenn er noch ein wenig läuft fliegt er wahrscheinlich auch aus dem Depot raus… Weiterlesen

Was kaufen, wenn die Zinsen steigen? National Western Life

Wieder einmal ist der Blog leider eingeschlafen und so kommen wir zu einer weiteren Fortsetzung zu meinem Artikel über Shelby Davis(hier klicken) vom 28. April.

Nachdem wir uns im Artikel über die Wüstenrot & Württembergische(hier klicken) noch im spießigen Schwaben befanden – machen wir heute einen größeren Schlenker ins ölreiche Texas.

Im beschaulichen Küstenstädtchen Galveston sitzt die Moody National Bank, die gleichzeitig Hauptaktionär der American National Insurance ist. Eine weitere Versicherung im Besitz des Moody Clans ist die National Western Life Insurance Company ( Ticker: NWLI).

Die National Western Life Insurance bietet dabei ein relativ ungewöhnliches Modell für eine Lebensversicherung. Ein großer Teil der Verträge stammt nämlich nicht aus den USA, sondern aus Ländern Südamerikas und Asiens. Die Geschäftsidee dahinter ist, dass ein wohlhabender Mensch in Venezuele sich wahrscheinlich nicht unbedingt in der Landeswährung versichern möchte, da diese unter enormen Inflationsraten leidet… Weiterlesen

Wüstenrot & Württembergische – Der Euro für 41,5 Cent

Bausparen, Lebensversicherung, Krankenversicherung, Pfandbriefbank mit langweiligem Main-Street-Bank-Geschäft und das alles aus dem Schwabenländle.

Klingt langweilig. Langweilig genug, um auch in der Zukunft relevant zu sein? Ja, ich denke schon.

Das Ende des Bausparens oder der Lebensversicherung einzuläuten, wie es hin und wieder passiert, scheint mir doch mehr als übertrieben. Sehr viele Menschen werden auch in Zukunft mit Hilfe dieser Bausteine Vermögensaufbau und Absicherung erreichen wollen. Spiele übrigens auch gerade mit dem Gedanken einen Bausparvertrag abzuschliessen, um die aktuell niedrigen Zinsen in die Zukunft zu übernehmen.

Vielleicht klingelt es jetzt schon bei einigen, die heute von mir vorgeschlagene Aktie heisst „Wüstenrot & Württembergische AG“. Ein Wert, der operativ inzwischen wirklich überzeugen kann und einiges an „zu hebender“ Substanz in der Rückhand hat… Weiterlesen

Es ist einfach zum Heulen

heute Morgen leerte ich wie jedes Wochenende meinen Briefkasten. Abgesehen von den üblichen Werbeschreiben, Sendung meiner Krankenkasse etc. lag auch ein Brief der deutschen Rentenversicherung bei. Ehrlich gesagt gebe ich auf die gesetzliche Rentenversicherung schon lange nichts mehr, daher habe ich mir diese die letzten Jahre auch nie wirklich angesehen.

Klar, die Rente ist sicher und in diesem Punkt werden wir von der Regierung auch nicht angelogen. Über die Höhe der Rente und ob diese zum Leben (nicht nur zum Überleben) ausreicht wurde ja keine Aussage getätigt (verdammte Politikerkaste).

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Lebensversicherungs-Aktien: Die Geschichte sagt kaufen!

Auf Intelligent Investieren (hier klicken) hab ich den Artikel zum Thema Lebensversicherungen und die Risiken durch die aktuellen Niedrigzinsen gelesen und ich will dem Beitrag von Michael nicht widersprechen.

Doch auch eine konträre Sicht der Dinge aufzeigen.

Vor kurzem habe ich ein Buch [The Davis Dynasty: Fifty Years of Successful Investing on Wall Street]über den eher unbekannten Investoren Shelby Davis gelesen.

So verrückt es aktuell klingt, dieser Mann hat über Jahrzehnte eine unheimlich starke Rendite auf Warren Buffet-Niveau eingefahren und alles begann mit niedrigen Zinsen, hohen Zinsversprechungen und Versicherungsaktien.

In den 50ern (wie heute) wollte keiner die Lebensversicherer haben und konträre Anleger verdienten doch damit unheimlich viel Geld Weiterlesen

Münchener Rück – Hauptversammlung, Zahlen und Erwartungen

Wie aufmerksame Leser meiner Beiträge wissen, gehört die Aktie der Münchener Rück seit Anfang 2011 fest zu meinem privaten Portfolio.
Letzte Woche fand die diesjährige Hauptversammlung statt, die erste, die ich besucht habe.
Insgesamt eine doch recht interessante Erfahrung, auch wenn ich es als einigermaßen nervig empfinde, wenn einige meinen, solche Veranstaltung für die Verfolgung ganz andrer Zwecke für sich nutzen zu müssen. Lässt sich aber wohl leider nicht verhindern.
Hauptthema des Tages war die anhaltendende Niedrigzinsperiode und die Diskussion um die richtige Anlagestrategie. Das Management hielt hier an seiner Linie fest, nicht durch höhere Risiken zu versuchen, höhere Kapitalmarkterträge zu erzielen. Der bedauerlich niedrige Anteil an Aktien und Immobilieninvestments ist der europäischen Regulierung zu verdanken. Kern der Wertschaffung soll jedoch in der Versicherungstechnik erfolgen.
In dieser Hinsicht waren die Nachrichten, die der Vorstand für uns Aktionäre hatte, durchmischt. Im klassischen Rückversicherungsgeschäft verschlechtern sich aktuell weiter die Preise, da die Niedrigzinsen sowohl die Kapitalbasis der potentiellen Kunden auf Erstversichererseite, als auch die der Wettbewerber aufblähen. Im Geschäft mit großen Naturkatastrophen kommen durch die niedrigen Zinsen, Renditejäger aus fremden Branchen wie Pensionskassen hinzu. An der Königinstraße versucht Weiterlesen

US-Zinsen mit Hebel – Bank of Utica

Danke erstmal an Marfir für seinen ausführlichen Beitrag über Apache.

Eine Aktie, die mich seit längerem Zeit sehr fasziniert ist der amerikanische Small Cap-Wert „Bank of Utica“.

Die Bank wird immer mal wieder in amerikanischen Blogs angerissen und verschwindet dann wieder von der Bildfläche.

Die Bank von Utica hat ihren Hauptsitz ( oder besser die einzige Niederlassung ) in der verschlafenen amerikanischen Stadt Utica. Sie besteht seit 1927 und wird in der vierten Generation von der Sinnott Familie geführt.

Auf der Main-Street zuhause

Weit weg von der Wall-Street betreibt die Bank ein ziemlich langweiliges Geschäft. Sie sammelt Einlagen ein und steckt diese zum größten Teil in Anleihen von anderen großen Banken und Staaten. Eine große Kreditabteilung für private Haushalte oder kleine Unternehmen gibt es nicht. Dieser Umstand wird ein Resultat aus dem recht geringen Personalbestand und dem niedrigen Kapitalbedarf in dem vor sich hinträumenden Städtchen sein.

Gewinne werden also aus dem Spread ( Differenz zwischen Zinsen auf Kundenguthaben und der Rendite der Anleihenbestände ) gemacht.

Langweilig, wenig Risiko, derzeit natürlich renditeschwach und mit Skalen-Effekt Weiterlesen